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Illegale Feuerwerker schwer zu erwischen
Bei regulären Feuerwerken sind in der Kurstadt professionelle Pyrotechniker am Werk. Foto: Archiv/Zeindler-Efler
11.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Silvesteratmosphäre kommt in der Kurstadt nicht nur in der Nacht zum 1. Januar auf. Immer wieder werden hier im Laufe des Jahres kleinere und größere Feuerwerke abgebrannt - und so manches Mal auch ohne Genehmigung.

Wer böllern oder Raketenbatterien abschießen will, darf dies normalerweise nur am 31.Dezember und 1. Januar. Aber auch im restlichen Jahr ist dies unter bestimmten Voraussetzungen möglich. So bekommt das Fachgebiet Öffentliche Ordnung der Stadt Baden-Baden nach Auskunft seiner Leiterin Petra Kurpisz wöchentlich mindestens eine Anfrage, ob übriggebliebene Feuerwerkskörper vom letzten Silvesterfest abgebrannt werden dürfen. Die ungewöhnlichste Begründung, die die Verwaltung in Zusammenhang mit einem solchen Antrag zu hören bekam, war ein geplanter Kindergeburtstag (zehn Jahre).

Aber für solche Anträge von Privatpersonen gibt es von der Stadtverwaltung keine Genehmigungen, denn sonst "hätten wir in jeder Woche mindestens ein Feuerwerk", so Kurpisz. "Da machen wir auch keine Ausnahmen", fügt Fachbereichsleiter Maximilian Lipp hinzu. Diese Ablehnung stoße bei den Antragstellern in der Regel allerdings auf wenig Verständnis.

Die städtische Zurückhaltung hinsichtlich der Feuerwerkerei von Privatpersonen wird vor allem damit begründet, dass diese Aktivitäten - speziell bei größerer Lärmentwicklung - bei der Bevölkerung nicht gerade auf große Begeisterung stoßen. Immer wieder erhält die Verwaltung Beschwerden über Ruhestörungen durch abgebrannte Feuerspektakel. Es handelt sich dabei meist um nicht genehmigtes und somit illegales Zündeln mit Raketen und Krachern, bei dem Restbestände vom Jahreswechsel in die Luft gejagt werden.

Für die Stadt ist es allerdings laut Kurpisz "äußerst schwierig beziehungsweise unmöglich", illegale Feuerwerker zur Verantwortung zu ziehen. Es sei einfach nicht machbar, "auf die Schnelle" den Standort des Abbrennens von Feuerwerkskörpern und den Verantwortlichen ausfindig zu machen.

Ganz anders sieht die Verwaltungspraxis aus, wenn professionelle Pyrotechniker mit besonderen Befähigungsnachweisen nach dem Sprengstoffgesetz mit der Durchführung eines Feuerwerks beauftragt werden. In diesem Fall muss die Stadt lediglich genau über das Vorhaben informiert werden - eine spezielle Erlaubnis ist nicht erforderlich.

Allerdings prüft die Verwaltung, ob die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, die zum Beispiel ein Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden untersagen.

Im vergangenen Jahr fanden 16 dieser Profi-Feuerwerke in der Kurstadt statt, 2018 waren es bis Mitte August bislang sieben. Anlässe dafür sind vor allem Hochzeiten, runde Geburtstage sowie Firmenjubiläen.

Solche angemeldeten Licht- und Lärmspektakel werden von der Verwaltung öffentlich angekündigt. Dabei, so Kurpisz, gebe man aber keinen konkreten "Abschussstandort" bekannt, da ein Feuerwerk oft als Überraschung - etwa für ein Brautpaar oder ein Geburtstagskind - geplant ist.

Zurzeit muss die Stadt allerdings bei allen geplanten Raketen- und Böllerstarts ein besonders Problem beachten: die immer noch grassierende Trockenheit und die damit verbundene Brandgefahr für Bäume im Wald und in Grünanlagen. Deshalb fiel bekanntlich auch das große Grand-Prix-Feuerwerk "ins Wasser". So kommt es bei allen geplanten Feuerspektakeln ganz besonders auch auf die Stellungnahme der Feuerwehr an.

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