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Drei Sekunden Donnergrollen
21.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Sarah Reith

Baden-Baden - Als das erste Warnsignal ertönt, wird es still unter den Zuschauern, die aus sicherer Entfernung gebannt auf die Baustelle für das neue SWR-Medienzentrum starren. Eine Minute Wartezeit, dann ist nochmals kurz ein Signalhorn zu hören und schließlich ein lautes Donnern. Über der Baugrube steigt ein wenig Staub auf. Das war's: Die erste Sprengung ist vorüber.

Nur etwa drei Sekunden hat die eigentliche Sprengung gedauert und ein wenig wie ein Gewitter geklungen. Genau genommen haben in diesen drei Sekunden 18 sogenannte Mikrosprengungen hintereinander stattgefunden, jeweils mit 17Millisekunden Verzögerung von Sprengloch zu Sprengloch, wie Lothar Rapp vom gleichnamigen Bohr- und Sprengunternehmen zuvor erläutert hat.

Diese Technik werde angewandt, um die Erschütterung so gering wie möglich zu halten, sagte der Seniorchef des Unternehmens weiter. Denn: Bestehende SWR-Gebäude sind zum Teil nur wenige Meter entfernt und sollen natürlich keinen Schaden nehmen. Dort wurden deshalb auch insgesamt 15Erschütterungsmessgeräte aufgestellt: Mit Hilfe der gesammelten Daten sehen die Experten sehr schnell, wie hoch die ausgelöste Erschütterung wo ist, und können die Menge des verwendeten Sprengstoffs entsprechend anpassen.

Bei der gestrigen Testsprengung kamen knapp drei Kilo Sprengstoff zum Einsatz. 250Kubikmeter Fels wurden dadurch gelöst. Das Material flog aber nicht etwa durch die Luft, sondern wurde an Ort und Stelle gehalten: Acht Sprengmatten, jede eine Tonne schwer, lagen während der Sprengung auf dem Bereich, wie Jens Rapp, Geschäftsführer des Sprengunternehmens, berichtete. Außerdem diente ein Vlies als zusätzliche Absicherung.

Die 250 Kubikmeter abgetragenes Material sind aber erst der Anfang: Insgesamt müssen bis Anfang März an die 40000Kubikmeter Fels bewegt werden, um die Baugrube für das neue Medienzentrum auszuheben. Dafür ist in den nächsten Monaten von montags bis freitags täglich eine Sprengung geplant. Diese soll stets um 14.08 Uhr stattfinden, kündigte der Projektleiter vor Ort, Klaus Warber, im BT-Gespräch an. Als Ausweichtermin, wenn um 14.08 Uhr einmal etwas dazwischenkomme, gebe es noch ein zweites Zeitfenster um 14.48 Uhr.

In den nächsten rund eineinhalb Wochen erzeugt das Sprengunternehmen erst einmal einen Riss, der den wegzusprengenden Bereich vom Rest des Berges abtrennen soll. Dieses Vorgehen dient ebenfalls der Verringerung von Erschütterungen. Aber nicht nur diese, auch der Lärm soll bei der Großbaustelle auf der Funkhöhe so gering wie möglich gehalten werden. Eigens für diese Baustelle habe man das erste superschallgedämmte Bohrgerät in Europa angeschafft, berichtete Lothar Rapp gestern. Der Bohrer wird benötigt, um den Sprengstoff für die vielen Sprengungen überhaupt in den Fels zu bekommen.

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