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Zwei Gestrandete im Weltall suchen Weg in die Zukunft
Zwei Gestrandete im Weltall suchen Weg in die Zukunft
10.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Baden-Baden - Mit dem neuen Stück "Robinson & Crusoe" der beiden italienischen Theatermacher Nino d'Introna und Giacomo Ravicchio möchte das Theater Baden-Baden Kinder und Jugendliche ansprechen und ihnen aufzeigen, dass aus Fremden Freunde werden können. Am Freitag, 11. Januar, findet um 16 Uhr die Premierenvorstellung im TiK, der Bühne für junges Theater am Theater Baden-Baden, statt.

Nein, dieses von den italienischen Theatermachern entwickelte Jugendstück hat nichts mit dem Klassiker "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe zu tun. Einzig das Motiv des Gestrandeten auf einer einsamen Insel sowie die damit verbundene Verlassenheit und Fremdheit wurden zugrunde gelegt. Im neuen Stück stranden zwei sich fremde Menschen, zwei Soldaten mit Fallschirm mit unterschiedlicher Nationalität und Sprache. Der junge Regisseur Daniel Kunze, der nach einem Engagement am Prinzregententheater Bochum als Nachwuchskünstler gerühmt wurde und für den dies die erste Theatersaison in Baden-Baden ist, lässt die beiden einander Fremden auf einem entfernten Planeten, einer Plattform im Weltall landen.

Auch für Bühnen- und Kostümbildnerin Dorothea Lütke-Wöstmann ist es das erste Engagement in Baden-Baden. Gemeinsam mit Daniel Kunze erarbeitete sie ein Bühnenbild, ganz ohne aufwendige Dekoration. Nur eine Plakatwand mit Werbung dient als Plattform, davor die beiden zusammengeklappten Fallschirme.

"Und jetzt?", fragen sich die Gestrandeten, die nun über sich selbst viel reflektieren, zueinanderfinden und sich eine neue Welt aufbauen müssen. Denn alles unter ihnen existiert nicht mehr, geblieben ist nur der Glanz der Werbung. Sie leben von einer Hand voll Keksen, mit der neuen Einsicht, etwas besser machen zu können und eine neue Zivilisation aufzubauen.

Daniel Kunze und Dorothea Lütke-Wöstmann betrachten den Konsum mit einem Augenzwinkern, stellen aber vielmehr die beiden sich anfangs fremden Menschen in den Mittelpunkt des Jugendstückes. Sie müssen lernen, Vorurteile abzubauen, Gemeinsamkeiten zu finden, kommen sich über Fantasien und gemeinsame Spiele näher. Eine Herausforderung bedeutet dies auch für die beiden Schauspieler Max Ruhbaum und Simon Mazouri, die sich in unterschiedlichen Sprachen, meist jedoch non-verbal annähern. Max Ruhbaum, der seit der Spielzeit 2005/2006 am Theater Baden-Baden engagiert ist, spricht in dem Stück eine von ihm selbst erfundene Sprache, die nichts mit irgendeiner existierenden zu tun hat. Oftmals wird improvisiert, wozu auch der junge deutsch-iranische Schauspieler Simon Mazouri, seit 2017 festes Ensemblemitglied am Theater Baden-Baden, bereit sein muss.

Wie Theaterpädagoge Lars Kajoiter erklärte, richtet sich das Stück "Robinson & Crusoe" an Jugendliche ab elf Jahren und ist insbesondere für Schulklassen interessant. Schon vor der Premiere fand ein Pädagogentreffen statt, bei dem sich Lehrkräfte über den Inhalt des Stückes informieren konnten. Zudem wird nach allen Vormittagsaufführungen eine Nachbesprechung gemeinsam mit den jungen Besuchern angeboten.

Aufgeführt wird das Stück am 14., 16., 18., 21. und 22. Januar, sowie am 26., 27. und 28. März, 2., 3., 4., 9. und 10. April jeweils um zehn Uhr. Am Sonntag, 20. Januar, beginnt die Aufführung um 16 Uhr, am Sonntag, 7. April, um 15 Uhr. Weitere Infos im Internet.

www.theater.baden-baden.de

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