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Akrobatik, Kraft und Eleganz in Perfektion
07.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Eine fulminante Show aus spektakulärer Artistik, innovativer Sportgymnastik und Körperbeherrschung in Perfektion erlebten die Besucher bei der 31. Auflage der Turngala des Badischen Turner-Bundes und des Schwäbischen Turnerbundes. Im Festspielhaus steppte bei zwei nahezu ausverkauften Veranstaltungen der Bär bei dieser rasanten Kombination aus Tradition und Moderne, häufiger Szenenapplaus bestätigte das etwas veränderte Konzept dieser einzigartigen, im vergangenen Jahr von über 50 000 Zuschauern besuchten Show.

Marc Haller führte mit seinem schrulligen, etwas verklemmten Alter Ego "Erwin" als liebenswürdiger Schweizer herrlich komödiantisch durch das Programm, das diesmal unter dem Motto "Reflexion" steht. Was sinnbildlich für die Reise in verschiedene Zeiten stand, jedoch auch inhaltlich auf faszinierende Weise umgesetzt wurde. So spiegelte das rein weibliche Duo Sienna sowohl beim Poledance als auch beim "Aerial Hoop" am aufgehängten Reifen gegenseitig häufig die Bewegungen, was ein Pas de deux von hoher Eleganz und fließender Dynamik ergab.

Zum Auftakt zeigten die Badischen und Deutschen Seniorenmeister, was in ihnen steckt, und auch der Turnerbund Sinzheim war mit seiner großen Kinderschar voller Freude an der Bewegung wieder mit von der Partie.

Einfach atemberaubende Nummern präsentierten danach vier Profiturner aus Tschechien am Doppelreck und mit ihrem Showprojekt "Barrolin", bestehend aus einem Trampolin und zwei Barren. Die Künstler führten bei ihren Flügen durch die Luft jede Schwerkraft ad absurdum, landeten auf dem Trampolin und standen eine gefühlte Zehntelsekunde später schon wieder aufrecht auf den Barrenstangen. Eingängig hämmernde Beats und eine perfekte Lichtshow rundeten den gesamten Abend über die einzelnen Showblocks ab und heizten so die tolle Stimmung immer mehr an.

Eine ganz außergewöhnliche Nummer bot das kanadische "Duo Hand2stand", wobei die Zwei im Namen für die innige Verschmelzung des Paares steht. Die Equilibristikkünstler zeigten zutiefst emotionales Zeitlupenballett im Handstand, ein permanentes Ineinanderfließen zweier Körper, wobei sich die Ausdruckskraft körperlicher Poesie mit technischer Fertigkeit vereinte.

In den legendären Cirque de Soleil fühlte man sich versetzt bei dem österreichischen Brüderpaar Christoph und Manuel Mitasch. Die viermaligen Jonglage-Welmeister machten sich die Lichttechnik zunutze, wodurch ihre wirbelnden Keulen ein faszinierendes optisches Gemälde in immerwährender Veränderung erzeugten. Rhythmische Sportgymnastik, Street Dance und Akrobatik vereinen die zehn japanischen Körperkünstler von Blue Tokyo. Kraftvolle Salti Mortale und Mehrfachschrauben zu Beethovens Neunter und "Freude schöner Götterfunken", das hatte schon was Beeindruckendes und sorgte auch hier für tosenden Beifall.

Eine ganz opulente Feuershow lieferte den dramatischen Hintergrund für das mitreißende Turngala-Showteam. Die Künstler von KTG Heidelberg und SKC Tabea Halle, deren expressive und hochkarätige rhythmische Sportgymnastik beinahe schon als eigener Showblock durchging, imponierten mit ausdrucksstarken Choreografien und exzellenter Körperbeherrschung. Performance der Spitzenklasse präsentierten zwei Duos und ein Trio mit ihrer Power-Sportgymnastik aus Akrobatik, Kraft und Eleganz. Dabei verzauberten die Künstler das Publikum mit meterhohen Pyramiden, Salti und waghalsigen Würfen und begeisterten mit beinahe unglaublichen Balanceakten. Kein Wunder, dass alle Athleten beim großen Finale mit stehenden Ovationen und minutenlangem frenetischem Jubel gewürdigt wurden.

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