Baden-Badener im "Hotel Herzklopfen": Funkt es mit Astrid?
Hat Spaß beim Dreh: Rolf Teckhaus. Foto: Gareus-Kugel
17.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Baden-Baden - "Hotel Herzklopfen - spät verliebt", lautet der Titel einer sechsteiligen Dating-Reihe in SAT.1. Am kommenden Sonntag wird die letzte der sechs Folgen ausgestrahlt. Der 72-jährige Rolf Teckhaus aus Baden-Baden ist einer der Kandidaten.

Es wird sich zeigen, ob die Schmetterlinge im Bauch jenseits der 60 stark genug sind, um aus Singles Paaren zu machen. Rolf Teckhaus ist einer der zwölf Männer und zwölf Frauen, die sich den Reiseleitern und Moderatoren der Kleinserie Sarah Mangione, Daniel Boschmann und Lutz van der Horst in Bergün in der Schweiz anvertraut haben. Die Idee, den Vater oder Opa zum Casting für dieses Format anzumelden, hatten Enkeltochter und Tochter. Sie verkündeten ihm die freudige Botschaft während eines Frühstücks - Widerstand zwecklos. Also sagte sich der spätere Kandidat: "Ich bin Rentner, was habe ich schon zu verlieren?"

Die Gegend, in der sich die Single-Gesellschaft während der Dreharbeiten aufhielt, kennt Rolf Teckhaus aus früheren Ski-Urlauben recht gut. Was er natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht überblicken konnte, war, was nach dem erfolgreich absolvierten Casting dort auf ihn zukommen sollte auf der Jagd nach dem großen Liebesglück.

Der 72-Jährige ist ein eloquenter Gesprächspartner, der interessante Geschichten zu erzählen hat. Und sein Leben verlief nicht immer geradlinig. Manches, wie der Unfalltod seiner Frau um Mitternacht auf einer Landstraße - die Tochter war gerade erst zwei Jahre alt -, war schwer zu ertragen. Die Träume von einer Karriere als Jurist konnte er damals begraben. "Schließlich hatte ich eine Familie zu ernähren, und es musste Geld reinkommen", erzählte der gebürtige Nordhesse dem BT. "Ich habe ein abenteuerliches Berufsleben hinter mich gebracht", meinte Teckhaus, das ihn schon während des Jurastudiums nach Saudi Arabien und später unter anderem nach New York und eben nach Baden-Baden geführt hatte. Als Verkaufsdirektor bei Juvena arbeitete er sich in die Welt der Schönheit ein. Der Handel mit Parfümölen brachte dem jungen Vater die Selbstständigkeit.

Mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen blickt der Single auf den Produktionsanfang und das erste Zusammentreffen mit seinen Mitstreitern. "Ein fester Kern aus sechs bis sieben Personen hat sich recht schnell zusammengefunden, der sich sofort sympathisch fand", sagt er. Die Zielgruppe des Fernsehformats sind Personen zwischen 60 und 80 Jahren unterschiedlichster Berufe und Bildung. Am ersten Tag waren die Gruppen streng nach Geschlechtern getrennt und in unterschiedlichen Hotels untergebracht. Erst am zweiten Tag zogen die Frauen in dasselbe Hotel wie die Männer ein. Auf dem Anhänger eines Treckers wurden die Kandidatinnen zum Hotel gebracht, ein Riesenspaß.

Eine der Frauen fiel Rolf sofort ins Auge: Astrid, ein echtes Nordlicht, große Statur und von ausgesprochener Direktheit. Auch wenn Rolf nicht sofort ihren Vorstellung entsprach, denn eigentlich wünschte sie sich einen Nichtraucher, fand man sich sofort sympathisch. Auf seinen Hinweis hin, dass er Raucher sei, antwortete die Dame ungerührt: "Bei ihnen riecht man es aber nicht." Auch seine guten Manieren hinterließen einen nachhaltigen Eindruck bei der Hamburgerin.

Mit leichtem Schrecken erinnert sich Rolf Teckhaus an die Tretbootfahrt über den Bergüner See. Ziel des ersten Tauglichkeitstests als Paar war ein idyllisch auf einer Alm gelegenes Chalet, das romantischer nicht hätte sein können, "und mit einem Badezimmer, eines Brenners würdig", meinte Rolf Teckhaus. Er und Astrid waren das erste Paar, das für eine dortige Übernachtung ausgewählt wurde. Was in dem Chalet geschah, blieb ein Geheimnis. Moderatorin Sarah Mangione, sie kam am nächsten Morgen zum Wecken vorbei, konnte nichts in Erfahrung bringen. Die gegenseitige Sympathie reichte jedenfalls so weit, um die nächsten Aufgaben gemeinsam zu bewältigen. Es waren lustige Geschichten darunter, wie der Biathlon-Wettbewerb, als Gewehrauflage diente ein Bett, das Schubkarren-Rennen oder das Bowlingturnier mit Handschellen an den Handgelenken. "Eigentlich Kinderkram, aber man hatte Spaß dabei".

Und Astrid? Er habe einen guten Kontakt zu ihr. Mehr will Rolf nicht preisgeben.

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