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Hauptstraße: Vollsperrung bei Sanierung
13.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Christa Hoffmann

Sinzheim - "Was wird da gemacht, nur der Gehweg von der Hauptstraße?" Diese und viele weitere Fragen der knapp 30 Interessierten an der Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Sanierung des Ortskerns sind am Mittwochabend im Bürgersaal des Sinzheimer Rathauses beantwortet worden. Es ging um die Erneuerung der Hauptstraße ab der Kreuzung Haupt-/Erlen-/Friedhofstraße bis zur Kreuzung Hauptstraße/Eisenbahnstraße bei der evangelischen Kirche.

Die Gesamtkosten liegen bei 900000 Euro. Es gibt Fördermittel, die bis 2020 beansprucht werden müssen, erklärte Bauingenieur Klemens Mercsanits nach der Begrüßung von Bürgermeister Erik Ernst. In der Summe nicht enthalten ist der vom Gemeinderat gewünschte zeitnahe barrierefreie Ausbau der Kreuzung Hauptstraße/Eisenbahnstraße. Dieser stieß am Mittwochabend auf positive Resonanz. Wie berichtet, wird die Hauptstraße, die hier 7,50 Meter breit ist, diagonal gepflastert und erhält einen Bordstein in Höhe von etwa vier Zentimetern.

Neun wechselseitig angeordnete Parkplätze sind vorgesehen, teilweise begrünt. An diesen Stellen bleiben für die Fahrbahn 5,50 Meter Breite übrig. Ein Anwohner gab zu bedenken, dass die vorgesehenen Bäumchen nicht zu groß und sichtbehindernd werden dürften und das Fundament nicht in die Hofeinfahrten hineinragen solle. Der Bürgermeister erklärte, dass man alle Anregungen gerne aufnehme, gab aber zu bedenken, dass eines der Sanierungsziele die Verschönerung und damit die Aufwertung des Ortsbildes sei.

Die Bushaltestelle in Höhe der evangelischen Kirche wird laut Mercsanits ein paar Meter nach Süden verlegt und erhält einen Wetterschutz, die Bushaltestelle gegenüber wird - entgegen der Annahme der Verwaltung - nicht barrierefrei ausgebaut, da sie gar nicht mehr gebraucht wird.

Die drei Teilabschnitte der Sanierungsmaßnahme finden statt:

22.Oktober bis 8.Februar 2019, 75 Meter, Erlenstraße bis Metzgerei Drapp

11.Februar bis 14.Juni 2019, 100 Meter

17.Juni bis 20.September 2019, 85 Meter.

Die Kanalanschlüsse seien überprüft worden, erklärte der Planer. Hier seien keine Maßnahmen zu erwarten. Später könne man auf Robotertechnik zurückgreifen. Keinen Bedarf gebe es in den Bereichen Telekommunikation, Gas und Kabel. Im Mai soll die Entwurfsplanung im Gemeinderat besprochen werden.

Auch über praktische Fragen sprach der Planer. Wer Heizöl, Möbel oder andere schwere Güter benötige, wurde gebeten, zu berücksichtigen, dass die Straße während der Bauarbeiten abschnittsweise voll gesperrt werden müsse. Für die Müllentsorgung würden Sammelstellen eingerichtet, zu denen die Müllbehälter - möglichst gekennzeichnet - zu bringen sind. Über Details würden die Anwohner aber rechtzeitig informiert. Älteren Bewohnern würden die Bauarbeiter beim Transportieren der Tonnen helfen, berichtet der Experte.

Wer weiterer Hilfe bedürfe, Essen auf Rädern bekomme oder regelmäßige Arztbesuche erwarte, solle dies der Gemeindeverwaltung mitteilen, die sich dann um eine reibungslose Abwicklung kümmere. Es gibt auch (eingeschränkt) Parkmöglichkeiten mit Berechtigungsschein, da ja während der Bauzeit Stellflächen wegfallen. Der Parkausweis könne im Bürgerbüro abgeholt werden, erklärte Bauamtsleiter Richard Hörth. "Fußgänger und Radfahrer kommen in der Regel immer durch", sagte Mercsanits, "aber Autos schon mal drei oder vier Tage nicht." Auf Nachfrage betonte Hörth, dass im Notfall Rettungsdienste Zufahrt hätten.

Mehrere Bürger kritisierten das hohe Verkehrsaufkommen, sprachen von gefährlichen Situationen und sorgten sich vor allem um die Sicherheit der Kinder. Der Wunsch nach Tempo 30 kann wohl nach dem Umbau im Bereich des dritten Bauabschnitts der Hauptstraße erfüllt werden, hieß es, nicht aber nördlich der Eisenbahnstraße in Richtung Kreisel bis zur Dr.-Wolman-Straße. Das sei angesichts der Richtlinien nicht umsetzbar, betonte Bürgermeister Ernst mehrfach. Wenn irgendwann Geld für eine Sanierung dieses letzten, noch ausstehenden Sanierungsabschnitts da sei, gebe es aber wohl gute Chancen für Tempo 30.

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