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Konflikte mit Jugendlichen spitzen sich zu
Konflikte mit Jugendlichen spitzen sich zu
13.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Christa Hoffmann

Sinzheim - Einige Jugendliche machen seit den Sommermonaten den Sinzheimern durch Ruhestörungen vor allem auf dem Grundschulhof, aber auch durch Vandalismus das Leben schwer. Scheinbar waren aber auch einige von ihnen in einen Vorfall beim Bühler Zwetschgenfest am 10. September verwickelt, bezüglich dessen die Polizei wegen Landfriedensbruchs ermittelt, und in eine körperliche Auseinandersetzung im Umfeld einer Party am 26. Oktober in Sinzheim. Die Konflikte spitzen sich zu.

Von einer Gang, die englische Entsprechung für eine Bande, die sich nach deutschem Strafrecht aus Straftätern zusammensetzt, will die Polizei aber nicht sprechen. Nach deren Erkenntnissen handelt es sich um eine "lose Verbindung".

Die Gruppe sei eine "kunterbunte Mischung" aus 15- bis 20-jährigen Mitgliedern, die sich aus ethnisch durchmischten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammensetze, die sich an verschiedenen Örtlichkeiten treffen, erklärte Polizeipressesprecher Patrick Schaub auf BT-Anfrage. Beim Zwetschgenfest seien zehn Beteiligte aus Sinzheim festgenommen worden. Sie sollen Container von Schaustellern beschädigt und Tabakwaren aus dem Inneren eines Wohncontainers entwendet haben und - nachdem deren Besitzer hinzugekommen sei - in eine handfeste Auseinandersetzung verwickelt gewesen sein. Ein Schausteller sei mit einer Flasche am Kopf verletzt worden.

Der Vorfall mit Schlägen im Umfeld der Party in Sinzheim sei noch in Arbeit. Es stünden noch Vernehmungen an, teilte Schaub mit. Es seien durch Zeugenvernehmungen zwei Täter ermittelt worden.

Erst am Donnerstag hatte die Gemeinde Sinzheim über Klagen von Bürgern über Lärm und Vandalismus von jugendlichen Rabauken berichtet. Das war im Arbeitskreis Jugend zur Sprache gekommen, an dem auch Vertreter des Landratsamtes und der Polizei teilgenommen haben. Bürgermeister Erik Ernst sagte gestern auf BT-Anfrage, dass man sehr genau zwischen "Mutmaßungen und Fakten" unterscheiden müsse. Der Hausmeister der Grundschule habe beispielsweise keine Spritzen gefunden, wie mancherorts behauptet werde. Zu Beginn seien die jungen Leute bei der Grundschule unauffällig gewesen, das habe sich aber mit der Zeit geändert. Anwohner hätten sich in der Bürgersprechstunde bei ihm über Lärm beklagt, so Ernst. Der Sozialarbeiter habe Kontakt gesucht und auf die Regeln aufmerksam gemacht, habe aber unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen, erklärte der Bürgermeister. Daraufhin sei die Polizei kontaktiert worden. Inzwischen habe sich die Lage zugespitzt wie beispielsweise mit Sachbeschädigungen in der Grundschule, und im Mehrgenerationenpark. Hier sei eine Toilette demoliert worden. In der Grundschule seien aus zwei Klassenzimmern Gegenstände geworfen und in den Räumen etwas gesprayt worden, so die Polizei gestern.

Wie berichtet, sollen als Gegenmaßnahmen der Gemeinde nun Schilder, das Abstellen von WLAN im öffentlichen Raum dort und eine bessere Beleuchtung helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. "Die Ersten rufen nach Kameras", teilte Erik Ernst mit. Mit einer solchen Maßnahme müsse man allerdings "sorgsam" umgehen, mahnte er und appellierte an alle Bürger, auch die kleinsten Vorkommnisse der Polizei zu melden. Jedes "Puzzlestück" helfe, das Bild zusammenzusetzen.

Das Polizeipräsidium hat in der Folge die Polizisten über die Aktivitäten der Gruppe informiert. Der Jugendsachbearbeiter bei der Polizei sei ebenfalls in Kenntnis gesetzt worden. Es solle in Zukunft eine erhöhte Präsenz und mehr Kontrollen an den Jugendtreffpunkten geben, teilte Patrick Schaub weiter mit. Und in Sinzheim sei ein runder Tisch zum Thema Jugendkriminalität und -gefährdung geplant. Außerdem werde die Kommunikation zwischen der Polizei und dem Schulsozialarbeiter in Sinzheim intensiviert und die Ausländerbehörde des Landratsamtes informiert.

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