Wissenschaft fordert Maskenpflicht

Stuttgart (bjhw) – Die Nationale Akademie der Wissenschaften fordert in der Corona-Krise die rasche Einführung einer App sowie eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum.

Nach der Empfehlung der Wissenschaftler sollte die Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum gelten. Foto: Kathy Willens/dpa

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Nach der Empfehlung der Wissenschaftler sollte die Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum gelten. Foto: Kathy Willens/dpa

Von Brigitte Henkel-Waidhofer

Es gibt sie schon, die hochkarätigen Gremien, die die Möglichkeiten eines Ausstiegs aus den Corona-Beschränkungen analysieren: Schützende Masken und „digitale Werkzeuge“ können eine zentrale Rolle auf dem Weg zurück zu einer langsamen Normalisierung im Alltag spielen. In einer Stellungnahme der „Leopoldina“, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, die dem Badischen Tagblatt vorliegt, wird verlangt, „schnellstmöglich eine entsprechende App für Mobiltelefone verfügbar zu machen, in denen Personen freiwillig und unter Einhaltung von Datenschutz sowie Persönlichkeitsrechten anonym Daten teilen“.

Zudem sollte nach Ansicht der Experten eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen mit dem flächendeckenden Tragen von Mund-Nasen-Schutz einhergehen. Und zwar im gesamten öffentlichen Raum einschließlich von Betrieben, Bildungseinrichtungen und öffentlichem Verkehr. Bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit solle der Mangel mit selbst genähtem Mund-Nasen-Schutz, Schals und Tüchern überbrückt werden.

Kretschmann und Merkel bislang dagegen

Österreich wird am kommenden Montag eine Tragepflicht einführen. Weil der Mund-Nasen-Schutz aber nicht in ausreichender Zahl vorhanden ist, lässt der Wiener Erlass auch zu, sich „mit einem Tuch oder Schal über Mund und Nase vor Viren zu schützen“. Bisher hatten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der anderen Länder eine generelle Tragepflicht gerade mit dem Verweis auf die unzureichende Verfügbarkeit abgelehnt. Maßnahmen zur zielgenauen Information potenziell gefährdeter Personen werden dagegen befürwortet, wenn sie freiwillig zum Einsatz kommen.

Ein ausführlicher Bericht erscheint in der Samstagsausgabe sowie ab 4 Uhr im E-Paper

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Erstellt:
3. April 2020, 09:42 Uhr
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