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Besucher feiern Klangvielfalt des Orchesters
20.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Der Frühling "blinzelte" beim Jahreskonzert der Stadtkapelle Steinbach nicht nur optisch, ob des bunten Blumenschmucks, sondern auch akustisch aus allen Ecken der Meister-Erwin-Halle in Steinbach. Opulent interpretierte Werke, meisterhaft gespielte Soli, dargeboten mit einer virtuosen Leichtigkeit: So präsentierte sich das von Dirigent Stefan Seckler geleitete Blasorchester am Samstagabend.

Viele Besucher in einer bis auf den letzten Platz besetzten Meister-Erwin-Halle erfreuten sich unter dem Motto "Geschichte und Geschichten" an den gewinnenden Melodien, die Stefan Seckler mit den Orchestermusikern in diffiziler und wochenlanger Detailarbeit einstudiert hatte.

Erste musikalisch strahlende Momente erlebte das Publikum bereits zu Beginn des Programms, als elf Trompeter vor der Kapelle eine grandiose Eröffnungsfanfare bliesen. Die majestätischen Klänge lenkten mit dem Titel "Olympische Fanfare" den Blick zurück auf die Olympischen Spiele von 1984.

Gänsehautmomente erzeugte die musikalische Dichtung von Johan de Meij über das Naturschutzgebiet "Catskills" im Osten der Vereinigten Staaten. Das mehr als achtminütige Werk gab die Geschichte europäischstämmiger Siedler wieder. Mit einem erzählerischen Moment symbolisierte ein Bassklarinetten-Solo die emsige Arbeit. Rasselnde Ketten und Hammerklänge verwiesen auf europäisch importierte Handwerkskünste und ein einsam klingendes Es-Horn-Solo ließ einen Hauch Melancholie der ernüchterten Siedler aufkommen. Insgesamt ein bestens interpretiertes Werk, das die Klangvielfalt der Kapelle treffend wiedergab.

Zu den moderneren Kompositionen, die selbst in die Musikgeschichte eingegangen sind, zählen neben den dargebotenen dramatischen Melodien zum Untergang des Ozeanriesen Titanic zweifelsohne das "Symphonische Porträt von Ennio Morricone", dem Erzähler von Italo-Western-Musik schlechthin. Bei einer überzeugenden Inszenierung entführten die rund 70Musikerinnen und Musiker das Publikum akustisch in die Welt galoppierender Pferde, staubiger Saloons und rauchender Revolver inklusive aufschreckend scharfer Einwürfe an den Trompeten und am Schlagwerk im Takt knallende Pistolen.

Eine Sternstunde der Percussionabteilung stellte ohnehin ein Musikstück dar, das musikalisch kleinere Geschichten aus Afrika erzählte. Für die Zuhörer eröffnete sich mit Klangröhren, Regenrohren und perlenden Tönen an den Klarinetten und Flöten eine unbeschreiblich aufregende Klangkulisse. Vier schnell bespielte Handtrommeln gleich zu Beginn von "African Harmony" zündeten schlagartig eine Hochstimmung beim Publikum. Ein musikalisches Frühlingsfest erzählte klanglich den Abschied des Winters und schürte die Ungeduld der Konzertbesucher auf den herbeigesehnten Frühling. Dem Schwätzchen am Gartenzaun huldigten Kathrin Graf, Julian Baader und Ferdinand Wittenzellner mit einem brillanten Solo an drei Xylofonen. Am Ende der Darbietung gab es für die Solisten Bravorufe, eine Zugabe und einen lobenden Händedruck vom Kapellmeister im Frack.

Mit einem Medley aus Walt Disneys "Mary Poppins" folgte ein unvergessliches Wiederhören bekannter Melodien, wie "Chim Chim Cheree". Auch erinnerte der ferne Glockenklang an die Musik von "Feed the birds". Die zarten Töne der Oboe bereicherten das Potpourri, und ein tänzelnder Schlagzeuger am Schellentamburin wusste sich bestens zu inszenieren. Moderator Frank Stemmle führte mit kurzen, aber prägnanten Beiträgen das Publikum durch das Programm.

Zum Ende überzeugte die Kapelle mit der beim Marsch "Washington Post" zum Ausdruck gebrachten Spielfreude.

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