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Sorgen um Tiere im Gehege sind unbegründet
19.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Christina Nickweiler

Sinzheim - Belästigungen durch Straßenverkehr, Risiken durch wildes Parken an der Leiboldstraße in Leiberstung und illegale Müllablagerungen: Die Liste der Bürgeranliegen, um die sich der Leiberstunger Ortschaftsrat bei seiner alljährlichen Ortsbegehung zu kümmern hatte, war lang. Kürzlich unternahm das Gremium eine mehrstündige Tour durch den Wendelinusort.

Einige Wochen zuvor war die Bevölkerung von der Ortsverwaltung gebeten worden, über Missstände zu informieren, die dann bei der Ortsbereisung angesprochen wurden. Drängendes Thema war die für Passanten gefährliche Parksituation beim ehemaligen Gasthaus Pflug. Weiter wurde die Freizeitgestaltung im Kinderheim "Pflug" kritisch hinterfragt, da rauchende Kinder auf anderen Privatgrundstücken herumhängen würden. Andere Bürgeranliegen befassten sich mit illegalen Bauschuttablagerungen auf einem privaten Wiesengelände in zentraler Lage.

Wie es sich für Leiberstunger Sitten gehört, bereiste der Ortschaftsrat Ecken und Straßen mit einem Planwagen, der von einem Pferdegespann gezogen wurde. Ausgangspunkt war das Rathaus, wo das Gremium zunächst den Zustand der Kellerräume inspizierte. Ein Wassereinbruch hatte dort Wände und Böden beschädigt. Direkt vor dem Gebäude der Ortsverwaltung seien Parkplätze geplant, ließ Ortsvorsteher Josef Rees wissen, bevor die Ratsmitglieder, begleitet von Bürgermeister Erik Ernst, oben auf dem Pferdeanhänger Platz nahmen.

Von der erhöhten Sitzposition aus konnten die Teilnehmer gut einen Blick auf das Gehege der Dammwildgemeinschaft werfen. Der Bürgermeister berichtete von Beschwerden, die in der Bürgersprechstunde an ihn herangetragen worden seien. Es gebe Sorgen um das Tierwohl in dem rund sechs Hektar großen Gehege. Der anwesende Gemeinde- und Ortschaftsrat Carsten Bräutigam (Grüne), der für das Dammwildgehege verantwortlich zeichnet, berichtete, dass er aufgrund der im Raum stehenden Vorwürfe Besuch vom Amtstierarzt bekommen hätte. Es bestehe wohl der Eindruck, dass die Tiere in dem Gehege nicht ordnungsgemäß versorgt würden. Passanten hätten moniert, dass die Tiere nicht genügend zu trinken hätten und bei der extremen Trockenheit nicht ausreichend Futter zur Verfügung gestellt worden wäre. Außerdem wurde angezweifelt, dass Bräutigam eine Jagdgenehmigung zum Abschuss der Tiere im Gehege besitze. "Die Vorwürfe haben sich als gegenstandslos erwiesen", unterrichtete Bräutigam die Anwesenden über das Urteil des Amtsveterinärs. Es sei stets Wasser für die Tiere da gewesen. Wild würde zudem den Morgentau von den Gräsern lecken, um Flüssigkeit zu bekommen. Während des trockenen Sommers sei darüber hinaus zugefüttert worden. Er verfüge über eine Abschussgenehmigung und halte sich an die gesetzlichen Vorgaben, erklärte Bräutigam gegenüber dem BT. Und er ergänzte: "Das Problem ist: Die Personen, die das beanstanden, kommen nicht zu mir."

Ganz andere Tiere bekamen die Teilnehmer zu sehen, als die Kutsche die Jägerstraße passierte, kurz anhielt und das Geflügel mit prächtigem Federkleid sich dem Gatter näherte, um die seltenen Zaungäste auf dem Planwagen näher in "Hühneraugenschein" zu nehmen. Auf dem Areal soll laut Ortsvorsteher Rees der Besitzer jüngst eine Privilegierung zum Betrieb von Landwirtschaft vom Landratsamt erteilt bekommen haben.

Beim Spielplatz in der Falkenstraße ist der Holzlattenzaun mittlerweile in die Jahre gekommen. Bürgermeister Ernst sagte zu, den Vorschlag, den Zaun zu erneuern, als "Gedächtnisstütze mitnehmen" zu wollen.

Ein Hauch von Urlaubsflair kam auf, als die Kutsche in Richtung Sportplätze an einer Obstbaumallee vorbeifuhr. "Das gemeindeeigene, reife Obst an den Bäumen darf von Leiberstunger Bürgern gepflückt werden", teilte Rees mit.

"Schön hergerichtet", lobte der Ortsvorsteher das leicht umgestaltete Gebäude des Reit- und Fahrvereins auf dem Übungsgelände. Daneben hat der SVL sein Domizil. Auf dem Festplatz sollen die dort befindlichen Garagen so versetzt werden, dass künftig die Nähe zum Wasseranschluss gegeben ist. Der Angelsportverein will die Fläche dann pflastern, so dass bei Festen auf einer trockenen Fläche gearbeitet werden kann, führte Rees das Anliegen der beiden Vereine aus.

Am nördlichen Ortseingang begutachteten die Teilnehmer dann den neuen Fahrbahnteiler. Der Übergang von alter auf neuer Asphaltfläche verursache bei Schwerlastverkehr und Anhängern Lärm. Außerdem werde zu schnell gefahren, bei Stoßzeiten sei zu viel Verkehr auf der L80 unterwegs, lauteten die Bürgeranliegen. Dortige Anwohner befürchten einen erheblichen Verlust von Wohnqualität.

Nachdem der Leiberstunger Ortschaftsrat das Neubaugebiet besichtigt hatte, stoppte der Planwagen am Friedhof. Dort ist eine sanitäre Anlage für Friedhofsbesucher geplant. Außerdem soll die Eingangstür zur Friedhofkapelle ein Lüftungsgitter erhalten.

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