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Grenke: Gesamte Stadt würde profitieren
Wolfgang Grenke und Mark Kindermann (rechts) wollen die Grenke-Bank in der Aumattstraße ansiedeln. Foto: Holzmann
07.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - "Ich werde mich einsetzen für eine gute und schöne Gestaltung", verspricht Wolfgang Grenke mit Blick auf das umstrittene geplante Gewerbegebiet Aumattstraße. Er sei überzeugt, dass die Planung für das Areal zwischen Oosbach und Aumattstraße gut für die Fortentwicklung der gesamten Stadt sei, sagt der Unternehmer und IHK-Präsident, dessen Grenke-Bank einer der Hauptnutzer der neuen Gebäude werden soll.

Natürlich verstehe er auch Bedenken von Anwohnern, betont Grenke beim Blick auf die aufgekommene Diskussion über Dichte und Höhe der geplanten Bebauung und über bestehende und künftig eventuell sich noch verschärfende Verkehrsprobleme. Diese Bedenken gelte es, in der Planung zu berücksichtigen. Am Ende müsse ein Ergebnis stehen, das eine klare Fortentwicklung für den Stadtteil und auch für seine Bewohner darstelle.

Insgesamt könnten dort, falls die Pläne realisiert werden, bis zu 13000 Quadratmeter Büroflächen entstehen. "Wir haben derzeit Bedarf an 2500 Quadratmetern zusätzlicher Fläche", sagt Mark Kindermann, Personalvorstand der seit Jahren wachsenden GrenkeAG. Etwa 400 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen derzeit in Baden-Baden. In zehn Jahren könnten es 800 sein, meint Grenke. Mit Blick auf das zu erwartende weitere Wachstum würde das Unternehmen nach seinen Worten gerne bis zu 5000 Quadratmeter der geplanten Flächen übernehmen. "Wir planen, die Grenke-Bank dort anzusiedeln", sagt er. Die Online-Bank ist seit neun Jahren Bestandteil der Firma und eröffnet demnächst eine Filiale in der Innenstadt.

Und die restlichen Büroflächen? Aus denen könnte man einen Campusbereich für neue Firmen aus dem Dienstleistungssektor machen, meinen Grenke und Kindermann. Für Unternehmen, die gerade der Gründerphase entwachsen seien, seien die dort geplanten Gewerbeflächen ideal. Zudem biete die Lage die Möglichkeit, Wohnen und Arbeiten eng zu verzahnen, eine Anforderung, die künftig auch für die Mitarbeiter immer wichtiger werde, betont Kindermann.

Und die Bedenken der Anwohner? Grenke glaubt fest daran, "dass am Ende auch die Menschen, die dort wohnen, etwas davon haben werden". Ein solches Projekt erhöhe den Wert der Grundstücke in der Umgebung. "Das strahlt ab", meint er. Die Verkehrsprobleme seien in den Griff zu bekommen durch Einsatz einer neuen, intelligenten Ampelsteuerung am Ebertplatz und am Verfassungsplatz, bei der der Verkehrsfluss vorab gemessen werde und die Ampeln entsprechend reagierten. Mit Greenway Systems habe man sogar eine Firma vor Ort, die sich mit dem Thema beschäftige und deren Know-how man nutzen könnte, regt er an.

"Und die Gebäudehöhen, die muss man eben vertraglich festlegen", sagt Grenke. Da müssten Verwaltung und Gemeinderat eine Höhe mit Investor Martin Dietrich vereinbaren. Durch gestaffelte Bebauung mit höheren Gebäuden zum Ebertplatz hin und niedrigeren in der Aumattstraße könnte man das Projekt seiner Meinung nach architektonisch verträglich hinbekommen. Auch die Parkprobleme im Viertel müssten gelöst werden. Dabei könnte die geplante Tiefgarage unter den neuen Gebäuden eine große Rolle spielen. Eine gute Gestaltung der Pläne sei ihm wichtig, sagt Grenke. "Das hat doch auch beim LA8 geklappt, und das wird auch hier klappen", erinnert er an das gelungene, von ihm initiierte Museumsbauwerk in der Lichtentaler Allee.

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