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Bedürftige Senioren sollen verbilligt mit Bus fahren
Bedürftige Senioren sollen verbilligt mit Bus fahren
26.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Senioren, die von HartzIV leben, sollen künftig einen Anspruch auf eine verbilligte Busfahrkarte haben. Das schlägt die Stadtverwaltung vor. Der Sozialausschuss wird bei seiner Sitzung am 2.Mai über die Einführung des Sozialtickets in der Kurstadt diskutieren.

"Die Verwaltung schlägt den Einstieg in ein Sozialticket vor", heißt es in den Sitzungsunterlagen. Der Zuschussbetrag soll demnach zunächst auf 15 Euro monatlich begrenzt werden. Die Finanzierung des Seniorentickets des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) sei für die Betroffenen damit zuzüglich des Eigenanteils aus dem Regelsatz möglich. Das Seniorenticket, mit dem man im gesamten KVV-Netz unterwegs sein darf, kostet im Monat 45 Euro. 30 Euro müssten die Senioren also selber zahlen.

Langgehegter Wunsch der Sozialverbände

Damit könnte ein seit vielen Jahren gehegter Wunsch der Baden-Badener Sozialverbände in Erfüllung gehen. Diese hatten 2011 erstmals die Einführung einer finanziellen Vergünstigung für Bedürftige gefordert, um deren Mobilität zu verbessern. Die Forderung damals blieb jedoch ohne Resonanz. 2015 waren es dann die Grünen im Gemeinderat, die die Einführung eines verbilligten Tickets forderten. Der damalige Sozialbürgermeister Michael Geggus (SPD) sprach sich dann aber aus Kostengründen gegen das Projekt aus.

Zuletzt hat die SPD-Fraktion selbst die Einführung des Sozialtickets gefordert. Alle Empfänger von Sozialleistungen sollten demnach berechtigt sein, ein verbilligtes Busticket zu beziehen. Die SPD forderte, 250000 Euro im Jahr für diesen Zweck im städtischen Haushalt einzuplanen.

So weit will die Stadtverwaltung erst einmal nicht gehen. Allerdings steht man unter der Leitung des neuen Sozialbürgermeisters Roland Kaiser (Grüne) dem Thema offen gegenüber. So soll mit dem Zuschuss fürs Seniorenticket ein Einstieg in das Thema gewagt werden. Senioren, die das Thema betrifft, sollen bei der Verwaltung einen Familienpass beantragen. Wie teuer das für die Stadt wird, ist laut Unterlagen schwer vorherzusagen. Es könne nicht beurteilt werden, wie viele Personen das Ticket tatsächlich nutzen und ob die Nutzung nur monatsweise oder ganzjährig erfolgt.

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