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Versorgung auch mittwochs
Versorgung auch mittwochs
22.05.2018 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (sre) - Kürzlich hat ein BT-Leser darüber geklagt, dass er mittwochnachmittags keinen Kinderarzt für seinen stark fiebernden Enkel erreichen konnte. Schließlich landete er mit dem kranken Kind in der Zentralen Notaufnahme. Nun haben sich die Baden-Badener Kinderärzte zu Wort gemeldet: Sie wollen Patienten dafür sensibilisieren, sich nicht von einer Bandansage abschrecken zu lassen.

Hintergrund

Wie berichtet, hatte der Leser in zahlreichen Kinderarztpraxen nur Anrufbeantworter erreicht, hatte sein zehn Monate altes Enkelkind schließlich in die Zentrale Notaufnahme gebracht und dort dann drei Stunden warten müssen, weil zunächst akute Notfälle zu behandeln waren. Der Sprecher der Baden-Badener Ärzteschaft hatte daraufhin im BT-Gespräch erläutert, dass tatsächlich bis auf eine Kinderrheumatologin mittwochnachmittags kein einziger Kinderarzt in der Kurstadt Sprechstunde hat. Der organisierte kinderärztliche Notfalldienst ist - im Gegensatz zum Bereitschaftsdienst der Hausärzte - mittwochnachmittags ebenfalls nicht zu erreichen, sondern erst ab 18Uhr zuständig.

Die im BT dargestellten Fakten seien zwar grundsätzlich richtig, betont nun Dr.Christoph Irtel von Brenndorf, Obmann der Kinder- und Jugendärzte Baden-Baden/Rastatt. Dennoch sei es nicht so, dass am Mittwochnachmittag kein Kinderarzt zur Verfügung stehe: "Wir arbeiten auch, wenn der Anrufbeantworter angeht."

Viele Patienten legten, wenn sie eine Bandansage hörten, gleich wieder auf, weil sie davon ausgingen, dass die Praxis geschlossen sei, erläutert Irtel von Brenndorf das Problem. Dabei sei das nicht der Fall, ergänzt der Notfallpraxisbeauftragte Dr. Ralf Spahn - im Gegenteil: "Es haben viele Praxen offen." Die Versorgung der Patienten sei immer sichergestellt.

So seien etwa Terminsprechstunden für besondere Patienten oft am Mittwochnachmittag vorgesehen, man arbeite Akten auf, schreibe Berichte oder Gutachten, telefoniere mit Kliniken, Fachkollegen oder Patienteneltern, zählt Irtel von Brenndorf einen Teil der Aufgaben auf, die außerhalb der offenen Sprechstunde zu erledigen sind. Auch viele Fortbildungen und etwa Facharztprüfungen fänden mittwochnachmittags statt.

Präsenz ist gesetzlich vorgeschrieben

Auf der Bandansage werde aber stets eine Handynummer des Arztes oder eines Vertreters genannt, die man in einem dringlichen Fall anrufen könne. Denn in der Zeit, die nicht vom kinderärztlichen Notfalldienst abgedeckt sei, gelte die gesetzlich vorgeschriebene Präsenzpflicht des Vertragsarztes: Dieser (oder ein Vertreter) müsse also auch außerhalb der Sprechstunde erreichbar sein und dringende Fälle behandeln. Vor diesem Hintergrund wolle man den Patienteneltern Mut machen, die Bandansage zu Ende anzuhören und die angegebene Handynummer auch tatsächlich zu wählen, wenn das betroffene Kind dringend behandelt werden sollte.

"Wir möchten diese Kinder gern versorgen, und wir möchten nicht, dass sie in der Zentralen Notaufnahme auflaufen, die nicht zuständig ist", betont Irtel von Brenndorf mit Blick auf den fiebernden Enkel des BT-Lesers und andere Fälle, die eigentlich in das Aufgabengebiet eines Kinderarztes gehören und nicht in die Notaufnahme. "Keine Situation ist so gut, dass sie nicht verbesserungswürdig wäre", sagt Irtel von Brenndorf allerdings mit Blick auf die derzeitige Regelung. Verbesserungsideen seien ebenfalls bereits vorhanden: "Man darf gespannt sein, wie sich das weiterentwickelt."

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