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Zeitungen sind „systemrelevant“

Baden-Baden/Berlin (red) – In Krisenzeiten sind verlässliche Informationen besonders wichtig. Das Kultusministerium hat daher Tageszeitungen als „systemrelevant“ eingestuft. Das BT stellt sich dieser Aufgabe fast rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche.

Bargeld und Postsendungen gelten ebenso wie Zeitungspapier als unbedenklich, wenn es um die Übertragung von Coronaviren geht.  Foto: F. Vetter/Archiv

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Bargeld und Postsendungen gelten ebenso wie Zeitungspapier als unbedenklich, wenn es um die Übertragung von Coronaviren geht. Foto: F. Vetter/Archiv

Von Florian Krekel

Die Coronakrise stellt die Gesellschaft vor bislang ungeahnte Herausforderungen. Zu allererst – so formuliert es der Deutsche Journalistenverband – die Erkrankten, dann die Pflegekräfte und alle, die zum Teil unter größten Anstrengungen ihren Beitrag dazu leisten, die Infrastruktur und die zum Funktionieren der Gesellschaft notwendigen Dienstleistungen aufrecht zu erhalten.

In diesen Zeiten ist auch die tägliche Information mit zuverlässigen Nachrichten unabdingbar, weswegen das Kultusministerium die Tageszeitungen zu den „systemrelevanten“ und „kritischen“ Infrastrukturen zählt. Das Badische Tagblatt ist sich dieser Verantwortung bewusst und wird seine Leserinnen und Leser selbstverständlich weiter zuverlässig mit Informationen versorgen.

Rapide steigen die Zugriffe auf die Nachrichtenportale, es steigt der Durst nach Informationen, die als gesichert gelten können. Das BT recherchiert fast rund um die Uhr die zentralen Infos zu Corona – weltweit, im Bundesgebiet und natürlich regional. Im Zuge der uns selbst auferlegten Informationspflicht sind die wichtigsten Nachrichten kostenlos und frei zugänglich in unserem Corona-Ticker auf der Homepage des Badischen Tagblatts jederzeit einsehbar und stets mit den aktuellsten Zahlen und Informationen versehen.

Der Branchenverband BDZV begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, Verkaufsstellen für Zeitungen weiter offen bleiben zu lassen. Die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus dürften „nicht zu einer Einschränkung der Berichterstattung durch die Medien führen“, teilte der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger mit. Es sei daher eine bürgernahe und richtige Entscheidung, die Zeitungsverkaufsstellen, wie etwa Kioske, von der aktuellen Schließung vieler Geschäfte auszunehmen. „Wenn freie Recherche, Herstellung und Verbreitung von Zeitungen nicht mehr gewährleistet sind, werden Teile der Bevölkerung von der Berichterstattung abgeschnitten. Das gilt auch für die digitalen Vertriebswege“, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff.

Das wachsende Interesse an verlässlicher Information führt aber auch dazu, dass vermehrt Kommentare von Nutzern eingehen, die ihr Unverständnis gegenüber Bezahlschranken in Zeiten von Corona äußern. Das Badische Tagblatt vertritt hierbei wie auch der BDZV die Ansicht, dass wichtige allgemeine Nachrichten, Regelungen und Empfehlungen der Regierung wie der Länder und Kommunen kostenlos auf der Homepage im Ticker zur Verfügung stehen. Zugleich gilt, dass die vertiefende Berichterstattung, für die die Verlagshäuser erheblich Personal einsetzen, den interessierten Lesern und Nutzern durchaus einen Beitrag wert sein sollte. Denn auch digital müssen sich Zeitungen wie das BT – anders als etwa der beitragsfinanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk – rund um die Uhr privat refinanzieren, damit die Nutzer zuverlässig informiert werden können.

Viren nicht stabil auf trockenen Oberflächen

Bisweilen gibt es Befürchtungen der Leser sowie auch von Zustellern, sie könnten durch Coronaviren, die sich auf dem Zeitungspapier befinden könnten, infiziert werden. „Vor einem wissenschaftlichen Hintergrund ist diese Sorge jedoch weitgehend unbegründet. Wenn Virologen bezüglich Bargeld und Postsendungen, die durch wesentlich mehr Hände wandern, Entwarnung geben, sollte dies für Zeitungen auch gelten“, schreibt der BDZV. Das Bundesinstitut für Risikobewertungen verweist darauf, dass „humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen“ sind. Es seien keine Berichte über Infektionen durch den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt, so das Institut.


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