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Flexible Arbeits- und andere Öffnungszeiten
Flexible Arbeits- und andere Öffnungszeiten
01.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Christa Hoffmann

Sinzheim - Angesichts des "harten Konkurrenzkampfs" um gutes Personal will die Gemeindeverwaltung Sinzheim die Arbeitszeiten flexibilisieren und Heimarbeit ermöglich. Mit einhergehen soll ein Servicegewinn für die Bürger - ohne auf übertarifliche Bezahlung für die Mitarbeiter zurückgreifen zu müssen. Das erklärte Hauptamtsleiter Ronald Pfefferle in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend. Das war auch im Sinne des Gemeinderats, der die Vorschläge einstimmig billigt.

Jenseits der Bezahlung gelte es, ein Umfeld zu schaffen, "in dem die Gemeinde Sinzheim attraktiv bleibt", so Pfefferle "Ein wichtiger Baustein ist eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Darunter seien durchaus nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch Familien mit Pflegebedürftigen zu verstehen.

Hierfür will die Gemeinde nun die sogenannten Grundsätze der Gemeindeverwaltung ändern, die unter anderem die Öffnungszeiten des Rathauses regeln. Ohne den Bürgerservice einzuschränken, betonte Bürgermeister Erik Ernst, stattdessen wolle man die Flexibilität optimieren und die Dienstleistungen "so individuell wie möglich" gestalten.

Die Kernverwaltung werde in Zukunft keine festen Öffnungszeiten mehr haben, erläuterte Pfefferle. Das sei aber de facto keine große Umstellung, da bereits heute mit den Sachbearbeitern in der Regel Termine ausgemacht würden. In Zukunft solle es Gespräche nur noch nach Vereinbarung geben. Es werde aber niemand weggeschickt, der spontan Rat sucht. Was zunächst wie eine Verschlechterung aussehe, erläuterte der Hauptamtsleiter, weil sich der Bürger anmelden müsse, sei aber bei genauer Betrachtung keine. Denn wenn man im Vorhinein keinen Termin ausmache, könne man auch schon bisher nicht sicher sein, dass der gesuchte Mitarbeiter im Haus ist, sei es, weil er Urlaub habe, krank, auf einem Dienstgang außer Haus oder in einer Besprechung sei. Johannes Hurst (fraktionslos) regte an, dass in diesem Zusammenhang die Klingelanlage an der Tür optimiert werden sollte.

Im Bürgerbüro und im Standesamt werde aber an festen Öffnungszeiten festgehalten, "da dort viele Alltagsdienstleistungen nachgefragt werden, die für unsere Einwohner sofort abrufbar sein müssen", so Pfefferle weiter.

Die Veränderungen seien bereits mit dem Personalrat besprochen worden. Der Gemeinderat hatte hierzu in einer nichtöffentlichen Sitzung die Vollmacht erteilt. Eine entsprechende Dienstvereinbarung zur Teleheimarbeit und flexiblem Home-Office und eine neue zur Arbeitszeit sei zwischenzeitlich weitestgehend ausgehandelt, erklärte der Hauptamtsleiter.

Geplante Öffnungszeiten für das Bürgerbüro: Montag bis Mittwoch 7.30 bis 16 Uhr, Donnerstag 7.30 bis 12 Uhr (bisher 12.30 Uhr) und 15 (bisher 13.30 Uhr) bis 18 Uhr. Freitag 7.30 bis 12.30 Uhr. Termine auch nach Vereinbarung möglich.

Die neuen Öffnungszeiten für das Standesamt: Montag bis Mittwoch 9 (bisher 8 Uhr) bis 12 Uhr, Donnerstag 9 (bisher 8 Uhr) bis 12 Uhr und 15 (bisher 16 Uhr) bis 18 Uhr. Freitag 9 (bisher 8 Uhr) bis 12.30 Uhr. Termine auch nach Vereinbarung.

Die Öffnungszeiten der Kernverwaltung sollen in Zukunft wie folgt lauten: Termine nach Vereinbarung. Der Arbeitszeitrahmen reicht hier montags bis freitags von 6.30 bis 19.30 Uhr. Das gilt in den Randbereichen für Kunden, die nur zu diesen Zeiten ins Rathaus kommen können. Bisherige Öffnungszeiten waren: Montag bis Mittwoch von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 12.30 Uhr.

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