Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Wird KSC-Stadion deutlich teurer?

Karlsruhe (win) – Karlsruhe muss beim Neubau des Wildparkstadions wohl mit Mehrkosten im zweistelligen Millionenbereich rechnen. Diese Meldung macht derzeit die Runde. Heute will die Stadt Stellung nehmen.

Das alte Stadion soll dem Neubau weichen.Foto: Uli Deck/dpa

© dpa-avis

Das alte Stadion soll dem Neubau weichen.Foto: Uli Deck/dpa

Von Winfried Heck

Die Stadt Karlsruhe muss beim Neubau des Wildparkstadions wohl mit Mehrkosten im zweistelligen Millionenbereich rechnen. Dies geht aus mehreren Presseberichten und Stellungnahmen von Gemeinderatsmitgliedern hervor, die in den vergangenen Tagen die Runde machten. Die Stadt selbst will sich erst nach der Sitzung der sogenannten Wildparkkommission am heutigen Freitag äußern.

Spannend ist in diesem Zusammenhang allerdings, wie der Gemeinderat reagieren wird. Die Zahl der Gegner eines Stadionneubaus ist bei den zurückliegenden Wahlen spürbar gestiegen. Grüne, Karlsruher Liste, Die Linke und die AfD haben inzwischen eine knappe Mehrheit und ob diese Mehrheit die Mehrkosten einfach abnicken wird, oder versucht Einsparungen durchzusetzen, ist offen.

Steigende Baupreise als Kostentreiber

Zumal sich auch die Befürworter des Stadionneubaus auf einen Kostendeckel in Höhe von ursprünglich 85 Millionen Euro für den eigentlichen Stadionkörper verständigt hatten, der dann auf 74 Millionen abgespeckt wurde. Weitere 8,5 Millionen Euro waren damals für „Unvorhergesehenes“ vorgesehen. Hinzu kommen die Kosten für Infrastrukturmaßnahmen im Umfeld des Stadions, für die bisher gut 46 Millionen Euro veranschlagt waren und die nicht über Pachtzahlungen des KSC refinanziert werden.

Statt insgesamt knapp 123 Millionen Euro ist nun aber von bis zu 150 Millionen Euro die Rede. Als Kostentreiber werden vor allem stark steigende Baupreise genannt, die der boomenden Konjunktur im Baugewerbe geschuldet sind. Auch die Verzögerungen beim Baubeginn durch den Streit zwischen der Stadt und dem KSC könnten sich nun teuer auswirken. Hinzu kämen höhere Anforderungen beim Brandschutz und im Stadionumfeld ist auch von Planungsfehlern die Rede. Ein großes Becken, in dem das Regenwasser zunächst aufgefangen werden soll, sei zu klein dimensioniert. Ob es sich dabei um eine Fehlplanung handelt oder um neue Berechnungen, ist offen.

Zum Artikel

Erstellt:
6. März 2020, 07:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.