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Große Sorge um Vollsperrung der Yburgstraße
27.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Christa Hoffmann

Baden-Baden - Erfreuliche, aber auch weniger erfreuliche Themen sind beim Rundgang von Oberbürgermeisterin Margret Mergen in Steinbach am Dienstagabend zur Sprache gekommen. Besonders groß war das Interesse einiger Anwohner im Wohngebiet Alte Ziegelei daran, wie der Stand der Dinge ihres Wunsches nach einer verkehrsberuhigten Zone ist. Zudem waren Anlieger an Details zur Sanierung der Yburgstraße sowie der Bachmauer und der deshalb geplanten dreijährigen Vollsperrung.

Diese Vollsperrung wollte nicht nur einigen Bürgern, sondern auch Ortschaftsräten nach wie vor nicht so richtig einleuchten. Auch nach den Informationen von Rolf Basse vom Fachgebiet Tiefbau gab es noch Zweifler und Gegenvorschläge. Wie berichtet, soll die Yburgstraße ab Ende März 2019 in drei Bauabschnitten saniert, die Bachmauer ertüchtigt, das Geländer erneuert, neue Leitungen verlegt und Hausanschlüsse auf den neuesten Stand gebracht werden. Aufgrund der engen Fahrbahn sei eine einspurige Verkehrsführung parallel zu den Bauarbeiten nicht möglich, so Basse.

Die Verwaltung habe sich vergeblich "den Kopf zerbrochen", um das zu verhindern, sagte die OB. Man sei sich der Probleme bewusst, auch für die Geschäfts- und Firmeninhaber und die Winzer. Man werde mit der Firma, die den Zuschlag bekomme, noch einmal genau abgleichen, was möglich sei, ergänzte Basse. Der erste Bauabschnitt von der Häfnergasse bis zur Yburgstraße 67 sei der längste. Vielleicht "geht es danach schneller", weil man Erfahrungen gesammelt habe. Mehr Personal als die geplanten zwei Kolonnen à vier Mann sei aus organisatorischen Gründen nicht vorgesehen. Die Brücken sollen, wo möglich, befahrbar bleiben, versprach er.

Erste Station war der Kindergarten "Regenbogen" in der Dr.-Arweiler-Straße gewesen. Im Februar 2018 hatte der Neubau begonnen. Mergen ging noch einmal kurz auf die Vorgeschichte ein und betonte dann: "Steinbach entwickelt sich, wächst und gedeiht." 2,2 Millionen Euro wird der Kindergarten, der eine Gruppe für unter dreijährige und zwei Gruppen für über dreijährige Kinder aufnehmen kann, kosten. Das Erdgeschoss sei fertig, momentan seien die Innenarbeiten dran, erklärte Björn Käckell vom Fachgebiet Gebäudemanagement. Die Fertigstellung sei für März/April 2019 geplant, so dass im Mai die Eröffnung folgen könne. Auf dem Areal der benachbarten alten Einrichtung wolle man nach einem Abriss Wohnen anbieten, teilte die OB mit. Ortschaftsratsmitglied Hermann Winterhalter (CDU) gab zu bedenken, dass optional an einen Erweiterungsanbau gedacht worden sei. Die Rathauschefin sagte, angesichts der demografischen Entwicklung würden in den nächsten zehn bis 15 Jahren keine weiteren Plätze benötigt, wolle das aber noch einmal prüfen lassen. Einige Teilnehmer wussten von aktuellen Engpässen zu berichten.

Im Juni hatte sich der Ortschaftsrat mit einem Anliegen von etwa 50 Anwohnern in der Alten Ziegelei beschäftigt, die eine verkehrsberuhigte Zone, umgangssprachlich Spielstraße genannt, forderten. Erlaubt sind in deren Bereich sieben Stundenkilometer. In der Sitzung sprachen sich aber andere Anlieger dagegen aus. Manfred Schmalzbauer, Leiter des Fachgebiets Straßenverkehr, erläuterte noch einmal die Rechtslage. Im Gegensatz zu heute stünden dann nur elf Stellplätze auf den Straßen zur Verfügung. Bei dem Vor-Ort-Besuch sollten vor einer Entscheidung noch einmal Stimmen gesammelt werden. Unfallmäßig sei das Areal "unauffällig", so Schmalzbauer. Die Kinder müssten auf der Straße laufen, erklärten Anwohner, da es keine Gehwege gebe. Sie seien den Autos "ausgeliefert". Und die Paketdienste seien immer unter Zeitdruck. Ein anderer Bürger wies auf die "Spielstraße" Häfnergasse hin und dass dort, ungeachtet der Beschilderung, die Autofahrer "durchbrettern". Die OB betonte, dass die Alte Ziegelei keine Durchgangsstraße sei und alle Rücksicht nehmen müssten. Eine Anwohnerin entgegnete, "sie machen es nicht". Und die geltenden 30km/h seien "zu schnell für ein Kind". Hätte man eine Spielstraße, könne man besser argumentieren, meinte sie. Die OB warnte vor zu viel Reglementierung und machte im Blick auf die Personalsituation deutlich, dass keine regelmäßigen Kontrollen stattfinden könnten. Ratsmitglied Günter Seifermann (Grüne) schlug nach der Frage seines Ratskollegen Harry Hasel (Freie Wähler), wie es nun weitergehe, eine Bürgeranhörung vor. Klaus Bloedt-Werner (CDU) sprach sich für die Einrichtung einer solchen Zone aus, wenn es dafür eine Mehrheit gebe.

CAP-Markt soll im November öffnen

Glücklich zeigte sich die OB über die baldige Eröffnung des neuen CAP-Marktes der Lebenshilfe in der ehemaligen Netto-Filiale am Sternenplatz. "Das Dorfleben steht und fällt mit einem Nahversorger", sagte sie. Momentan wird der Laden mit rund 250Quadratmetern Fläche umgebaut. Ein "guter Partner" sei dabei der Hauseigentümer, sagte Rebland-Ortsvorsteher Ulrich Hildner. Die Eröffnung ist für November geplant. Einige der später insgesamt zwölf Mitarbeiter, davon acht mit Handicap, hießen die Rundgang-Gruppe willkommen.

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