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Schlindwein: Das Beste ist die Kameradschaft
Die Helfergruppe des MGV Kartung freut sich über das neue 35 Meter lange Zelt (im Hintergrund). Mit auf dem Bild ist Josefine Bleich (sitzend) die 35 Jahre lang einen eigenen Stand betreute.Hoffmann
15.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Christa Hoffmann

Sinzheim - Wer gemütlich über das Kartunger Straßenfest schlendert und die einladenden Stände sowie das große, abwechslungsreiche Angebot bewundert, macht sich eher keine Vorstellung davon, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen steckt. Und wie viele Menschen im Einsatz sind, um ihren Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Zu diesen Menschen gehören auch viele Mitglieder des Männergesangvereins (MGV) Kartung - in dem nicht nur Männer singen -, Angehörige und Freunde, die tagelang im Einsatz sind, manche sogar schon Wochen vorher.

So wie Herbert Gille aus Kartung und Alfred Ernst aus Schiftung. Der Seniorchef von Holzbau Gille in Sinzheim und das Gemeinderatsmitglied Alfred Ernst haben nämlich nicht zuletzt anlässlich des Jubiläums des Kartunger Straßenfestes - es findet am Samstag, 25. und Sonntag, 26.August, zum 40.Mal statt - ein neues Zelt für den MGV-Stand in der Duttenhurster Straße 3 gebaut. Es ist 35 Meter lang und bietet Platz für 320 Menschen. Herbert Gille hat sich der Holz-, Alfred Ernst der Metallarbeiten angenommen - beide ehrenamtlich!

In diesem Zelt werden sich vor allem Besucher niederlassen, die Appetit auf Spareribs, Schnitzel, Frikadellen und Pommes frites haben. Und damit deren Bewirtung von Samstagnachmittag bis Sonntagabend reibungslos klappt, werden "30 Schichten à 30 Helfer" gebraucht, erklärt der MGV-Vorsitzende Gabriel Schlindwein. Er weiß genau, worauf er und seine Mitstreiter sich jedes Jahr einlassen. Allein für den Auf- und Abbau werden etwa zehn Personen benötigt, wobei der Aufbau schon mittwochs beginnt.

Etwa 500 bis 600 Schnitzel werden am Stand Nummer 10 und 11 vor Ort frisch paniert. Und es gehen laut Schlindwein rund 300Bratwürste und 250Frikadellen über die Theke. Das Besondere an ihnen: Sie werden aus Wild aus der eigener Jagd von Schlindweins Bruder im Sinzheimer Wald zubereitet, Dazu kommen etwa 200 Kilogramm Schweinefleisch (Spareribs) und 200 Kilogramm Pommes frites. Als würde das noch nicht ausreichen steht sonntagsmittags ab 11.30Uhr Sauerbraten mit Nudeln auf der Speisekarte, der, so der Hausherr der Duttenhurster Straße 3, immer ziemlich schnell ausverkauft ist. Christina Huck schwingt als Chefin das Küchenzepter. Das Fleisch stamme von freilaufenden Rindern in Helmlingen.

Grillmeister ist Schlindweins Sohn Gerrit, der "von morgens bis abends im Einsatz ist", betont der MGV-Vorsitzende. Übrigens steht er an einem Grill, dessen Holzkohle aus Buchenholz - insgesamt rund 100 Kilogramm werden benötigt - aus dem Schwarzwald kommt. Die Kohleproduktion haben MGV-Mitglieder bei einem Winter-Ausflug selbst in Augenschein genommen.

Wer keine Zeit hat, sich gemütlich hinzusetzen, ein Glas Wein oder Bier oder Wasser zu trinken und ein Schwätzchen mit Nachbarn, Freunden oder neuen Bekannten zu halten, der kann auch alles zum Mitnehmen haben.

Schlindwein ist froh, dass "es so viele Helfer aus der Vereinsjugend gibt" und ist stolz auf deren Einsatz. "In manchen Schichten liegt das Durchschnittsalter unter 30 Jahren."

Seit etwa 30 Jahren gibt es den Stand vor Gabriel Schlindweins Haus. Habe man zu Beginn Kartoffelsalat, saure Nierle und Schäufele angeboten, sei im Lauf der Jahre auf Spareribs umgestellt worden. Seit Josefine Bleich (siehe Kasten) in der Nachbarschaft keinen Stand mehr aufbaut und keine Schnitzel und Frikadellen mehr anbietet, habe man diese Speisen mit ins Sortiment mit aufgenommen und deshalb die Größe des Zelts vor fünf Jahren verdoppelt, berichtet der Kartunger. Mit dem neuen Zelt werden ab diesem Jahr der Auf- und Abbau viel leichter. Dank solchen Wetterschutzes machen die vielen Stände auch bei Regen ihren Umsatz, sagt MGV-Mitglied Jürgen Huck. Die Besucher wüssten, dass "sie im Trockenen sitzen können".

Das Beste am Fest? "Die Kameradschaft. Das Fest schweißt die Gemeinschaft zusammen", betont Gabriel Schlindwein. Dazu gehört auch das berühmte Mostfest, das am Donnerstag- und Freitagabend während der Aufbauphase bei Schlindweins stattfindet. "Das ist unser Fest." Und montags treffen sich die rund 150 Abbauhelfer vom ganzen Dorf in der Duttenhurster Straße zum Mittagessen. Es gibt Wurstsalat oder Reste, sollte an den Ständen einmal etwas übrigbleiben...

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