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Schlechte Luft nur am Ebertplatz
14.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Die ersten Zwischenergebnisse der momentan laufenden umfassenden Messungen zur Luftqualität in der Kurstadt wurden gestern vorgestellt. Dabei zeigt sich, dass man von Grenzwerten fast überall weit entfernt ist. Nur die hohe Stickoxid-Belastung am Ebertplatz fällt gehörig aus dem Rahmen.

Baden-Baden will wissen, ob die Luft hier wirklich rein ist. Und zwar nicht durch Berechnungen, sondern durch handfeste Messungen. Aus diesem Grund wurden im Mai gleich zwei Untersuchungsreihen gestartet, die sich über ein Jahr hinziehen sollen.

Einmal geht es um die Erhaltung des Heilbad-Prädikats - dazu wird in Geroldsau, in Balg, in der Rheinstraße und in der Innenstadt (beim Badischen Tagblatt) gemessen. Darüber hinaus will die Stadt Genaueres über die Schadstoffbelastung im Umfeld der verkehrsreichen B500 (Zubringer) wissen. Dazu hat man beim Deutschen Wetterdienst (DWD) weitere Messgeräte angemietet, die beim THW, beim Amt für öffentliche Ordnung und mitten auf dem Ebertplatz auf einer Verkehrsinsel stehen.

An allen Messstellen beider Untersuchungsreihen werden als wichtige Leitwerte für die Luftqualität die Anteile von Stickstoffdioxid, Grobstaub und Feinstaub ermittelt. Nun liegen die ersten Zwischenergebnisse vor und sie stellen der Kurstadt-Luft eigentlich eine ganz gute Note aus. "In fast allen Bereichen liegen wir klar unter den Grenzwerten", freute sich Bürgermeister Roland Kaiser, als er gestern die Zahlen gemeinsam mit dem Leiter des Fachgebiets Umwelt, Rudolf-Karl Teichmann, vorstellte.

Beide verwiesen auch darauf, dass diese vorläufigen Daten durchaus dem entsprechen, was man bislang bei berechneten Prognosen angenommen hat. Bestens sieht es mit der Bewahrung des Baden-Badener Heilbad-Prädikats aus, denn die diesbezüglichen vier Messstellen erbrachten keinerlei problematische Werte: Für Stickstoffdioxid und Staubanteile werden nur Größenordnungen zwischen 10 und 50 Prozent der erlaubten Richtwerte erreicht.

Teichmann erklärte gestern, dass die Standortbereiche für Messungen bezüglich des Heilbad-Prädikats vorgegeben wurden und daher nicht nur verkehrsbelastete Bereiche umfassen. So müsse auch die Belastung in Außenbereichen wie Geroldsau festgestellt werden. Schließlich will man auch wissen, ob die Urlauber im Grünen gefahrlos durchatmen können. Auch an der B500 sieht es ganz gut aus. Nirgendwo kommt die Feinstaubbelastung an Grenzwerte heran - in Baden-Baden muss also keine Umweltzone eingerichtet werden.

Beim giftigen Stickstoffdioxid, das besonders von älteren Dieselfahrzeugen in die Luft gepustet wird, werden die Grenzwerte an fast allen Messstellen klar unterschritten. Aber eine Ausnahme gibt es hierbei eben doch, denn am Ebertplatz ist eine deutliche Überschreitung zu vermerken. Diese Auffälligkeit, so betonten gestern Kaiser und Teichmann, sei aber keine Überraschung, denn damit habe man auch von den Prognosen her rechnen müssen. Der Stop-and-go-Verkehr an den Ampeln dieser verkehrsreichen Kreuzung sorge eben für eine hohe Abgasbelastung.

Die Stadtverwaltung will dies aber nun genauer wissen, um die möglichen Gefahren für die Luftqualität, die vom Ebertplatz ausgehen, besser einschätzen zu können. Vor allem geht es dabei um die Frage, ob sich die dortige Stickstoffdioxidbelastung auch ausbreitet bis zu angrenzenden Wohngebieten. Daher wurde vor wenigen Tagen noch ein weiteres Messgerät an der B500 aufgestellt - und zwar an der Ecke Fürstenbergallee/Erwinstraße.

Insgesamt können die bisher vorliegenden Daten der Messreihen zur Luftqualität in der Kurstadt nur mit Vorsicht interpretiert werden. Im Winterhalbjahr, so Bürgermeister Kaiser, müsse man mit Inversionswetterlagen ohne großen Luftaustausch rechnen. Dies könne bei den Messungen dann noch einige Ausschläge bringen. Erst wenn die Daten für ein ganzes Jahr vorliegen, ergibt sich laut Stadtverwaltung ein verlässliches Gesamtbild der Luftqualität.

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