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Varnhalt fürchtet um Fastnachtsumzug
Ein Bild, das es zumindest im nächsten Jahr nicht mehr geben könnte: Narren in den Straßen von Varnhalt. Foto: co/av
19.09.2017 - 00:00 Uhr
Von Florian Krekel

Baden-Baden - Mehrfach trieben beim Varnhalter Fastnachtsumzug in den vergangenen Jahren betrunkene Störenfriede und Krawallmacher ihr Unwesen und beeinträchtigten den Ablauf und - nach Ansicht der Behörden - auch die Sicherheit der Veranstaltung. Jetzt könnte das Konsequenzen haben. In einem internen Beratungspapier erwägen Polizei und Stadt Baden-Baden unter anderem die Möglichkeit, den Umzug im kommenden Jahr auszusetzen. Im Rebland fürchtet man um die Existenz der Traditionsveranstaltung.

Allen voran Ortschaftsrat Klaus Bloedt-Werner (CDU) ergriff - angestachelt von den Fastnachtsvereinen - in einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Margret Mergen Partei für die Beibehaltung der Veranstaltung: "Es kann und es darf nicht sein, dass es einer kriminellen Minderheit gelingt, langjährige Traditionen und die Arbeit zahlreicher ehrenamtlicher Mitbürgerinnen und Mitbürger kaputtzumachen." Die CDU erwarte ein entschiedenes Handeln von Verwaltung und Polizei.

Doch die sehen in erster Linie die Veranstalter, die Varnhalter Rebschenkele (NCVR) und die Reblandhexen, in der Pflicht. Entscheidendes Problem dabei ist aber die Frage des Hausrechts: Denn das hatten die Fastnachter im öffentlichen Raum bisher nicht zugesprochen bekommen, weshalb sie auch keine Kontrollen von Taschen und Rucksäcken vornehmen duften, wie NCVR-Vize Peter Dresel erläutert. Jetzt fürchtet er ebenso wie Hexen-Vorsitzender Manuel Huck um die Existenz des Fastnachtsumzuges, sollte er, wie von den Behörden angedacht, im kommenden Jahr ausgesetzt werden. "Wenn das passiert, verlieren wir den Umzug auf jeden Fall, weil wir die dann verschärften Vorschriften im darauffolgenden Jahr sicher nur schwer einhalten können. Wir fühlen uns als Veranstalter von Stadt und Polizei alleingelassen", malt Huck ein dunkles Szenario. Ein Jahr habe man am bestehenden Sicherheitskonzept gearbeitet. Der Umzug sei für beide Vereine eine Existenzfrage, schließlich sei er die Haupteinnahmequelle, etwa für die Jugendarbeit, unterstreicht auch Dresel.

Doch das Sicherheitskonzept scheint den Behörden nicht weit genug zu gehen. In dem internen Papier stellen sie konkrete Lösungsvorschläge auf, von denen die weitere Existenz der Veranstaltung abhängen könnte. Dazu gehört etwa der Vorschlag, einen abgesperrten Bereich als sogenanntes Narrendorf auszuweisen und beim Umzug keinen Alkohol mehr zu verkaufen. Das hätte laut dem Leiter des zuständigen Bühler Polizeireviers, Walter Kautz, vor allem den Vorteil, dass die Fastnachter in dem abgesperrten Bereich faktisch das Hausrecht innehaben und somit deutlich mehr Kontrollrechte. Zudem sollten Absperrungen ausgeweitet werden. Da seien die Veranstalter in der Pflicht. "Es kann schließlich nicht sein, dass wir seit Jahren sukzessive die Polizeipräsenz beim Umzug ständig erhöhen müssen."

Von einer Existenzgefährdung des Umzugs will er aber nichts wissen. "Das ist falsch." Die Polizei hätte sich nach den Ausschreitungen in der Vergangenheit mit der Stadt zusammengesetzt und habe Vorschläge erarbeitet, was man tun könnte, um die Situation zu entschärfen. "Und eine der Möglichkeiten ist, den Umzug für ein Jahr auszusetzen, um die Situation zu beruhigen. Das hat in vielen Orten in der Ortenau gut funktioniert." Zu jener Unterredung im Februar waren übrigens auch die Fastnachter eingeladen - "wir konnten aber nicht hingehen, weil wir alle berufstätig sind, und die Stadt die Besprechung nachmittags um 13 Uhr angesetzt hatte", ärgert sich Dresel.

Von der Stadt selbst gab es zu der ganzen Thematik gestern Nachmittag nur eine knappe Antwort: Man verlange von den Fastnachtern ein Sicherheitskonzept, das die Verwaltung prüfe. Zwar würde die Stadt es begrüßen, wenn es den Varnhalter Umzug auch künftig gäbe, bei der Gewährleistung der Sicherheit, sehe man aber die Veranstalter in der Pflicht. Ein weiterer Gesprächstermin zwischen allen Beteiligten ist nach BT-Informationen für den 26. September angesetzt.

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