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Viele kleine Hindernisse für Gehbehinderte
19.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Wie barrierefrei ist Neuweier? Dieser Frage spürte der von der kommunalen Behindertenbeauftragten Beate Wirth geführte Arbeitskreis bei einem Rundgang durch den Weinort nach. Das Fazit: Es gibt wenige größere, dafür aber viele kleine Hindernisse, die für gehbehinderte Personen unüberwindbare Hürden darstellen. Jedoch können die kleineren Hindernisse ohne großen Aufwand rasch beseitigt werden.

Der Arbeitskreis um die Behindertenbeauftragte begann seine Inspektion an der Neuweierer Schule, um zu klären, inwieweit in der Fortbewegung eingeschränkte Schüler und Lehrer ihren Alltag bewältigen können. Einige Klassenzimmer und ein Medienraum können von betroffenen Personen ohne Überwindung von Treppen problemlos genutzt werden. Die Toiletten sind ebenfalls ebenerdig erreichbar, allerdings nicht rollstuhltauglich.

Der Arbeitskreis, der sich aus Teilnehmern mit unterschiedlichen Handicaps zusammensetzt, erfuhr von der stellvertretenden Schulleiterin Beate Droll, dass die Grundschüler regelmäßig zusammen mit körperlich und geistig eingeschränkten Kindern einer Außenklasse der Mooslandschule Ottersweier unterrichtet werden. Der lobende Kommentar von Hans Kühn, Mitglied des Arbeitskreises und Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenvereins, lautete: "Die kindliche Unvoreingenommenheit gegenüber Behinderten schafft Normalität."

Mit dem Blick durch die Brille einer behinderten Person setzte der Arbeitskreis seinen Rundgang in Richtung Turn- und Festhalle fort. Fehlende Markierungen an den Treppen erschwerten den blinden Besuchern die gefahrenfreie Nutzung. Der kleine Fußweg südlich des Schulgebäudes stellte sich für die Teilnehmer als sehr steil dar. Bei mehr als sechs Prozent Gefälle würde es kritisch, merkte Beate Wirth an. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits zwei Seiten mit Anmerkungen notiert.

Ein asphaltierter Hubbel, der wohl zur Kanalisierung des Regenwassers einmal am Treppenansatz zum unteren Schulhof angebracht wurde, entpuppte sich gerade auch für nicht behinderte Personen als gefährliche Stolperfalle.

Ein fehlendes zweites Geländer am Treppenabgang in Höhe der Turn- und Festhalle führte dazu, dass eine Teilnehmerin mit einer Behinderung an der Hand rückwärts die Treppe heruntersteigen musste, um sich sicher halten zu können. Dem Lob für den behindertengerechten Eingang der Turn- und Festhalle stand die Kritik einer fehlenden Behindertentoilette gegenüber.

Um in das Rathaus zu gelangen, wählte die Gruppe den im vergangenen Herbst neu geschaffenen Verbindungsweg zwischen der Turn- und Festhalle und dem Nußgärtel. Doch das Gefälle erwies sich für eine Rollstuhlfahrerin und ihre Begleiterin als viel zu steil. Daher packten einige Personen mit an, um den Rollstuhl rückwärts sicher herunterzuführen.

Minuspunkte gab es auch bei den Zugängen des Rathauses. Beide Eingänge an der Rück- und Vorderseite sind nur über Treppen erreichbar. Vor dem Haupteingang ist der Gehweg an der viel befahrenen Mauerbergstraße für Rollatorennutzer und Rollstuhlfahrer zu schmal. Die Folge: Manche Dienstleistungen der Ortsverwaltung, des Pfarrbüros und des Roten Kreuzes müssen telefonisch oder anhand von Hausbesuchen abgearbeitet werden.

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