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Weniger Druck aufs Gaspedal
30.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Zufrieden zeigten sich gestern Peter Westermann, Leiter der Verkehrspolizeidirektion Baden-Baden, und Manfred Schmalzbauer, Leiter des kommunalen Fachgebiets Straßenverkehr, als sie Bilanz einer gemeinsamen "Schwerpunktkontrollaktion Geschwindigkeit" von Stadt und Polizei zogen. Die Zahl der Verstöße ist zurückgegangen.

Wer am vergangenen Dienstag, 26. Juni, mit dem Auto in der Kurstadt unterwegs war, sollte möglichst nicht zu sehr auf das Gaspedal gedrückt haben. Denn sonst muss er mit Post von der städtischen Ordnungsbehörde rechnen. Insgesamt elf Stunden haben nämlich an diesem Tag Polizei und Stadt an den verschiedensten Standorten nach Temposündern gefahndet.

Dabei wurden 11251 Fahrzeuge gemessen, wobei man rund 750 Verstöße festgestellt hat - bei diesen Zahlen sind die stationären Messanlagen nicht mit einbezogen.

Das Ergebnis der gemeinsamen Kontrollen sahen Schmalzbauer und Westermann jetzt bei ihrem Pressegespräch als einen positiven Trend. Zwei Jahre vorher gab es nämlich schon einmal einen derartigen gemeinsamen Aktionstag an der Oos, bei dem eine ähnlich hohe Zahl an Fahrzeugen an den Messstellen registriert wurde. Und es gab damals deutlich mehr Überschreitungen, denn rund 1200 Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs.

Außerdem ergaben sich am vergangenen Dienstag deutlich weniger Anzeigen und Fahrverbote. Insgesamt müssen nur drei Fahrer ihre Karosse nun für einige Wochen stehenlassen. Unter ihnen ist der "Rekordhalter" beim Aktionstag, der auf der B500 (Zubringer) im 70-Stunden-Kilometerbereich unweit der Autobahnanschlussstelle mit immerhin 151"Sachen" unterwegs war.

Gerade auf diesem Sektor der B500, ungefähr zwischen B3 und der Autobahn, werde immer noch zu schnell gefahren, stellte Peter Westermann fest. Hingegen habe sich die Situation am Zubringer vor dem Europakreisel in Höhe des Wohngebiets Obere Breite merklich verbessert. 155 Beanstandungen bei Messungen im morgendlichen Berufsverkehr - im 60er-Bereich - stellten eine erhebliche Reduzierung gegenüber den Resultaten vor zwei Jahren dar. Auffallend sei auch, dass die Baden-Badener hier viel vorsichtiger fahren als ortsunkundige Autofahrer.

Auch anderswo könne man zufrieden sein, meinte Westermann. So hielten sich die Beanstandungen an der B3 neu in engen Grenzen, selbst am Unfallschwerpunkt B3/Berta-Benz-Straße kam es trotz stundenlanger Kontrollen "nur" zu 26 Verstößen. In der Schwarzwaldstraße musste sogar nur eine einzige Verwarnung wegen zu schnellen Fahrens ausgesprochen werden.

Auch die Stadt stellte bei den Kontrollen des Gemeindevollzugsdiensts am Dienstag keine besonderen Häufungen von Übertretungen fest. Allerdings gab es immerhin 329 Beanstandungen in der Ooser Bahnhofstraße durch den neu angeschafften "Enforcement Trailer". Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass dieser unscheinbare Anhänger an seinem Standort 13 Stunden ununterbrochen gearbeitet und dabei mehr als 4000 Fahrzeuge gemessen hat.

Peter Westermann wies gestern nachdrücklich auf den Wert intensiver Tempokontrollen hin, denn rund 40 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle gingen auf überhöhte Geschwindigkeit zurück. In Baden-Baden sei inzwischen die Raserei als Ursache für Unfälle rückläufig. An gemeinsamen Kontrollaktionen wollen Stadt und Polizei weiter festhalten.

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