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Millionenprojekt am Schulhügel
05.12.2018 - 07:29 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Der Schulhügel in der Weststadt wird in den kommenden zehn Jahren sein Gesicht verändern. In die Sanierung der dortigen Schulgebäude sowie einen Neubau werden wohl deutlich mehr als 35 Millionen Euro fließen. Zudem gibt es die Überlegung, in der Balger Straße ein Parkhaus zu bauen. Der gemeinderätliche Bauausschuss wird sich am 13. Dezember mit dem Thema beschäftigen. Fragen und Antworten zu dem großen Vorhaben:

Warum ist der Sanierungsbedarf so groß?



Die meisten Gebäude der Robert-Schuman- und Louis-Lepoix-Berufsschulen sowie des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG) sind zwischen 35 und 45 Jahre alt und seit dem Bau nicht grundlegend saniert worden. Die Flachdächer sind undicht, viele Fenster blind, die hölzernen Fassaden sind durch Wind und Wetter in Mitleidenschaft gezogen und von Spechten durchlöchert. Die nach Süden verglasten Räume heizen sich im Sommer extrem auf. Der Sonnenschutz in Form von Stoffjalousien ist marode. Außerdem sind die Gebäude schlecht isoliert, im Winter gibt es hohe Wärmeverluste. Zudem herrscht an der Schuman-Schule und am RWG, das künftig vierzügig geführt werden soll, Raumnot. Die städtische Schulentwicklungsplanung geht deshalb an beiden Schulen von einem zusätzlichen Flächenbedarf von mehr als 2 400 Quadratmetern aus.

Was genau soll um- und neugebaut werden?



Nach und nach sollen alle alten Gebäude energetisch auf Vordermann gebracht werden. Das wird laut einer Machbarkeitsstudie, die im Auftrag der Stadt erstellt wurde, mindestens 35 Millionen Euro kosten. Die Verwaltung schlägt vor, im September 2020 mit den beiden ältesten Gebäudeteilen der Louis-Lepoix-Schule zu beginnen - dem Klassenhaus und dem sogenannten Druckergebäude. Deren Generalsanierung wird zwei Jahre dauern und, so schätzt die Verwaltung, zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Euro kosten.
Zudem soll nach den Vorstellungen der Verwaltung auf einer Freifläche zwischen der Schuman-Schule und dem RWG, wo sich derzeit ein Amphitheater befindet, zwischen 2021 und 2023 ein Neubau entstehen, der von beiden Schulen genutzt werden kann. Wie teuer das wird, steht noch in den Sternen. Mit der Sanierung der anderen alten Bauten soll nach 2022 fortgefahren werden.

Wo findet der Unterricht während der Bauzeit statt?

Das steht noch nicht genau fest. Geprüft wird die Auslagerung in die leerstehende Alte Schule nach Steinbach (wir berichteten). Wahrscheinlich wird es aber auf eine Containerlösung hinauslaufen, da die Unterrichtscontainer auf einem der beiden Lehrerparkplätze aufgestellt werden könnten. Die Miete dafür würde für zwei Jahre zwischen 500 000 und 600 000 Euro kosten, heißt es in den Unterlagen.

Was ist mit den Parkplätzen?

Der Parkdruck in der Weststadt ist groß - nicht zuletzt wegen der vielen Schüler und Lehrer, die täglich mit dem Auto zum Schulzentrum West kommen. Während der Bauarbeiten und wegen der Erweiterungsbauten wird sich die Situation "deutlich verschärfen", heißt es. Deshalb sollen "provisorische Parkplätze im Umfeld des Schulzentrums" geschaffen werden, die technisch und wirtschaftlich umsetzbar und fußläufig erreichbar sind. Wo, das steht aber noch nicht fest. Eine grundsätzliche Lösung wäre der Bau eines Parkhauses auf dem heutigen Parkplatz an der Balger Straße. Hier wären laut Verwaltung die Fläche und die städtebaulichen Rahmenbedingungen für den Bau eines Parkhauses gegeben.

Gibt es Zuschüsse für das Vorhaben?

Für die ab 2020 geplante Generalsanierung der beiden Gebäude der Louis-Lepoix-Schule könnte es Zuschüsse von Bund und Land geben. Die Anträge dafür müssen bis Jahresende vorliegen, die Baumaßnahmen müssen Ende 2022 abgeschlossen sein. Ein Zuschuss von bis zu 2,8 Millionen Euro wäre möglich. Wegen des hohen Zuschusses will die Verwaltung jetzt mit dem Megaprojekt starten. Ob es Zuschüsse für die weiteren Sanierungsabschnitte und Neubauten gibt, steht nicht fest.

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