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Patientenverfügung
Patientenverfügungen sorgen für den Fall vor, in dem ein Patient seine Wünsche nicht mehr selbst formulieren kann. Im Idealfall geben sie möglichst präzise den Willen des Patienten für möglichst viele Behandlungsfragen wider, die sich vielleicht eines Tages stellen.

Da es bei schweren Erkrankungen häufig sehr viele Behandlungsmöglichkeiten mit meist unterschiedlichen Folgen für den Betroffen geben kann, sollte der Verfasser einer Patientenverfügung versuchen, möglichst viele Eventualitäten abzudecken. So können beispielsweise schwere Schmerzmittel zwar Linderung bringen, aber auch die Lebenszeit verkürzen. Der Arzt müsste hier dann bei einem Patienten, der lebensverlängernde Maßnahmen abgelehnt hat, eventuell die Entscheidung treffen, kein Schmerzmittel zu verabreichen. Doch vielleicht hat der Patient genau das gewünscht und nur im Vorfeld nicht bedacht? Oder: Lebensverlängernde Maßnahmen über Geräte werden von vielen Menschen pauschal abgelehnt. Doch was ist mit einem Herzschrittmacher? Er gilt als lebensverlängernde Maßnahme, sein Einsatz ist jedoch meist unproblematisch und üblich. Ihn haben Verweigerer der Gerätemedizin vermutlich nicht im Blick, wenn sie diese pauschal ablehnen.

Wegen solcher Fälle raten Experten dazu, eine Patientenverfügung möglichst detailreich für viele mögliche Ernstfälle auszuformulieren. Es gilt beispielsweise nicht nur festzuhalten, ob generell lebenserhaltende Maßnahmen gewünscht oder abgelehnt werden, sondern auch welche und in welchem Fall. Ähnliches ist für den Einsatz von Schmerzmitteln oder auch bei der Organspende zu bedenken.

Sinnvoll ist es auch, einige Sätze über die generelle Lebenseinstellung zu formulieren: Ist mir ein klarer Geist besonders wichtig, oder würde ich keinesfalls Bettlägerigkeit ertragen? Solche Ausführungen erleichtern Ärzten und Angehörigen im Ernstfall, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Eine Patientenverfügung muss schriftlich abgefasst sowie mit Orts- und Datumsangabe und einer eigenhändigen Unterschrift versehen sein. Voraussetzung ist, dass der Patient bei klarem Verstand war und nicht unter Druck geesetzt worden ist. Ansonsten gibt es keine formalen Anforderungen. Es wird empfohlen, das Dokument spätestens alle zwei Jahre zu aktualisieren, das heißt, es mit dem entsprechenden Datum sowie einer erneuten Unterschrift zu versehen. Hilfreich ist es auch, Angehörige über die Existenz und den Aufbewahrungsort einer Patientenverfügung zu informieren oder einen Zettel mit den entsprechenden Informationen bei sich zu tragen.

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