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Aufbruchstimmung im Rebland
Der Arbeitskreis rund um den Vorsitzenden des Fördervereins Klaus Bloedt-Werner (Dritter von rechts) präsentiert Plakat und Prospekt. Foto: Nickweiler
17.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Anschaulich wirbt der Förderverein Wein, Tourismus, Kunst und Kultur im Rebland mit einem Prospekt für die erste große Weinveranstaltung in diesem Jahr - den "Tag des offenen Weinkellers" am 25.März. Die Broschüre, in der sich jedes Weingut mit einem Kurzporträt vorstellt, ist Ausdruck der Aufbruchsstimmung einer neuen optimistischen Generation von Winzern.

Mehr als 2500 Exemplare bringt der Förderverein in den nächsten Tagen in Umlauf. Neben der Verteilung bunter Plakate mit Motiven zum Thema Wein und Rebland setzt der Verein auf kostenlose Veranstaltungshinweise, um den Wein-Tag zu bewerben.

Bei einer offiziellen Vorstellung der Broschüre informierte der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Bloedt-Werner, auch über den geplanten Ablauf des ersten Tages der offenen Weinkeller, zu dem auch Oberbürgermeisterin Margret Mergen eingeladen wurde.

An diesem Tag präsentiert das Rebland den Gästen seine geballte Weinkompetenz. Von 11 bis 18 Uhr demonstrieren 16 Weinerzeuger interessierten Besuchern bei Rundgängen durch die Produktionsanlagen und Weinkeller den Weg der Trauben ins Glas. Ebenso bringt sich die hiesige Gastronomie ein. Die Gastwirte bestreiten - teilweise auf den Weingütern - den Küchenpart und werden die Gäste kulinarisch verwöhnen.

Den Besuchern soll beim "Tag der offenen Weinkeller" ein Blick auf die Personen gewährt werden, die mit ihrem Tun und ihrer individuellen Geschichte hinter dem Weinbau stehen. Denn beim ersten Wein-Event auf dem Neuweierer Hohenacker im vergangenen September hätten die mitwirkenden Winzer die Erfahrung gemacht, dass die Gäste den persönlichen Charakter, die direkten Gespräche mit den Weinbauern bei der Veranstaltung besonders geschätzt hätten, berichtete Bloedt-Werner. Deshalb warten die Weingüter mit verschiedenen Ideen auf, wie sie Interessierten die Weinherstellung als Erlebnis präsentieren können. Hierzu gehört beispielsweise die Atmosphäre der Produktionshallen in verschiedenen Größen, angefangen von Traubenpressen über Abfüll- und Etikettier-Anlagen bis hin zu den Barrique-Lagern und den großen Tanks von mehreren Tausend Litern Wein.

Erstmals stellen sich kleinere private Weinbaubetriebe vor, die bisher der Öffentlichkeit verborgen geblieben sind. Mit dabei ist auch ein aktuell prämierter Bio-Weinbetrieb aus Sinzheim-Ebenung. Zwei Ebenunger Weingüter gehören weinbaugeografisch zum Rebland dazu, erklärte der Vorsitzende, da deren Reben teilweise auf Rebländer Gemarkung gedeihen würden und die Winzer ohnehin Vereinsmitglieder seien. Gleichermaßen verhält es sich mit einem Bio-Weinbaubetrieb aus Haueneberstein, der sich zusammen mit einem Varnhalter Weingut präsentieren wird.

Manche Winzerhöfe werden ihre Gäste mit Musik unterhalten. Wer will, kann bei Weinproben bereits die 2017er Jungweine kosten, informierten die anwesenden Winzer bei der Programmpräsentation. Ein Likörbrenner und ein Gin-Hersteller werden Einblicke in ihre Brennerei gewähren, und wer sich aktuell über die brisante Thematik zu Bienen informieren will, für den stehen in Steinbach zwei Imker Rede und Antwort.

Mit dem vorbereiteten Programm sind die Veranstalter vom Wetter unabhängig. Dennoch: Sonniges Wetter würde vor allem Wanderfreudige oder Radausflügler aus nah und fern anlocken, zeigten sich die Organisatoren überzeugt.

Klaus Bloedt-Werner betonte, dass jeder Weinbaubetrieb für das eigene Programm verantwortlich sei, jeder Winzer könne selbst entscheiden, ob er für Weinverkostungen einen Beitrag erhebe. Jedenfalls zahlt jeder Teilnehmer eine Gebühr von drei Euro (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei), hierin sind - je nach Betrieb - ein kleiner Willkommenstrunk sowie Rundgänge enthalten. Die Teilnahmekarte, die als Armbändchen um das Handgelenk befestigt wird, berechtigt außerdem zur Fahrt mit einem Pendlerbus.

Zwei Busse mit Platz für jeweils 25 Personen werden an dem Sonntag die Gäste im zirka 30-minütigem Rhythmus von einem Weingut zum nächsten befördern. Der erste Bus startet um 11Uhr auf dem Platz vor der Baden-Badener Winzergenossenschaft (WG) in Neuweier. Der Vorteil: Da die Weingüter an diesem Tag per Sondergenehmigung Wein verkaufen dürfen, haben die Besucher die Möglichkeit, ihre Weinkäufe mit dem Bus zu ihrem Ausgangspunkt transportieren zu lassen. "Der Tag der offenen Weinkeller soll keine karitative Veranstaltung sein. Die Winzer wollen Wein verkaufen", unterstrich der Vorsitzende.

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