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Seelsorgeeinheit sammelt für Kerala
28.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Gisela Brüning

Baden-Baden - "Überschwemmungen sind in Kerala, dem südlichen Bundesstaat Indiens, aufgrund des Monsuns keine Seltenheit", erklärt Pater Thomaskutty, der seit dreieinhalb Jahren als Kaplan in der Seelsorgeeinheit Baden-Baden neben Pfarrer Michael Teipel Dienst tut. "Die Menschen, die dort leben, haben sich mit den regelmäßigen Überschwemmungen arrangiert. Aber das, was sich am 22.August über das Land ergoss, wird als Jahrhundertflut in die Geschichte eingehen. Mehr als 350 Todesopfer sind zu beklagen, Wassermassen und Erdrutsche zerstörten die Infrastruktur, rissen Häuser, Tiere und Menschen mit sich. Von 928000 Obdachlosen wird berichtet, die all ihr Hab und Gut verloren haben."

Dabei sei Kerala mit seinen 33,4 Millionen Einwohnern ein Vorzeigestaat Indiens, der nicht dem Armutsimage des Subkontinents entspreche. Vielmehr nähere sich der Entwicklungsstandard Keralas dem westlicher Staaten an. Doch viele Errungenschaften und Ergebnisse vorausschauender Regierungsarbeit fielen den Fluten zum Opfer und brachten Menschen um ihre Existenz. Er selbst war zwischenzeitlich von der Kommunikation abgeschnitten und verfiel in große Sorge um seine Familie und Landsleute.

Trotz aller Schrecken habe das Flutereignis etwas sehr Schönes gezeigt, hellt sich die Miene des Paters auf: Überwältigende Solidarität, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl einte Menschen jeglichen Standes und Glaubens, Kirchen, Verbände und Verwaltung angesichts der Not. Dieser positive Aspekt habe ihn tief bewegt; und dasselbe Phänomen habe er in seiner Baden-Badener Gemeinde erleben dürfen. Zahlreiche Anrufe, Mails und Gespräche signalisierten ihm tiefe Anteilnahme und Betroffenheit, und aus der Gemeinde heraus sei der Anstoß für eine Spendensammlung zugunsten der Flutopfer gekommen. Die Idee führte zu einer organisierten Aktion, der Pfarrer Teipel mit der Widmung einer Gottesdienst-Kollekte Unterstützung zusagte. Dieses Zeichen der Verbundenheit habe ihn wohltuend berührt und ihm versichert, dass er hier in der Seelsorgeeinheit Baden-Baden zuhause sei, äußerte der Geistliche erfreut.

Wenn es um sein Land geht, blüht Thomaskutty sichtbar auf. Ein Land, das zu Teilen unter dem Meeresspiegel liege, aber von einer solchen Schönheit ist, dass die Bewohner es als "Gottes eigenes Land" preisen. Der Überlieferung nach soll der Apostel Thomas bereits im Jahr 52 nach Christus hier als Missionar aufgetreten sein. "Lange bevor das Christentum nach Europa kam", zeigt sich Thomaskutty mit der Bevorzugung zufrieden. Ihm sei schon seit Kindheit sein Berufsziel klar gewesen, und er habe in seiner Heimat bereits die Schritte unternommen, die ihm seinen Einsatz als Priester des Ordens der "Eucharistischen Missionare" in Deutschland ermöglichten. Während in ganz Indien nur ein Prozent der Bevölkerung dem christlichen Glauben anhänge, seien in Kerala 25 Prozent Christen. Doch nun gelte es allen zu helfen, die nicht ein noch aus wüssten in dem Chaos angesichts unter Schlamm- und Wasser-Massen verschütteter Verkehrswege, zerstörter Häuser, hinweggeschwemmter Notversorgung an Nahrungsmitteln, Seuchengefahr und in den Fluten treibender Tierkadaver.

Spenden der Seelsorgeeinheit für Kerala werden gesammelt auf dem Konto: IBAN DE97 662500300004037982 bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau, Stichwort "Spende Kerala-Hilfe". Pater Thomaskutty und Pfarrer Teipel verbürgen sich dafür, das Geld in verantwortungsbewusste Hände weiterzuleiten.

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