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Traditionsprojekt geht bald über Staatsgrenze hinaus
Traditionsprojekt geht bald über Staatsgrenze hinaus
06.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Sarah Reith

Baden-Baden - Die Zahlen sprechen bei dem Projekt "Kolumbus - Klassik entdecken" für sich: Im Lauf von 17 Jahren hat das von der Grenke AG finanzierte Programm bereits mehr als 45 000 Schülern den Besuch des Festspielhauses Baden-Baden ermöglicht. Und damit nicht genug: Das Projekt soll weiter ausgeweitet werden, wie gestern bei einem Pressegespräch bekannt wurde.

"Wir machen bei dem Projekt kein kindgerechtes Programm", umriss Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser das Konzept. Vielmehr würden die Jugendlichen mit "der ganz großen Musik" konfrontiert: Sie dürfen an regulären Abendveranstaltungen des Festspielhauses teilnehmen. Und das "zum Kinopreis", wie es Festspielhaus-Mediendirektor Rüdiger Beermann formulierte: Die Jugendlichen müssen für ihre Karte nur zehn Euro bezahlen, der Rest wird über das Kolumbus-Programm gedeckt. Bei den Veranstaltungen wird für die jungen Besucher nicht etwa ein separater Bereich reserviert: Sie werden gezielt im Saal verteilt, so dass sie auch mit den regulären Festspielhaus-Besuchern ins Gespräch kommen können.

Die Idee für das Projekt stammt von Wolfgang Grenke. Der Unternehmer war gestern kurzfristig verhindert und konnte nicht an dem Pressegespräch teilnehmen. Festspielhaus-Intendant Mölich-Zebhauser wies auf Grenkes großes Engagement aber noch einmal ausdrücklich hin. Die Grenke AG finanziert das Projekt auch nach dem Abschied von Wolfgang Grenke als Vorstandsvorsitzendem weiter.

Meist kommen die Jugendlichen bei dem Projekt klassenweise ins Festspielhaus, die Schulen können in diesem Schuljahr aus 45 Veranstaltungen wählen, die einen Querschnitt durch das gesamte Programm bieten sollen.

Eine weitere Besonderheit: Die Jugendlichen - das Angebot richtet sich an Schüler ab der siebten Klasse - werden im Unterricht auf ihren Besuch vorbereitet. Lehrer bekommen dafür kostenlose Vorbereitungsmaterialien, die auf den Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg abgestimmt sind. Das "Kolumbus"-Projekt ist, wie gestern betont wurde, die bundesweit einzige Kooperation eines Kulturveranstalters mit einer Schulbehörde (dem Regierungspräsidium Karlsruhe).

Die Lehrer haben mit dem Projekt gute Erfahrungen gemacht, berichtete Achim Fessler, Studiendirektor und Fachberater Musik des Regierungspräsidiums Karlsruhe, der selbst am Baden-Badener Gymnasium Hohenbaden unterrichtet. Die Jugendlichen besuchten die Konzerte mit großer Neugier. Und es sei "immer wieder erstaunlich, wie genau die Schüler hinhören".

In den vergangenen Jahren wurde das Projekt allmählich breiter aufgestellt: Inzwischen gehören auch die Besuche von Proben mit bekannten Musikern zum Angebot. Außerdem richtet sich das Programm nicht mehr nur an Gymnasiasten, sondern an alle Schulformen.

Aktuell besuchen Schülergruppen aus mehr als 40 Schulen das Festspielhaus regelmäßig. Das Einzugsgebiet ist bereits sehr groß, berichtete Möllich-Zebhauser: Es reiche bis in den Südschwarzwald und bis nach Heidelberg. Man wolle sich aber noch weiter ausweiten und auch Jugendliche auf der anderen Seite des Rheins einbinden: Derzeit versuche man, Schulen im Elsass zu gewinnen, sich ebenfalls an dem Projekt zu beteiligen.

Die Teilnahme für Schulen ist auch im aktuellen Schuljahr noch möglich: Es stehen noch Plätze und Tickets zur Verfügung.

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