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Außergewöhnliches Klangerlebnis für alle Sinne
Mit dem Percussion-Duo Vanessa und Jessica Porter und dem Countertenor Nils Wanderer bot Alex Vaughan (rechts) ein außergewöhnliches Abschiedskonzert.  Foto: Brüning
28.03.2018 - 00:00 Uhr
Von Gisela Brüning

Baden-Baden - Obwohl Alex Vaughan, als Baldreit-Stipendiat seit Oktober vergangenen Jahres in Baden-Baden, mit seiner Frau Young-Jea Chun und seit Februar mit Söhnchen Mikaia nur zu gern an der Oos geblieben wäre, nahte zum Monatsende der Abschied von der liebgewordenen Umgebung, den neuen Freunden und den idealen Arbeitsbedingungen eines Stipendiaten. Doch nicht etwa "leise weinend" verabschiedete sich der gebürtige Australier, Jazz-Posaunist und Absolvent des Diplomstudiengangs Komposition an der Hochschule für Musik in Weimar. Nein, gemeinsam mit den Schwestern Jessica und Vanessa Porter, Schlagzeugerinnen aus Stuttgart, und dem Countertenor Nils Wanderer bereitete er dem zahlreich im Café Kunsthalle versammelten Publikum ein Abschiedskonzert, das niemand so schnell vergessen wird.

Zwei Marimbaphone größten Ausmaßes, ein ebenfalls imposantes Vibrafon, 13 Trommeln, ein Arsenal diverser Schlaginstrumente und nicht zuletzt die Posaune von Alex Vaughan schufen ein Klangerlebnis, das alle Sinne gefangen nahm. Musik müsse nicht immer Melodie und Harmonie ausdrücken, erklärte Vaughan eingangs. "Klang" sei das Element, mit dem er aus tief christlicher Gesinnung beweisen wolle, wie genial Gottes Schöpfung sei. Alles, was Töne von sich gebe, sei geeignet, vergleichbar mit der Palette eines Malers, zu Kompositionen verschmolzen zu werden. Zum Beweis nahm er seine Posaune auseinander und demonstrierte die Klangäußerungen der einzelnen Bauteile.

Die Hauptrolle spielten an diesem Abend aber die beiden Percussion-Schwestern Jessica & Vanessa, Bundespreisträgerinnen bei "Jugend musiziert", die mit ihrer atemberaubenden Agilität musikalischer Vollblüter aus einer Musikerfamilie stammend, im klanglichen Rhythmus ihrer acht Schlägel den begrenzten Raum zu sprengen schienen. Nicht alle zehn Beiträge des Programms stammten aus der Feder von Vaughan.

"Memories of the Seashore" des Japaners Keiko Abe zeichnete im dynamischen Wechselrhythmus das Spiel der Gezeiten. Kaum mit den Augen zu verfolgen, wirbelten die Finger der Musikerinnen, um je vier Schlägel zielsicher auf die hölzernen Klangplatten der Marimbaphone, die metallenen des Vibrafons niedersausen zu lassen. Mit einer anmutigen Choreographie brachten sie die fünf, respektive drei Oktaven in unzähligen Nuancen zum Klingen. "Rhythm is it" hätte man nach Simon Rattle zitieren können, als die Pantomime der beiden ein wildes Ballspiel vorgaukelte.

"Tempi und Modulation" gab Alex Vaughan als Schlüssel seiner Komposition "Disintegratory Modulation" an, die die beiden Musikerinnen lautstark als dynamisches Statement von 13 Trommeln hören ließen.

Mit Sola legte der Komponist Vaughan ein weiteres christliches Bekenntnis ab. "Sola Fides" und "Sola Scriptura", Martin Luthers Forderung "Allein durch den Glauben, allein die Schrift" sang, stammelte, wimmerte der Countertenor Nils Wanderer händeringend in Vokalisen, gebrochenen Silben und in Skat- Songs über das Ringen um den Glauben, bevor er zu Boden ging. Die Geräuschkulisse kam von diversen Percussionsinstrumenten.

Mit diesem Konzert hat Alexander Vaughan einen Abschied von seinem Baldreit-Aufenthalt geboten, der lange in Erinnerung bleiben wird.

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