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"Wir kümmern uns, dass Zahnräder ineinander greifen"
Marcel Kutschera und Sabrina Blank meistern ihre Aufgaben als Produktionsleitung für das New-Pop-Festival mit viel Leidenschaft.  Foto: Ernst
12.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Nina Ernst

Baden-Baden - Spaß, Ferienlagerstimmung, lachende Gesichter, Leidenschaft. Wenn Sabrina Blank und Marcel Kutschera über ihre Aufgaben für das SWR3-New-Pop-Festival berichten, hört sich das nicht nach Arbeit an. Und doch ist es das: Die beiden haben die Produktionsleitung für die morgen beginnende Großveranstaltung in der Kurstadt inne.

Was sich hinter dem Begriff der Produktionsleitung versteckt, fasst Kutschera zwar kurz folgendermaßen zusammen: "Wir planen die Infrastruktur, sind für die Organisation und die Überwachung zuständig." Doch hinter diesem nüchternen Satz verbirgt sich ein großes Aufgabenfeld: Blank und Kutschera machen die Zeitpläne aller Spielstätten, der sogenannten Venues. Sie planen also, wann welcher Künstler wo spielt oder ein Interview gibt. Die Vorkalkulation und Budgetüberwachung, die technischen und organisatorischen Absprachen mit den Künstlern und die Beauftragung von Dienstleistern beispielsweise für den Bühnenaufbau oder die Dekoration in der Stadt liegen bei ihnen. Blank und Kutschera erstellen in Absprachen das Sicherheitskonzept und steuern die Zugangskontrollen. Das heißt, sie bestimmen, welcher Mitarbeiter wo hineindarf und wo nicht. Außerdem "koordinieren wir die Gewerke", erläutert Kutschera. Die Gewerke sind in diesem Fall die Teams, die an den Venues im Einsatz sind.

Blank verbildlicht: "Wir kümmern uns darum, dass die Zahnräder ineinander greifen." Denn zwar haben die beiden die Gesamtleitung der "Off-Air-Inhalte", also der Dinge, die die Besucher vor Ort und nicht die Menschen vor dem Radio oder Fernsehgerät betreffen. Sie übergeben aber viele Aufgaben, so dass dann beispielsweise die Gewerke an den Spielstätten eigenverantwortlich arbeiten. Doch: "Wir sind dafür da, wenn etwas nicht funktioniert oder wenn Entscheidungen getroffen werden müssen", so Blank.

Die 33-jährige Karlsruherin, die schon seit 2008 in verschiedenen Rollen bei SWR3 beim New-Pop-Festival mitwirkt, hat am Montag ihren Platz im eigens eingerichteten Produktionsbüro im Kurhaus eingenommen. Dort kümmert sie sich von morgens bis abends um alle Probleme, die auftauchen, und auch die Hauptkommunikation läuft über das Büro. Fällt eine Band aus, sorgt Blank mit ihren Mitarbeitern für Ersatz; hat ein Musiker seine Gitarre vergessen, schaut sie, dass er eine neue bekommt; wurde Rotwein statt Wasser ins Theater geliefert, kümmert sie sich um den Tausch. Alles sei schon vorgekommen, sagt Blank augenzwinkernd. Und auch in diesem Jahr erwartet sie wieder einige Kuriositäten - wie den im Hotelzimmer eingeschlossenen Künstler, den sie vor einigen Jahren mithilfe der Feuerwehr dort herausholen mussten.

Kutscheras "Hauptpart" ist von Montag bis Donnerstag in der New-Pop-Woche und mit Ende des letzten Konzertes am Samstag. Denn der 36-Jährige ist bei allen Gewerken vor Ort und koordiniert den Auf- und Abbau. Klar seien das viele Einsatzorte, meint Kutschera - und strahlt dennoch dabei. Schließlich seien die verschiedenen Venues eben das, was das Festival so besonders mache. Und nicht nur das.

"Es scheint, als haben alle viel Spaß bei der Arbeit", sagt Blank, wenn sie an die vielen Mitarbeiter denkt, die mit einem Grinsen ihre Arbeit verrichten. Es herrsche ein "extremer Teamgedanke", gar eine "Ferienlagerstimmung", so dass die Festival-Besucher die zu behebenden Probleme gar nicht mitbekämen. Und Kutschera und Blank selbst? Sie freuen sich darauf, wenn es heute endlich losgeht, (Blank: "Weil man so lange darauf hinarbeitet."), und sind am Samstag traurig, wenn es rum ist. Aber: "Nach dem New Pop ist vor dem New Pop", verrät Kutschera - schon jetzt haben die beiden Ideen für das Festival im nächsten Jahr.

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