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Naturkindergarten Schweigrother Matten: Anwohner haben Fragen
11.04.2018 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (hez/hol) - Der Gemeinderat billigte am Montagabend die Einrichtung von zwei Naturkindergärten: in den Schweigrother Matten - Träger ist hier die Arbeiterwohlfahrt - und durch das Pädagogium auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände. Dabei zeigte sich, dass im ersten Fall für Anlieger noch Fragen offen sind.

Bei einem Naturkindergarten treffen sich die Kinder mit den Betreuungskräften täglich zu jeder Jahreszeit und bei fast allen Witterungsverhältnissen in der freien Natur. Auf dem dafür festgelegten Areal muss sich allerdings eine beheizbare Schutzhütte befinden. Beide Naturkindergärten sollen aus jeweils einer Gruppe mit 20Kindern bestehen.

Beim Projekt auf dem früheren Gartenschaugelände, das bei der Sitzung des Gemeinderats nicht weiter diskutiert wurde, soll die Naturgruppe dem Haus des Kindes im Pädagogium zugeordnet werden. Beim Vorhaben im Bereich der Schweigrother Matten gibt es hingegen offensichtlich noch Klärungsbedarf. Hier soll die Naturgruppe als Teil des AWO-Kindergartens "Le Petit Prince" geführt werden. Das Gelände wird über den Molière-Weg erreicht, zur Schutzhütte wird die ehemalige sogenannte Raupenhalle umgebaut (wir berichteten). Drei Anwohner aus dem Molière-Weg meldeten sich in der Bürgerfragestunde zu Wort. Sie wollten wissen, was genau geplant ist und auf welche Weise die Angrenzer beteiligt werden sollen. "Wir haben das alles erst aus dem BT erfahren", sagte eine Anwohnerin. "Wie wird die An- und Abfahrt geregelt sein?", fragte einer. Ein weiterer Bürger wies darauf hin, dass das Areal "Schweigrother Matten" ein Naturschutzgebiet sei, und wollte wissen, ob sich das mit der Nutzung als Kindergarten vertrage. "Wir werden Sie in die Planung mit einbeziehen. Eine Anhörung der Angrenzer ist geplant", meinte Baubürgermeister Alexander Uhlig. Wie berichtet, soll der Kindergartenbetrieb dort aber schon im Spätsommer aufgenommen werden.

Auch Stadtrat Ansgar Gernsbeck (CDU) wollte wissen, wie die Kinder auf das Naturgelände kommen und ob zusätzlicher Verkehr in den Molière-Weg gezogen wird, bei dem es sich um eine Sackgasse ohne Wendehammer handelt. Bürgermeister Roland Kaiser betonte, dass es keinen Verkehrszuwachs geben werde. Die Kinder sollten sich im Bereich der Schwarzwaldstraße treffen und dann gemeinsam mit den Betreuungskräften hochlaufen.

Gernsbeck gab allerdings zu bedenken, dass die Idee mit der Schwarzwaldstraße möglicherweise nicht funktioniere. Die Kinder würden mit Autos gebracht, und da brauche man einen Treffpunkt, wo auch Fahrzeuge halten könnten. Kaiser versicherte: "Das haben wir im Blick. Es wird sicherlich keinen Sammelplatz am Ende einer Sackgasse gebe."

Oberbürgermeisterin Margret Mergen freute sich, dass durch die beiden Naturkindergärten das Betreuungsangebot in Baden-Baden erweitert werde. Die Stadt lässt sich dies im Jahr 2018 insgesamt 270000Euro (Investitionsmittel und Personalkostenzuschüsse) kosten.

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