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"Gute Stube" wird nun wieder "möbliert"
'Gute Stube' wird nun wieder 'möbliert'
14.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Mit der Pflanzung eines Japanischen Schnurbaums feierte die Stadt gestern die Fast-Fertigstellung des Leopoldsplatzes. Die "gute Stube" Baden-Badens soll nach ihrer umfassenden Renovierung nun auch wieder nett "möbliert" werden.



Bei diesem Anlass zog die Verwaltungsspitze auch eine Bilanz des gesamten Großprojekts, für dessen Ergebnis Bürgermeister Alexander Uhlig begeisterte Worte fand: "Der Leo kann nun wieder das Herz der Stadt sein." Gestalterisch sei die Umgestaltung mit den Betonplatten gelungen: "Das passt zu Baden-Baden."

Oberbürgermeisterin Margret Mergen warf einen Blick zurück auf die Geschichte des Leopoldsplatzes, der vor 29 Jahren mit der Verbannung des Autoverkehrs ein "neues Gepräge" (Mergen) erhalten hat. Doch dann folgte der "große Schrecken", als die neuen Platten den Belastungen des Busverkehrs nicht gewachsen waren. Nach diversen Sanierungsversuchen entschied man sich für die Betonlösung.

Begonnen wurde im September 2016, wobei man zuerst, so die OB, "im Keller aufräumte". Nach vielen Kanal- und Leitungsarbeiten ging es dann ab Februar dieses Jahres an die Installierung der Betonplatten. Die Leo-Sanierung war auch mit einigen Besonderheiten verbunden wie zum Beispiel die Entdeckung von römischen, mittelalterlichen und neuzeitlichen archäologischen Überresten. Schlagzeilen machte das Projekt, als die Baugrube während des Finanzministertreffens in der Kurstadt für einige Zeit zugeschüttet und die Oberfläche asphaltiert werden musste.

Margret Mergen dankte gestern ihrer Bauverwaltung für die Realisierung des Millionenprojekts und den Anliegern, die einiges durchmachen mussten, für ihr Verständnis. Die Busumleitung über die Allee habe so gut geklappt, dass man sie nun noch wegen der Sanierung der Luisenstraße verlängere. Die Baumaßnahmen seien von einem intensiven Kontakt zu den Bürgern begleitet worden.

Die Stadt will den Bürgern am neuen Leopoldsplatz aber nicht nur Beton, sondern auch Grünes bieten. So begann gestern die Pflanzung der ersten beiden von insgesamt einmal fünf neuen Japanischen Schnurbäumen im Platzbereich sowie in der Luisenstraße. Diese ersetzen die hier früher - fast an den gleichen Standorten - einmal vorhandenen Schnurbäume, die gefällt werden mussten.

Für die erneute Pflanzung von Schnurbäumen, erklärte gestern Gartenamtsleiter Markus Brunsing, habe man sich aus verschiedenen Gründen entschieden. So sei den Baden-Badenern das Bild der Bäume mit ihren breiten, schirmartigen Kronen vertraut. Diese robuste Art könne man auch als "Zukunftsbaum" bezeichnen, da er Hitze, Trockenheit und Stadtklima gut vertrage. Schließlich biete der Schnurbaum mit seiner späten Blüte auch eine "fantastische Bienenweide".

Weiter geht die Pflanzaktion im Dezember in der Sophienstraße, wo die einst im Bereich des Mittelstreifens gefällten zwölf Kastanien ersetzt werden. Wie bei den Schnurbäumen sollen hier größere Jungbäume eingesetzt werden als sonst in Baden-Baden üblich. Bereits in der nächsten Woche kehrt noch ein weiteres Gehölz auf den Leopoldsplatz zurück: Der Weihnachtsbaum wird hier aufgestellt.

Ansonsten stehen am Leo auch noch einige Restarbeiten auf dem Programm. Bis Ende November will man mit der Wiederherstellung der Mittelinsel im Einmündungsbereich der Sophienstraße fertig sein. Die Lieferung und Montage von drei Rundbänken ist im Dezember geplant. Ebenfalls im Dezember will man mit den Kiosk-Rohbauarbeiten beginnen, die Fertigstellung ist im März oder April 2019 vorgesehen. Nach Abbau des Podestes soll noch im Winter die hier befindliche Treppenanlage instandgesetzt werden.

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