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Ein falscher Klick mit Folgen
Zahlreiche Schüler finden sich mit ihren Lehrern zu den Filmvorführungen im Cineplex Baden-Baden ein.  Foto: Gareus-Kugel
24.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Baden-Baden - Bei der sechsten Auflage zweier Kinotage für Schulen im Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden kann das Medienzentrum Mittelbaden von einer Rekordbeteiligung sprechen. Noch nie war das Interesse von Schülern und Lehrern an den Veranstaltungen im Cineplex Baden-Baden und im Forum Kino Rastatt so groß, dass sich eine Warteliste ergab. Im Mittelpunkt steht das Thema Cybermobbing.

Über 800 Schüler und Lehrer hatten sich zu den Anti-Cybermobbing-Kinotagen angemeldet. Für die Klassenstufen 6 bis 8 war der Film "Verklickt" und ab Klassenstufe 9 der mehrfach preisgekrönte Spielfilm "Homevideo" im Angebot. Im Anschluss standen mit Wolfgang Langer (Diplom-Psychologe von der Fachstelle Sucht für den Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden), Reinhard Walter (Polizeirevier Baden-Baden) und Alexander Fischer (Landesmedienzentrum) kompetente Moderatoren zur Verfügung.

Das Interesse zeige, wie brisant das Thema sei, sagte Fischer bei der Begrüßung der rund 230 Teilnehmer vor der ersten Aufführung. Die Wichtigkeit betonte auch Bürgermeister Roland Kaiser, der die Kinotage gestern in Baden-Baden eröffnete. Heute findet die Aktion in Rastatt statt.

Anne, Mia, Robin, Tarek und Max stehen im Zentrum der Geschichte des Films "Verklickt". Mia ist in Tarek verliebt. Mit einem neuen, von ihrer besten Freundin Anne erstellten Profil und einer Freundschaftsanfrage möchte sie Tarek für sich gewinnen. Zum Verhängnis wird ihr dabei ein nicht sehr netter Post ihrer Freundin, der versehentlich von Mias Account gesendet wird.

Missverständnisse reihen sich an Missverständnisse, einiges wurde aus den Zuschauerreihen mit Gekicher quittiert. Abschließend wird die Mutter von Max, angemeldet auf einem Dating-Portal, mit einem fingierten Treffen bloßgestellt. Vieles in diesem Streifen geschieht ohne böse Absicht. Doch ein falscher Klick zu viel - und mit entsprechend ernsten Konsequenzen ist zu rechnen.

Mit drei Hauptthemen befasste sich der Film: Mobbing, Fake-News und Abzocke im Internet. Auf den ersten Blick zeigten sich die Schüler über das Thema während der anschließenden Gesprächsrunde recht gut informiert. Ganz Mutige gaben zu, bereits selbst schon einmal Opfer von Cybermobbing geworden zu sein und deshalb Hilfe bei Lehrern und Eltern gesucht zu haben.

Der Film "Homevideo" bewegt sich mehr auf psychologischer Ebene, gibt Fischer im Gespräch Auskunft. Auch legte er dar, dass viele Kinder und Jugendliche zumindest oberflächlich um die Problematik Cybermobbing wissen und auch, wo Hilfe zu finden ist. Eine Vertiefung der Thematik sei vor diesem Hintergrund wichtig. "Wir wollen die digitalen Medien nicht verteufeln, sondern wachsame Aufmerksamkeit erzeugen, wo Risiken und Gefahren bezüglich Datenschutz oder Urheberrechte lauern", betonte Fischer.

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