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Strandbad-Schriftzug: Werbung oder Gestaltung?
16.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Mit der Verlagerung des beliebten Strandbades Sandweier wird es nun ernst. Nachdem der Ortschaftsrat am Montagabend den Bauantrag der Stadtwerke einstimmig gebilligt hat, kann in Kürze mit den Arbeiten am Neubau des Bades - wenige hundert Meter vom alten Standort entfernt - begonnen werden. Uneinigkeit gibt es noch wegen einer Fassadenbeschriftung.

Die Erweiterung des Kiesabbaus macht es nötig, das Strandbad etwas weiter östlich neu aufzubauen. Erstellt werden auf dem Gelände zwei miteinander verbundene, flache Funktionsgebäude in der Farbe "Naturrot" für Sanitärräume, Rettungsboot, Kühlraum und Umkleidemöglichkeiten. Auch der Kiosk mit Küche und Getränkeausgabe wird hier untergebracht. Für die Badeaufsicht will man einen Aussichtsturm errichten.

48 Bäume - vor allem heimische Arten wie Hainbuche, Ahorn und andere - sollen gepflanzt werden. Auf Eichen will man hingegen wegen der Probleme mit den toxischen Raupen des Eichenprozessionsspinners verzichten. Der Stammumfang bei der Pflanzung soll sich auf 20 bis 25 Zentimeter belaufen, das ist nach Verwaltungsangaben mehr, als sonst in Bebauungsplänen vorgegeben wird.

Im Sandweierer Ortschaftsrat wurde dennoch die Besorgnis geäußert, dass es auf dem künftigen Strandbadgelände an Beschattung fehlen könnte. Daher wünscht man, dass im Bereich der geplanten Terrasse Bodenhülsen eingelassen werden, die zum Aufstellen von Schirmen dienen.

Einigen Wirbel gab es aber wegen eines besonderen Akzents, für den die Stadtwerke auf der Außenseite eines Funktionsgebäudes sorgen wollen. An der Nordfassade sieht die Planung nämlich einen etliche Meter langen, hellen Schriftzug "Strandbad Sandweier" vor. Aber dies hat das Bauordnungsamt untersagt, da es sich hier um eine Werbeanlage handle und der Bebauungsplan nur eine Werbefläche von höchstens drei Quadratmetern zulasse. Die Einschätzung stieß bei den Ortschaftsräten auf Unverständnis. Es handle sich um keine Werbung, sondern um Fassadengestaltung, so ihre Meinung. Daher wünscht man, dass der Schriftzug erhalten bleibt.

Hergestellt werden beim neuen Strandbad 207 Pkw-Parkplätze und 228 Fahrrad-Abstellplätze. Dies soll zumindest für den Normalbetrieb ausreichen. Das Thema Verkehr kam in der Sitzung nochmals in der Bürgerfragestunde zur Sprache. Ein Anlieger der Grenzstraße drückte seine Befürchtung aus, dass diese Straße durch die Autos auf dem Weg zum Strandbad stark belastet werde. Daher solle die Zufahrt nur über die Richard-Haniel-Straße erfolgen. Ortsvorsteher Wolfram Birk will das prüfen lassen.

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