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Miteinander sprechen statt übereinander
Die Verantwortlichen hoffen auf viele Teilnehmer bei den mehr als 20 Angeboten.  Foto: Rüggeberg
19.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Charlotte Rüggeberg

Baden-Baden - Am Samstag ist es wieder so weit: Unter dem Motto "Vielfalt verbindet" beginnt die bundesweite Initiative der "Interkulturellen Woche" in circa 500 Städten. Zwölf Tage lang, bis zum Mittwoch, 3. Oktober, bieten mehr als 30 Akteure in Baden-Baden 23 bunt gemischte Veranstaltungen an.

Die erste "Interkulturelle Woche" in der Kurstadt wurde 2004 vom Verein "Perspektive in Baden Baden" ins Leben gerufen. Dieses Jahr findet sie schon zum 15. Mal statt. Seit 2015 stand das Thema Flüchtlinge - mit seinen Chancen und Problemen - sehr im Vordergrund, merkte Bürgermeister Roland Kaiser gestern bei der Vorstellung des Programms an. "Andere Themen wurden ein bisschen weggedrängt." Dabei sei das Zusammenleben verschiedener Kulturen in Baden-Baden eine Erfolgsgeschichte. Etwa 120 Nationen seien hier vertreten, "es gibt deshalb im Programm bewusst zahlreiche Angebote, die nicht mit der aktuellen Flüchtlingsthematik zusammenhängen".

Einige Angebote kamen neu hinzu. So bietet etwa das Festspielhaus Zugewanderten eine Führung an, und die Agentur für Arbeit hat mit der Handwerkskammer Baden-Baden ein "Speeddating" für Flüchtlinge und fünf Betriebe organisiert. Erstmals findet das Sommerfest am Waldseeplatz im Rahmen der "Interkulturellen Woche" statt. Die Veranstalter hoffen, den Rekord von 350 Gästen im Jahr 2016 zu übertreffen - denn die Flüchtlinge seien schon bis nach Karlsruhe gefahren, um Gewürze zu kaufen, erzählte Michael Moerschel vom Freundeskreis Waldseeplatz.

Zahlreiche weitere Aktionen schaffen die Gelegenheit, "nicht übereinander zu reden, sondern miteinander", wie Frank Herzberger vom Caritasverband Baden-Baden sagte. Es gibt Cafés der Kirchengemeinden, einen bunten After-Work-Treff, einen offenen Tangoabend im Stadtteilzentrum Briegelacker sowie einen interkulturellen Austausch bei IN VIA Puella.

Auch kulturelle Veranstaltungen stehen auf dem Programm: ein Malworkshop für Kinder unter dem Motto "Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt" sowie interaktive Konzerte und ein Filmabend zu den Themen Verfolgung, Migration und Integration.

Der Vortrag "Zusammenleben mit Muslimen" in der Friedenskirche ist einer von mehreren Programmpunkten, die sich dem Thema Religion widmen. Ebenso gehen ein interkultureller Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche, der Tag der offenen Moschee in Steinbach und ein jüdischer Abend mit Feier des Laubhüttenfestes in den Kolonnaden darauf ein.

Politische und kulturelle Bildung ist zudem das Ziel mehrerer Veranstaltungen der Stadt und der Volkshochschule. Die Arbeit der Stadtverwaltung kann man bei einer Gemeinderatssitzung und dem Tag der offenen Tür im Rathaus kennenlernen. Ein Seminar der Volkshochschule vermittelt praktisches Wissen zum Umgang mit Menschen aus islamischen Ländern.

Vielleicht lasse sich durch das Programm die ein oder andere Person für ehrenamtliche Arbeit gewinnen, hoffte Bürgermeister Kaiser gestern. Details zu den einzelnen Angeboten finden sich in den Programmflyern. Diese liegen in Geschäften der Innenstadt, im Rathaus, im Bürgerbüro und in den Ortsverwaltungen aus. Zudem sind sie auf der städtischen Homepage unter "Service" herunterzuladen.

www.baden-baden.de

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