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Schwerer Kampf gegen Vermüllung
Glascontainer-Standorte werden schnell zu Mülldeponien. Dagegen will man nun etwas tun. Foto: Archiv/Reith
21.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - "Wilde" Müllentsorgung bereitet der Stadt Baden-Baden einige Probleme. Dass es sehr schwierig ist, hier Lösungen zu finden, wurde in der Sitzung des Betriebsausschusses am Donnerstag deutlich.

Immer wieder landen im Stadtkreis in freier Landschaft - oft in der Nähe von Waldrändern - teilweise große Müllmengen, die dann von der Stadt weggeschafft werden müssen. Wie Bernhard Schäfer, Leiter des hier zuständigen kommunalen Eigenbetriebs Umwelttechnik, in der Ausschusssitzung betonte, sind die Möglichkeiten der Verwaltung gering, dieser illegalen Entsorgung einen Riegel vorzuschieben.

Die wirkungsvollste Maßnahme wären Videoüberwachungen von häufig vermüllten Bereichen, "doch dies ist rechtlich nicht zulässig", bedauerte Schäfer. Da müsse man "die Segel streichen". Es bleibe nur die Möglichkeit, öfters herumzufahren und die neuralgischen Stellen zu überprüfen. Auf Nachfrage wies Schäfer darauf hin, dass Adressen, die man nicht selten in dem "wilden" Müll finde, rechtlich nicht automatisch ausreichten, um die Verursacher dingfest zu machen. Man suche zwar nach solchen Adressen im Müll und nutze diese dann auch, um Bußgeldbescheide auszustellen. Aber dies habe nicht immer genügend Rechtskraft. "Wir können Verstöße eigentlich nur mit Sicherheit ahnden, wenn wir jemanden in flagranti erwischen."

Ein besonderes Problem stellt die Vermüllung rund um Glascontainer dar. Die Umwelttechnik erhofft sich eine Verbesserung der Situation an einzelnen, für das Stadtbild besonders wichtigen Standorten durch die Installation von Unterflurbehältern. Hierbei wird der Container weitgehend in den Untergrund verlagert, und das dann sauberere Umfeld soll die Hemmschwelle zur Vermüllung erhöhen.

In der Sitzung des Betriebsausschusses wurde von Stadträten auch der Verdacht geäußert, dass beim Ausleeren der Glascontainer die eigentlich getrennt gesammelten Glasarten (braun, weiß, grün) wieder zusammengeschüttet würden. Dies bestritt Schäfer nachdrücklich. Man wolle auch an den Containern festhalten und nicht das Sammelsystem des Landkreises Rastatt übernehmen, in dem das Glas unsortiert bei den Bürgern abgeholt wird.

Ein weiteres Übel für die städtischen Abfallentsorger stellt die Flut der Kaffee-Einwegbecher dar. Hier hat die Verwaltung geprüft, ob sich die Lage mit der Einführung von speziellen Mehrwegbechern verbessern lässt. Davon ist man aber nun wieder abgekommen, so Schäfer, denn in Baden-Baden sei dies aufgrund der beschränkten Zahl von Verkaufsstellen nicht lohnend. Aber überlegt werde eine Werbekampagne für eine stilvolle und gemütliche Kaffeehauskultur als Kontrast zum eiligen "Coffee to go".

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