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Das "Stillerthal" hat seinen Ursprung in der Weststadt
Martina Simonis lebt mit ihrer Familie seit 1992 in Baden-Baden. Ihr erster Fantasy-Roman ist jetzt im Reinhardt-Verlag erschienen. Foto: Hecker-Stock
30.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - "Das Lied Aymurins" ist eine Romanreihe der Baden-Badener Autorin Martina Simonis überschrieben, deren erster Band "Stillerthal" jetzt im Reinhardt-Verlag aufgelegt wurde. Angesiedelt ist die Geschichte in der Sparte High Fantasy, das Leseerlebnis ist laut den beiden erwachsenen Söhnen der Autorin für ältere Jugendliche wie für jung gebliebene Erwachsene gleichermaßen spannend.

In Pforzheim aufgewachsen lebte Martina Simonis lange in Heidelberg und Frankreich, bis sie mit ihrer Familie 1992 in der Weststadt eine neue Heimat fand. Für ihr Übersetzerstudium in Französisch und Englisch wählte sie die Schwerpunkte Jura und literarisches Übersetzen. Ihre Unterrichtstätigkeit führte sie an die Volkshochschule, die Industrie- und Handelskammer sowie die Merkurakademie Karlsruhe, freiberuflich ist sie als beeidigte Urkundenübersetzerin und für Buchverlage tätig. Seit 2003 arbeitet die Autorin zudem hier als Stadtführerin.

Ihr erster Roman "Wo wir uns finden" erschien bereits im Jahr 2012 und handelt von vier Paaren in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, die sie ein Jahr lang dabei begleitet, ein Stück weit mehr zu sich selbst zu finden. Ihr ausgeprägter Bezug zur Literatur ist familiär bedingt. Schon der Großvater war sehr belesen und vererbte ihr einige Bücher, ebenso die Eltern, in Kriegsjahren war vom Nachbarn dessen kompletter Karl-May-Fundus ausgeliehen worden. Musste Martina Simonis als Kind abends das Licht löschen zur Schlafenszeit, spann sie die zuvor gelesene Handlung regelmäßig in Gedanken weiter, eine Gewohnheit, die sie beibehalten hat. So ging sie bei ihrer bereits 2012 begonnenen Planung für "Das Lied Aymurins" noch von einer Romantrilogie aus. In ihrer gedanklichen Konzeption sind inzwischen jedoch so viele neue Personen hinzugekommen, dass sie sich jetzt auch vier Bände vorstellen kann. Für sie ist ganz wichtig, dass der Rahmen stimmt, dafür denkt sie weit voraus und weiß auch bereits, wie die Handlung endet.

In ihrer High-Fantasy-Erzählung liegt der Fokus nicht auf der Magie wie beispielsweise bei Jugendbüchern dieser Sparte, sondern mehr auf der romanhaften Geschichte der handelnden Personen, wie sie erklärt. Die Geschehnisse spielen auf der Inselwelt Aymurin, wo drei humanoide Spezies in ihren jeweiligen Ländern leben: Menschen, die Feh als Zwitterwesen aus Baum und Mensch sowie die kleinwüchsigen, menschenartigen Pukh, die sich ins Innere der Berge zurückgezogen haben. Vor unzähligen Generationen gab es eine Allianz dieser drei Völker, die jedoch in Vergessenheit geriet. Als jedoch religiöse Fundamentalisten, selbst Vertriebene, ihre Gewaltherrschaft errichten, entwickelt sich gemeinschaftlich wachsender Widerstand gegen die Tyrannei der Karmori.

Die Autorin ist in ihrem gewählten Genre "total glücklich", ihre Gedankenwelt bleibt jedoch irdisch und assoziativ. Ihre Kindheitssommer in den Schweizer Bergen lässt sie mit einfließen, weshalb ihr die beschriebene Landschaft Stillerthals sehr vertraut ist. Sie schreibt bereits fleißig am zweiten Band, der im Herbst 2019 erscheinen soll. Dafür nimmt sie sich neben dem Beruf die Zeit, sie hat gelernt, "nein" zu sagen. In ihrem "wenig spektakulären, aber erfüllten Leben" pflegt sie als Hobbys zudem Rudern und Skifahren und liebt geruhsame Urlaube.

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