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Parksituation im Blickpunkt des Interesses
Oberbürgermeisterin Margret Mergen (Zweite von links) am Donnerstagnachmittag beim Ortsrundgang mit Bürgern durch Balg.  Foto: Gareus-Kugel
14.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Baden-Baden - Geballter Sachverstand traf in Balg am Donnerstag auf großes Bürgerinteresse. Eine große Runde machte sich im Beisein von Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Stadträten und Sachgebietsleitern auf, die im März bei der Bürgerversammlung zum Teil leidenschaftlich diskutierten Themen im Rahmen eines Ortsrundgangs in Augenschein zu nehmen.

Von besonderem Interesse war die örtliche Parksituation in der Balger Hauptstraße, insbesondere im Bereich der Klinik Balg. Zugeparkte Ausfahrten, fremdbelegte Privatparkplätze, die Nichtbeachtung von Verkehrsschildern: So lauteten die Vorwürfe damals bei der Bürgerversammlung. Als Verursacher machten die Beschwerdeführer Mitarbeiter der nahen Klinik wie auch Klinikbesucher aus.

Dieser Zustand soll nach Aussage von Jürgen Jung, dem Geschäftsführer des Klinikums Mittelbaden, und Christine Neu, kaufmännische Direktion, bald der Vergangenheit angehören. Die jüngst durchgeführten Versuche mit Shuttlebussen ab dem Cineplex-Parkhaus (dort sollen 70 Stellplätze für Mitarbeiter angemietet werden) und einer Parkfläche am Schweigrother Platz (dort ist die Anmietung von 30 Stellplätzen vorgesehen), verliefen vielversprechend, erläuterten Jung und die OB. Mit dieser Maßnahme (wir berichteten) könne das Klinikum 100 zusätzliche Parkplätze zu den bereits vorhandenen 650 Klinikparkplätzen generieren. "Damit hoffen wir den Druck herauszunehmen", so Jung. Zudem werde in zwei Jahren die Krankenpflegeschule auf den Annaberg umziehen, was eine zusätzliche Entlastung bringen könnte.

Am 2. Mai beginnen die Sanierungsarbeiten im Untergrund der Balger Hauptstraße, Ecke Ziegelweg. Die genauen Modalitäten wurden dazu, wie schon mehrfach berichtet, von Daniel Wöhrle, dem stellvertretenden Leiter des Fachgebiets Tiefbau und Baubetrieb und Manfred Schmalzbauer, Leiter des Fachgebiets Straßenverkehr, dargelegt. Während der dreiwöchigen Vollsperrung wird der Verkehr über die Baumackerstraße umgeleitet. Die Verkehrsführung ist auch für Busse machbar, wie es hieß.

Einen kritischen Blick gönnte die Runde auch der insbesondere in den Morgenstunden oft prekären Parksituation vor dem Clemens-Weis-Haus. In dem Gemeindehaus neben der Balger Kirche St. Eucharius residiert derzeit der Kindergarten St. Felix, zumindest solange bis der neue fünfzügige Kindergarten im Keltenweg fertiggestellt ist. Insgesamt besuchen 50Kinder die Betreuungseinrichtung. Der Hol- und Bring-Service der Eltern sorgt regelmäßig für Chaos auf dem Platz. Das am Morgen dort geltende Parkverbot wurde eigentlich dafür eingerichtet, um Schulbussen die Möglichkeit zu geben, dort zu halten. Diese müssten jedoch aufgrund des vorherrschenden unfreundlichen Parkverhaltens, zum Halten auf die Straße ausweichen. Es können auch die Parkplätze hinter dem Gemeindehaus genutzt werden. Daran erinnerte eine Mutter. Mit Ermahnungen, Kontrollen und in der Schule sowie dem Kindergarten ausgelegten Flyern will man die Autofahrer für die Situation sensibilisieren.

Ein brachliegendes Baugrundstück, angrenzend an den Pfarrweg, war die letzte besuchte Örtlichkeit der Gruppe. An dieser Stelle sollten eigentlich schon zwei Mehrfamilienhäuser stehen, hieß es. Warum dort nichts geschieht, ist auch Mergen rätselhaft. Die Verlängerung der Baugenehmigung liegt vor, so die OB.

Im Anschluss an den Ortsrundgang trafen sich Teilnehmer im Gemeindehaus zu einem nochmaligen Gedankenaustausch, auch um festzustellen, was die Pluspunkte des Ortes sind - wie unter anderem die Lage, die Nähe zur Stadt und zur Autobahn. Als weniger positiv beurteilte die Teilnehmerrunde eine nicht ausreichende Tagesbetreuung für Kindergartenkinder oder die zeitliche Begrenzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Ein interessanter Vorschlag galt der Erweiterung des Ganztages-Angebots für Kindergarten- und Schulkinder. Ab einer Anzahl von zehn Kindern in der Nachmittagsbetreuung könnte für diese Mittagessen in der benachbarten Gaststätte organisierte werden.

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