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Luxuszimmer mitten auf der Baustelle
15.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Sarah Reith

Baden-Baden - Auf der Baustelle des Hotels Europäischer Hof wird derzeit an allen Ecken und Enden gearbeitet: Mehr als 100 Menschen seien dort manchmal gleichzeitig zugange, berichtet der leitende Architekt Peter Kruse - Tendenz steigend.



Dass nun die Luisen- und später auch die Inselstraße parallel zu dem Hotel-Projekt saniert werden sollen, begrüßt Kruse zwar sehr, dennoch werde das die Situation auf der innerstädtischen Großbaustelle mit nur sehr begrenzten Parkmöglichkeiten für Handwerker noch erschweren. Aber die beengte Situation für die vielen Mitarbeiter unterschiedlicher Firmen (wenn es erst einmal an den Innenausbau geht, dürften noch mehr gleichzeitig vor Ort sein) ist längst nicht die einzige Herausforderung des Projekts, bei dem fünf Häuser zu einem Hotel verbunden werden mussten. Auch die Altbauten sorgten für einige Überraschungen, wie Kruse berichtet.

So habe man etwa im Vorfeld nicht sehen können, wo beispielsweise Deckenbalken verfault waren - und habe viele Elemente erneuern müssen, die man eigentlich hatte erhalten wollen. Auch deshalb hat sich die Bauzeit bereits deutlich verlängert. Stand jetzt peile man eine Eröffnung Mitte 2020 an, sagt Kruse. Genau festlegen könne man sich da aber nicht: Noch sei "alles offen".

Während in großen Bereichen des künftigen Fünf-Sterne-Hauses als Nächstes erst einmal die Gebäudetechnik eingebaut werden soll, sieht es in einem einzelnen Zimmer schon schwer nach fertigem Hotelbetrieb aus: Wer das sogenannte Musterzimmer betritt und die Tür hinter sich schließt, hört nichts mehr vom Baustellenlärm und fühlt sich, als hätte er soeben eingecheckt.

Die luxuriöse Einrichtung, eine moderne Interpretation von Art déco, soll so auch in den anderen Zimmern umgesetzt werden, erläutert Kruse. Bis ins kleinste Detail wurde das Musterzimmer geplant und kürzlich bis hin zum Schallschutz komplett fertiggestellt.

Es soll eine Orientierungshilfe, ein Qualitätsmaßstab für all die anderen Zimmer sein, die noch folgen werden. 120 sollen es insgesamt am Ende werden - genauso viele wie früher. Nun werden sie aber verteilt auf Alt- und Neubau - und bekommen alle eine heutigen Vorstellungen entsprechende Größe. Die zum Teil sehr kleinen Zimmer von ehedem gehören laut Kruse der Vergangenheit an. Ebenfalls den heutigen Vorstellungen angepasst ist der künftige Spa-Bereich des Hotels: Er wird laut Kruse viel Raum einnehmen im Unter- sowie im Erdgeschoss.

Nach wie vor gleicht aber auch künftig kein Hotelzimmer im "Europ" vom Grundriss her einem anderen: Im Altbau ist das der Gebäudesubstanz geschuldet. Aber auch im Neubau musste man bei der Anordnung und Planung der Zimmer kreativ sein: Der Bau läuft in eine Richtung fast wie ein Tortenstück spitz zu, um den vorhandenen Platz zur Luisenstraße hin optimal auszunutzen.

Im unteren Bereich des Neubaus entsteht eine Ladenpassage, die von der künftigen Hotellobby ebenso zugänglich sein soll wie von der Insel- sowie von der Luisenstraße. Sechs oder sieben Geschäfte könnten hier maximal entstehen - oder auch ein sehr großes, sagt Kruse: Die Unterteilung des vorhandenen Raums sei variabel.

Nicht variabel ist hingegen die enorme Raumhöhe, die sicher für lichtdurchflutete Geschäfte sorgen wird. Mit dem Neubau habe man sich über alle Stockwerke hinweg an den Höhen des Altbaus orientiert, auch im Sinne eines barrierefreien Gesamthotels, so Kruse. Und das Erdgeschoss sei eben früher besonders hoch geplant worden. Das kommt auch der Gestaltung der neuen Lobby zugute, die, mit einem Glasdach ausgestattet, in einem Freiraum zwischen den Häusern entstehen soll.

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