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Von A bis Z
Abonnement
Franz.: Vorausbestellung, Kurzform: Abo. Zeitungen und Zeitschriften können im Abonnement bei Verlagen oder über die Post bezogen werden. Die Lieferung erfolgt über einen bestimmten Vertragszeitraum. Die Vertriebsform ist auch eine Charakterisierung der Zeitungstypen: Neben den Abonnementszeitungen, die einen Großteil ihrer Auflage an feste Kunden liefert, gibt es die Boulevardzeitungen, die überwiegend im Einzelverkauf vertrieben werden. Da diese Zeitungen durch ihre Aufmachung den Kunden zum Kauf animieren sollen, unterscheiden sie sich nicht nur in der Aufmachung, sondern auch in der Art der Berichterstattung.

Anzeige (Annonce, Inserat)
Bezahlter Platz in einem Druckerzeugnis, dessen Gestaltung dem Inserenten im Rahmen presserechtlicher Bestimmungen überlassen bleibt. Anzeigen sind für Zeitungen die wichtigste Einnahmequelle. Etwa zwei Drittel der Erlöse einer Zeitung stammen aus dem Anzeigengeschäft. Der in einer Preisliste (Tarif) festgelegte Anzeigenpreis ist abhängig von der Auflage einer Zeitung und wird nach Millimetern (Höhe) und Spalten (Breite) berechnet.

Anzeigenblatt
Seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es diese zeitungsähnlich aufgemachten Periodika, die sich ausschließlich über Anzeigenwerbung finanzieren und den Empfängern kostenlos in die Briefkästen gesteckt werden.

Auflage
Die Stückzahl der von einem Presseerzeugnis gedruckten Exemplare (gedruckte Auflage). Die tatsächlich verbreitete Auflage ist der Teil der gedruckten Auflage, der gegen Entgelt (Abo oder Einzelverkauf) verkauft wird oder ohne Entgelt (Werbe-, Archiv- und Beleg-Exemplare) verbreitet wird.

Aufmacher
Der wichtigste Artikel auf einer Zeitungsseite. Der Aufmacher steht immer in der oberen Hälfte der Seite, über dem "Bruch" genannten Knick, der Schriftgrad des Titels ist größer als bei allen anderen Überschriften der Seite.

Beilage
In Printmedien lose beigefügte Prospekten und andere Druckerzeugnisse, die der Auftraggeber dem Verlag anliefert und die mit der Zeitung transportiert werden. Das Beilagengeschäft hat in den vergangenen 20 Jahren große Bedeutung für die Zeitungsverlage erlangt.

Berliner Format
Eines der drei gebräuchlichen Zeitungsseiten-Formate (neben Rheinischem und Nordischem Format). Im Berliner Format ist die Zeitungsseite 470 Millimeter hoch und 315 Millimeter breit. Der Satzspiegel (bedruckter Teil der Seite) ist 425 Millimeter hoch und 283 Millimeter breit.

Copyright
Abdruckrecht, Reproduktions- Verlags- und Urheberrecht.

Druckverfahren
Man unterscheidet zwischen Hoch-, Flach- und Tiefdruck (je nachdem ob die druckenden Teile hoch stehen, tiefer liegen oder die Druckplatte flach ist). Zeitungen werden heute im Offsetrotationsverfahren (Flachdruck) hergestellt.

Ente
Gerücht, Falschmeldung in einer Zeitung. Der Begriff kommt wahrscheinlich aus dem Englischen: Spricht man die Buchstaben n. t. (non testatum = nicht bestätigt), dann entsteht Ente.

Feature
Journalistische Darstellungsform, flott geschriebene Information mit Unterhaltungswert.

Foto
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." Fotos haben in Zeitungen zwei Funktionen: Sie informieren den eiligen Leser über den Gegenstand des Berichts und sind Blickfang und Auflockerung der Zeitungsseite. Die digitale Fotografie und Bildbearbeitung hat hier ganz neue technische Möglichkeiten geschaffen. Im Interesse der Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit wird jedes seriöse Printmedium aber kenntlich machen, wenn Fotos durch digitale Bearbeitung eine geänderte Aussage haben.

Grafik
In den vergangenen Jahren auch in den Tageszeitungen verstärkt aufgekommene Darstellungsform, die in übersichtlicher Weise wichtige Daten und Aussagen kurz zusammenfasst.

Hurenkind
Ausdruck aus der Schriftsetzersprache: Wenn die letzte Zeile eines Absatzes als erste Zeile einer Spalte in einem mehrspaltigen Artikel steht, war das bei den Schriftsetzern verpönt. Auch heute noch sollten Hurenkinder selbst im schnellen Medium Zeitung nicht vorkommen.

Haushaltsabdeckung
Wichtige Kennzahl für Zeitungsverlage. Die Haushaltsabdeckung gibt Auskunft darüber, wie viele Haushalte die Zeitung beziehen.

Impressum
Der presserechtlich vorgeschriebene Vermerk in einer Druckschrift über das Unternehmen, den Herausgeber, die Redakteure und Leitenden Angestellten, die für den Inhalt verantwortlich sind.

IVW
Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern. Die IVW publiziert und überprüft die Auflagenhöhe und -struktur von Werbeträgern (Zeitungen, Zeitschriften).

Kopfblätter
Meist kleine Lokalzeitungen, die weiter unter ihrem traditionellen Titel erscheinen, obwohl sie zu einem anderen Blatt gehören.

Mantel
Der Hauptteil der Zeitung mit den klassischen Ressorts Politik, Region (Land), Kultur, Sport und Wirtschaft umschließt den Lokalteil wie ein Mantel. Zahlreiche Lokalzeitungen übernehmen den überregionalen Teil (Mantel) von einer anderen Zeitung.

Objektivität
Qualitätsmerkmal seriöser Medien. Dazu gehört nicht nur die Trennung von Nachricht und Meinung, sondern auch der Grundsatz, dass nie nur eine Seite zu Wort kommt. Zwar lässt sich hundertprozentige Objektivität nie erreichen, da Journalisten Menschen sind und bei der Bearbeitung oder dem Schreiben von Berichten notwendigerweise eine Auswahl dessen treffen müssen, was sie in dem Bericht erwähnen. Doch seriöse Medien erreichen eine weit gehende Objektivität.

Pressekodex
In 16 Leitsätzen konkretisiert der vom Deutschen Presserat zusammen mit den Presseverbänden formulierte Pressekodex die Berufsethik der Presse. Verleger, Herausgeber und Journalisten verpflichten sich zur Einhaltung dieser "Publizistischen Grundsätze" und dokumentieren so ihre Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit. Verstöße gegen den Pressekodex können beim Deutschen Presserat angezeigt werden, der Rügen oder Hinweise an die Verlage ausspricht, wenn er eine Beschwerde als begründet ansieht.

Printmedien
Neudeutscher Sammelbegriff für alle gedruckten Medien (im Gegensatz zu den "elektronischen Medien").

PR-Richtlinien
Tageszeitungen genießen den Ruf, das glaubwürdigste Medium zu sein. Damit sich der Leser auch tatsächlich auf das verlassen kann, was seine Zeitung veröffentlicht, vermeidet die Redaktion werbende Berichterstattung. Werbung gehört in den Anzeigenteil und muss als solche deutlich gekennzeichnet sein. Da Werbung in zunehmendem Maß in Form von "Public Relations" (PR) mit Informationen vermischt ist (PR-Beiträge von Firmen, Verbänden oder Institutionen), hält sich die Redaktion an klare Richtlinien, wie mit solchen PR-Beiträgen umgegangen wird.

Schusterjunge
Fachbegriff aus der Setzerei alter Prägung: Wenn die erste Zeile eines neuen Absatzes am Ende der Spalte steht, sprachen die Setzer von einem "Schusterjungen". Diese verpönte Erscheinung soll auch heute noch nach Möglichkeit vermieden werden.

Supplement
Eine Beilage, die der Verlag als Ergänzung zu seinem Hauptblatt einlegt (zum Beispiel das Fernsehprogramm in der Tageszeitung).

Umbruch
So nannten die Setzer früher die manuelle Zusammenstellung einer Zeitungsseite aus den verschiedenen Artikeln. Heute sagt man dazu Layout; dieses wird vom Redakteur an seinem PC selbst erstellt.

Verlagsbeilage
In sich abgeschlossene Beilage zu speziellen Themen (zum Beispiel Reise, Bauen usw.), die neben den redaktionellen Informationen zum Thema auch Anzeigen enthält.

ZAW
Zentralausschuss der deutschen Werbewirtschaft. Zwischen dem ZAW und den Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern gibt es eine Vereinbarung, wie mit Public Relation (PR) umzugehen ist.

www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
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