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Zeitungsgeschichte von den Anfängen bis heute
Die Zeit vor Gutenberg
"Zeytung" im ursprünglichen Wortsinn bedeutete Neuigkeit, Nachricht. In diesem Sinn waren die ersten Zeitungen mündliche Überlieferungen. Es gab aber auch schon vor Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern (1445) geschriebene "Zeitungen" (von Hand gefertigte Kopien). Erst der Buchdruck, der auf der Erfindung Gutenbergs basierte, ermöglichte eine stärkere Verbreitung der Nachrichten. Im 16. Jahrhundert schufen Flugblätter "Öffentlichkeit", die bis dahin ein feudales Vorrecht gewesen war. So wurden nicht nur die Thesen des Reformators Martin Luther weit verbreitet, sondern auch die Forderungen der aufständischen Bauern im Bauernkrieg.

1609 "Avisio und Relation"
Als älteste periodisch erscheinende Zeitungen gelten der in Wolfenbüttel erscheinende "Aviso" (Anzeiger, auch Avisa) und die in Straßburg herausgegebene "Relation" (Bericht). Von beiden Wochenblättern sind aus dem Jahr 1609 ganze Jahrgänge erhalten. Der Aviso hatte den Untertitel "Relation oder Zeitung" und verkündete sein Anliegen auf dem Titelblatt: "Was sich begeben und zugetragen hat in Deutsch- und Welschland, Spanien, Niederlande, Engelland, Franckreich, Ungern, Österreich, Polen und in allen Provintzen in Ost- und West Indien etc."

17. und 18. Jahrhundert
In der frühen deutschen Tagespresse, die in Auflagen von 350 bis 400 Exemplaren gedruckt wurde, überwog die politisch-militärische Berichterstattung, die sich vorwiegend an Zielgruppen wandte (Hof, Kirche, Handel). Zeitungen erschienen mit dem Privileg des Landesherrn. Dies hatte den Vorteil für die Verleger, dass sie vor Raubdrucken und Konkurrenzunternehmen geschützt waren. Zugleich begaben sie sich damit aber auch in die Abhängigkeit vom Hof. Pressefreiheit wird erst Ende des 18. Jahrhunderts thematisiert.

19. Jahrhundert
Auch noch Anfang des 19. Jahrhunderts gab es keine Pressefreiheit. Das Rastatter Wochenblatt, der Vorläufer des BT, erschien erstmals am 28. Juli 1803 mit "kurfürstlich-badischem gnädigsten Privilegio". Anders als die frühen Zeitungen brachten die Blätter schon größere thematische Vielfalt. Hofklatsch, Gerichts- und Polizeimeldungen, "bunte Nachrichten" und Kulturberichte gab es bereits in den Zeitungen des frühen 19. Jahrhunderts. Die Frankfurter Nationalversammlung proklamierte zwar schon 1848 das Grundrecht der Pressefreiheit. In der Praxis hatten die Zeitungen aber nur die Freiheit, die ihnen der Regent zugestand. 1874 untersagte das Reichspressegesetz zwar Zensurmaßnahmen. Doch waren Einschränkungen auf Grund von Gesetzen erlaubt.
Ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, als sich Parteien bildeten, entstand die Parteipresse: Es gab konservative, liberale und sozialistische Blätter. Daneben bildete sich der Typ des Generalanzeigers heraus, der vorwiegend unpolitische, lokale und regionale Informationen brachte. Der Anzeigenteil wurde immer umfangreicher. Der niedrige Bezugspreis führte dazu, dass Zeitungen zum Massenprodukt wurden, da sich auch diejenigen eine Zeitung leisten konnten, die dafür bislang nicht ausreichend Geld gehabt hatten.

20. Jahrhundert
Die Zahl der Zeitungen in Deutschland, die bis zum Ersten Weltkrieg stark gesunken war, nahm in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts explosionsartig zu. 1932 gab es 4.703 Tages- und Wochenzeitungen. Erstmals in der deutschen Geschichte war in der Weimarer Verfassung das Grundrecht der Pressefreiheit verankert. Damit war es im Dritten Reich wieder vorbei. Das Reichsschriftleitergesetz machte alle Journalisten zu Vollstreckern des politischen Willens der nationalsozialistischen Machthaber. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Zeitungen für die (westlichen) Siegermächte ein wichtiges Instrument beim Ziel der Demokratisierung Deutschlands. So vergaben die Alliierten Zeitungslizenzen nur an nachweislich politisch Unbelastete. Die Presse unterlag zunächst der Zensur durch die Besatzungsmächte. Erst mit Gründung der Bundesrepublik gab es die grundgesetzlich (Artikel 5) verbriefte Meinungsfreiheit.
In den 50er-Jahren war die Zeitungslandschaft von einer großen Vielfalt mit 225 Vollredaktionen geprägt. In den 60er- und 70er-Jahren schrumpfte diese Zahl durch Konzentration zusammen. Vor allem viele kleinere Zeitungen bezogen den allgemeinen Teil (Mantel) von anderen Zeitungsverlagen. 1989 gab es nur noch 119 Zeitungen mit Vollredaktionen. Diese Zahl erhöhte sich durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik auf 158. Für das Jahr 1997 werden nur noch 135 Zeitungen mit Vollredaktion gezählt. Dagegen betrug die Zahl der regionalen und lokalen Abo-Zeitungen 354. Alle Zeitungstitel zusammen kommen auf eine Auflage von rund 25 Millionen Exemplaren. Hinzu kommen noch die Wochen- und Sonntagszeitungen.

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