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Ein Besuch bei den Wasserfallspringern
07.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Ihre seit der gemeinsamen Kindergartenzeit felsenfeste Freundschaft und ihre positive Ausstrahlung machen die acht Geroldsauer Wasserfallspringer zu einem echten Vorzeigeattribut für ihren Ortsteil. Fotos und Videofilme von ihnen dürften inzwischen rund um den Globus kreisen.

Für Sebastian Mitzel, die Brüder Matthias und Christian Eckerle sowie Felix und Peter Weingärtner, Dominik Seiler, Fabian Mitzel und Eric Schön ist der Geroldsauer Wasserfall seit Kindertagen ein ganz besonderer Ort. Obwohl zu Beginn noch im örtlichen Bach gebadet wurde, haben sie im Lauf der Jahre viel Zeit dort verbracht. Anfangs mit den Eltern, später in ihrer eigenen Gruppe und mit weiteren Freunden. Als sie mit den ersten Fahrrädern mobiler wurden, spürten sie "einfach den Drang, hierher zu kommen". Da wurde auch schon mal an Heiligabend in dem selbst im Hochsommer knackig kalten Gumpen gebadet, allerdings bei der wenig winterlichen Außentemperatur von 20 Grad. Vor Schulprüfungen bekamen sie hier den Kopf frei, konnten sich einfach in der Natur entspannen. Als richtige Romantiker entpuppen sich die sympathischen Jungs, wenn sie von der Mystik der Umgebung und der herrlichen Lage schwärmen.

Hingucker für Touristen aus aller Welt

Die Idee, von der querenden Steinplattform aus in den Gumpen zu springen entwickelte sich recht früh. Doch alle betonen unisono, dass sie für ihren Spaß und den zahlloser Zuschauer niemals etwas riskieren würden. Sie tauchen vorher den Boden ab, um größere Steine oder gefährliche Äste zu entfernen. Und sie springen immer mit Schuhen und landen auf den Füßen, selbst wenn sie in Stuntman-Manier schon mal einen Salto einbauen.

Die acht Wasserfallspringer sind in ihren von einer Brauerei gesponserten, knallig roten Trikots ein echter Hingucker. Unzählige Touristen aus aller Welt, die gerade im heißen Sommer in Scharen zum Wasserfall strömen, halten die feschen Geroldsauer in Bild oder Videofilm fest, von Profifotografen bekamen sie schon ganze Bildserien geschenkt. Und sie schätzen ihr liebstes Ziel ganz besonders als Ort der Begegnung, immer wieder haben sie rege Kontakte mit ihren Zuschauern. "Das sind häufig ganz tolle Gespräche, völlig entspannt und geerdet", sagt Felix Weingärtner und strahlt. So waren sie schon Zeuge von Heiratsanträgen am Wasserfall, eine Dame kam einst im Kostüm einer Meerjungfrau, während andere hineinspringen, wie Gott sie erschaffen hat. Sie lernten neben vielen Europäern schon Japaner, Texaner oder Afrikaner kennen, teils halten sich die Kontakte sogar über lange Zeit.

Freundeskreis packt gerne mit an

In ihrem Ortsteil Geroldsau sind die Wasserfallspringer extrem beliebt. Sie packen ohne große Umstände überall mit an, gegen einen kleinen Obolus in ihr Sparschwein "oder zwei Kästen Bier". Sie helfen bei der Wiederherstellung des Tennisplatzes, haben schon Beete bei der Kirche gepflegt, sind rüstige Auf- oder Abbauer und sind äußerst gesellig. Sehr gerne sitzen sie bei Festen oder Stammtischen ohne Berührungsängste mit den Älteren der Dorfgemeinschaft zusammen und plaudern ungezwungen oder beteiligen sich an Vereinsturnieren. Gerne unternehmen sie Ausflüge auf Ski- oder Wanderhütten und sie waren auch schon zusammen in Prag oder im Europa-Park. Selbst jetzt, da alle bodenständige Ausbildungen oder Studiengänge absolvieren, halten sie weiterhin zusammen wie Pech und Schwefel.

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