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Vorsorgevollmacht
Eine Vorsorgevollmacht wird für eine Person des Vertrauens verfasst, die vermögensrechtliche und persönliche Angelegenheiten für den Aussteller regeln soll, wenn er selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Eine gerichtlich angeordnete Betreuung entfällt hierdurch.

In der Vorsorgevollmacht wird sehr genau festgelegt, welche Bereiche dem Bevollmächtigten (es können auch mehrere explizit benannte Personen sein) übertragen werden. Dies kann von der Erlaubnis, Behördengänge zu erledigen bis hin zur Entscheidung über medizinische Therapien oder die Vertretung vor Gericht reichen. Es genügt nicht, eine Generalvollmacht auszustellen. Die einzelnen übertragenen Aufgabengebiete müssen ausdrücklich benannt sein. Daher ist es auch unabdingbar, dass den Aussteller mit dem Bevollmächtigten ein enges Vertrautheits- und Vertrauensverhältnis verbindet. Der Bevollmächtigte muss zudem schriftlich zustimmen, dass er im Notfall willens ist, die Aufgaben zu übernehmen.

Da es sich bei einer Vorsorgevollmacht um ein Dokument mit sehr weitreichenden Auswirkungen handelt, ist dringend zu raten, für die Erstellung rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das Dokument von einem Notar abzeichnen zu lassen. Diese notarielle Beglaubigung ist bei vermögensrechtlichen Fragen wie z.B. einer Darlehensaufnahme ohnehin erforderlich. Ein solches Vorgehen erhöht zudem generell die Bindekraft des Dokuments. Geldinstitute, aber auch eventuell mit dem Sachverhalt befasste Gerichte prüfen die Vollmachten sehr gründlich, da sie sehr weitreichende rechtliche Folgen nach sich ziehen. Entspricht die Vollmacht nicht den Rechtsstandards, kann sie vielleicht nicht die vom Aussteller gewünschte Bindekraft entfalten.

Ratsam ist zudem, die Vorsorgevollmacht notariell zu hinterlegen. Hierfür hat die Bundesnotarkammer ein Zentralregister eingerichtet. Dort kann die Vollmacht auf dem Postweg oder per Internet registriert werden. Alle Gerichte fragen dieses Register ab, bevor sie eine gerichtliche Betreuung anordnen. So kann der Betroffene sicherstellen, dass seine gewünschte Betreuungsperson im Ernstfall auch benachrichtigt wird. Diese Registrierung ist aber kein Ersatz für die Vorsorgevollmacht selbst. Diese muss immer in schriftlicher Form vorliegen, mit Datum versehen sein und die Unterschrift des Ausstellers sowie des benannten Bevollmächtigten tragen.

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