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Streit um geplante Wohnblocks in der Jagdhausstraße
10.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Im oberen Bereich der Jagdhausstraße sollen auf zwei Grundstücken Wohnblocks gebaut werden. Derzeit steht dort noch, umgeben von einer recht weitläufigen Grünfläche, ein Einfamilienhaus. Die Anwohner sind mit den Planungen nicht einverstanden. Und auch die Stadtverwaltung will das Projekt in der geplanten Größe nicht.

Baubürgermeister Alexander Uhlig bestätigt gegenüber dem BT, dass die Rastatter Firma Weisenburger einen Antrag auf die Errichtung von zwei Wohnblocks samt Tiefgarage auf den Grundstücken Jagdhausstraße 30 und 30a gestellt hat. "Wir haben bereits im Vorfeld darauf gedrängt, die Angelegenheit abzuspecken", macht Uhlig klar, dass die Verwaltung mit den Ausmaßen des Bauprojekts nicht einverstanden ist. Der Bauträger sei dieser Empfehlung aber nicht gefolgt und habe die Planungen nun unverändert eingereicht. "Wir werden städtebaulich darauf reagieren", meinte der Bürgermeister. Gegebenenfalls müsse man auch mit einer Veränderungssperre arbeiten, die eine Bautätigkeit auf dem Areal erst einmal verhindert.

Im Hinblick auf die kleineren, denkmalgeschützten Häuser in der Nachbarschaft seien weitere Wohnblocks an dieser Stelle nicht zu vertreten. "Es gibt dort zwar schon einige Wohnblock-Trümmer - allesamt Bausünden aus den 70er Jahren. Wenn das aber weiter Schule macht, dann verändert sich das Quartier, und zwar nicht zum Vorteil", meint der Baubürgermeister, der nach eigenen Worten schon dreimal vor Ort war, um sich die beiden Grundstücke und die Umgebung anzuschauen.

Nach Informationen des BT hatten sich Nachbarn darum bemüht, das Grundstück samt Haus gemeinsam zu kaufen und an dieser Stelle eine umgebungsverträgliche Nutzung hinzubekommen. Den Zuschlag bekam letztlich aber die Firma Weisenburger. Die Nachbarn fürchten vor allem auch um den großen Garten hinter dem Gebäude mit zwei prägenden Bäumen - einem Trompetenbaum und einem Rotahorn. Das Areal sei ein Paradies für Vögel und Insekten, machen sie Werbung dafür, die beiden Bäume zu bewahren und den großen Garten lieber kleinteilig zu bebauen. Zum Schutz des Geländes bedürfte es ihrer Meinung nach eines Bebauungsplanes, der klare Vorgaben für das Areal macht. Dieser könnte nach dem Erlass einer Veränderungssperre aufgestellt werden, sagt Uhlig.

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