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Zwölf BT-Leser dürfen zur Stadtführung mit Gruselfaktor
'Ganz Baden-Baden ist eine einzige Kulisse': Schauspieler Max Ruhbaum führt sein Publikum durch die Stadt. Am 16. Oktober sind auch zwölf BT-Leser an der Reihe. Foto: Gareus-Kugel
20.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Baden-Baden - Wo die Geister wohnen, eine grauhaarige Frau klagend durch alte Gemäuer streift, Nixen aus einem Teich steigen oder an bestimmten Tagen das Glöcklein eines längst untergegangenen Kirchleins zu hören ist, da sollte der Mensch nachts nicht sein. Es sei denn, dieser Mensch heißt Max Ruhbaum und ist Schauspieler. Unter dem Motto "Geister, Grafen und Gerüchte" geisterte zusammen mit ihm ein angetanes Premierenpublikum am Dienstagabend über den Friesenberg, durch die Baden-Badener Gerüchteküche und durch die mystische Sagenwelt des Schwarzwaldes.

Es war die allererste Themenführung mit Gruselfaktor, zu der die Baden-Badener Kur & Tourismus GmbH eingeladen hat. Sie ist buchbar für Gruppen und Firmenevents. Zudem bekommen zwölf BT-Leser am 16. Oktober im Rahmen der Aktion "BT öffnet Türen" eine exklusive Führung, bei der sie das neue, hochspannende und unterhaltsame touristische Angebot kostenlos testen können.

Die Sagenwelt des Schwarzwalds, Baden-Baden nicht ausgenommen, ist voller Düsternis und bevölkert von seltsamen Kreaturen. Diese entsteigen einfach so den Tiefen dunkler Wasser wie der Mummelsee-König: Wer ihn zu Gesicht bekommt, den nimmt er bekanntlich mit in sein dunkles feuchtes Reich. Seine Lilien-Töchter verwandeln sich zur Geisterstunde in schön anzuschauende Jungfrauen.

Schon Schloss Solms, der Startpunkt der etwas anderen Stadtführung, birgt angeblich in seinen Mauern Seltsamkeiten. Es ist ein echtes Gruselschloss, so die Aussage. Wer einziehen wollte, hat das entweder mit dem Leben bezahlt - oder er hat mit dem Schwamm zu kämpfen. Heute residiert dort die Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH, und alles scheint gut. Gleichwohl ist Vorsicht geboten. "Alles nur Schein", heißt es. Selbst einer der größten Mammutbäume Deutschland, vor dem Gemäuer aus dem 19.Jahrhundert gepflanzt, wurde angekettet, "man traut hier niemandem mehr", so der Schauspieler. Er brachte den verrucht-gruseligen unterhaltsamen Streifzug durch die Kurstadt mit einem Monolog aus dem Theaterstück von William Shakespeare "Wie es Euch gefällt" auf den Weg.

Shakespeare sagte auch: "Die ganze Welt ist eine Bühne." "Ganz Baden-Baden ist hingegen eine einzige Kulisse", sprach Ruhbaum von den Eingangsmauern des Schlosses herunter. Kulisse für Gerüchte, die sich um Filmstars wie Hans Moser, Romy Schneider und Joachim Fuchsberger oder Grafen und Kurtisanen aus der ganzen Welt ranken und rankten.

Was ist Tatsache, was ist Gerücht? Tatsache ist, dass Grabräuber die Grablege der Grafen Stourdza plünderten und den Leichen die Ringe von den Fingern zogen. Dass dieses Grafengeschlecht des Fürstentums Moldau den Staatsschatz mitgehen ließ - nun: Darüber lässt es sich streiten. Auch darüber, ob wirklich ein Handwerksgeselle und Zaubersteine aus der Hand des Mummelseekönigs für das Heilwasser im Oostal verantwortlich gemacht werden können. Gesichert ist hingegen, dass das Thermalwasser, das aus den Wasserhähnen der Trinkhalle sprudelt, statt des Prädikats Heilwasser ironischerweise das Schild "Kein Trinkwasser" verpasst bekam - zu hoch ist der Arsengehalt. Welcher Geist dafür wohl verantwortlich gemacht werden kann? Diese Antwort blieb Ruhbaum jedoch schuldig.

Unter der schützenden Hand des Geistes aus der Flasche (Geistertrunk), an der Hand oder im Gürtel rote, geisterabwehrende Lampen, machte sich die Gruppe bei Einbruch der Dunkelheit auf den Weg. Er führte sie zum Solms-See, dort soll einst ein Kirchlein gestanden haben, die Nixe einen Teich weiter ließ sich jedoch nicht blicken. Was auch gut war. Denn ihr sollte man lieber nicht ins Wasser folgen. Mit Blick auf die Stiftskirche, der Grablege der Markgrafen, kam Ruhbaum auf die graue Frau zu sprechen, eine Markgräfin, die ihren neugeborenen Sohn über die Schlossmauern des Alten Schlosses hob. Beim Wort "reich" glitt er ihr aus den Händen und stürzte in die Tiefe. Noch heute soll man dort eine grauhaarige Frau nach ihrem Sohn rufen hören. In der Trinkhalle endete die Tour in die Welt der Sagen und in die Zeit des 19.Jahrhunderts der Kurstadt.

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