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Zahl der Wohnungseinbrüche deutlich zurückgegangen
Die Polizei hat nach eigener Aussage die Situation am Augustaplatz im Blick. Foto: Zeindler-Efler/Archiv
29.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Über die aktuelle Sicherheitslage in der Kurstadt berichteten am Montag in der Sitzung des Gemeinderates der Offenburger Polizeipräsident Reinhard Renter und der Leiter des Baden-Badener Polizeireviers, Michael Birk. Beide hatten gute Nachrichten mitgebracht.

"Der erfreuliche Trend von 2016 setzt sich auch in diesem Jahr fort", meinte Birk und verwies darauf, dass man bei der Zahl der an der Oos verübten Straftaten 2017 wohl unter dem Mittelwert der vergangenen Jahre bleibe. Gleichzeitig steige die Aufklärungsquote auf über 60 Prozent.

Bei ihrem Bericht über den Trend im laufenden Jahr vermeldeten die Polizeibeamten auch ein Sinken der Häufigkeitsziffer (Straftaten im Verhältnis zur Einwohnerzahl). Eine Zunahme gibt es allerdings bei der Zahl der Tatverdächtigen.

Ausführlich gingen Birk und Renter auf die Entwicklung in drei Deliktbereichen ein, die für die Polizei im Rahmen verschiedener Maßnahmenpakete zur Senkung der Zahl der Straftaten besonders im Blickpunkt stehen. Dazu gehört der Wohnungseinbruchdiebstahl, der auch stark das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung bestimmt. Hier kann man sich über einen Erfolg freuen, denn für 2017 zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der Wohnungseinbrüche um rund 50 Prozent ab - und dies bei steigender Aufklärungsquote.

Verbessert hat sich die Situation auch bei der Straßenkriminalität - hier wurden weniger Straftaten verzeichnet. Bei den reinen Aggressionsdelikten - dazu gehören Raubüberfälle und Körperverletzungen - gibt es jedoch einen leichten Anstieg, wobei die Polizei aber darauf verweist, dass man weniger gefährliche und schwere Körperverletzungen verzeichnet habe.

Ein Trend zum Rückgang der Straftaten wurde bei den Fahrraddiebstählen und den Diebstählen aus Kraftfahrzeugen festgestellt. Bei der Rauschgiftkriminalität ist hingegen eine andere Entwicklung auffällig, die gekennzeichnet wird von einer deutlichen Erhöhung der Fallzahlen.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen zeigte sich insgesamt erfreut über die Informationen durch die Polizei: "Wir können sehr zufrieden sein. Die Sicherheitslage in Baden-Baden ist stabil mit positivem Trend." In der Kurstadt könne man als Frau unbesorgt allein durch die Allee laufen, sagte Mergen und verwies auch darauf, dass es hier nur sehr wenige Handtaschendiebstähle gebe.

Martin Ernst (FBB) sah die Sicherheitssituation kritischer. Er erzählte von einem Raubüberfall, bei dem die Polizei erst nach 45 Minuten gekommen sei. Schwierig sei die Situation auch am Augustaplatz aufgrund "volltrunkener Leute". Da traue sich doch niemand mehr hin. Rolf Pilarski meinte, dass in Baden-Baden das Sicherheitsgefühl bei Frauen verbessert werden müsse. Gerade ältere Damen würden sich nicht mehr heraustrauen.

Polizeipräsident Reinhard Renter bezeichnete den Vorfall mit der 45-minütigen Wartefrist als nicht nachvollziehbar. Bei einem Anruf sehe man in der Regel schnell, wo er herkomme, und der Rechner könne umgehend das nächste Polizeifahrzeug disponieren.

Der Augustaplatz sei "ein Dauerthema", meinte Revierleiter Birk. Man könne aber nur etwas tun, wenn man bei einem Vorfall sofort verständigt werde. Die Polizei wolle aber den Augustaplatz verstärkt im Blick behalten. Armin Schöpflin (CDU) wollte wissen, ob wieder vermehrt uniformierte Doppelstreifen veranlasst würden. Dazu sagte Renter, dass die Zahl der Fußstreifen wieder nach oben gehen werde.

Stellung nahm Renter eingangs auch zur Frage vom Polizeipostenschließungen. Dauerhafte Stilllegungen von Posten in Baden-Baden seien nicht vorgesehen. Im Sprachgebrauch der Polizei bedeute Postenschließung nur, dass ein Posten vielleicht für einen oder zwei Tage nicht besetzt sei. Welche Anpassungen im Rahmen der Polizeireform noch zu erwarten sind, könne er erst im Mai sagen, wenn das Kabinett darüber entschieden habe. Änderungen würden aber nicht vor dem 1. Januar 2020 umgesetzt.

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