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"Helden von heute" bewegen eine Menge
22.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Veruschka Rechel

Baden-Baden - Die Bürgerstiftung Baden-Baden rief, und viele kamen zum Neujahrsempfang ins LA 8. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Andreas Büchler richtete Oberbürgermeisterin Margret Mergen das Grußwort an die Gäste. Sie betonte, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit für die Kurstadt sei.

"Ehrenamtliche sind die wahren Helden von heute", brachte es Andreas Büchler kurz und knackig auf den Punkt. "Unsere Projekte sind vielfältig, wir unterstützen Vorhaben für die Umwelt genauso wie im kulturellen Bereich, für sozial Schwächere und für Kinder. Das macht die Arbeit für die Bürgerstiftung so spannend", erklärte er. Das Spannende ist sicher einer der Gründe, warum sich die Stiftung von Bürgern für Bürger seit ihrer Gründung 2002 so erfolgreich entwickelt hat.

Das bestätigten Uwe Schnurr und Armin Maudrich mit ihren positiven Finanzberichten. Bis jetzt gibt es 408 Bürgerstiftungen in Deutschland, in Kürze 409, denn Bühl steht in den Startlöchern, auch eine zu gründen. Bundesweit verfügen sie über 360 Millionen Euro Stiftungsvermögen und 27 000 ehrenamtliche Helfer. Baden-Baden gehört nennenswert dazu: Laut Maudrich konnten im vergangenen Jahr mit 41 437 Euro verschiedenste Projekte unterstützt werden. So wurden aus den Erträgen des Umweltfonds unter anderem ein durch einen Sturm entwurzelten Baum in der Lichtentaler Allee ersetzt und ein Brotbackofen für das Obstgut Leisberg finanziert.

Auch für dieses Jahr habe sich die Bürgerstiftung wieder viele interessante Projekte auf die Fahne geschrieben. Sie finanziere beispielsweise dem engagierten Buchhändler Josua Straß ein Lager, in dem er Bücher sammelt, um damit eine Bibliothek in Schulen einzurichten. Viele Kinder dürfen sich schon auf den kommenden 11. Mai freuen, an dem der seit 2004 jährliche "Kunterbunte Kinderspaß" mit dem beliebten Ballonweitflug-Wettbewerb stattfindet. Auch das Riesenwiesenfest auf der Klosterwiese ist erneut fest eingeplant. Der Jugendclub U 22 wird dank der Bürgerstiftung das Theaterstück die "Weiße Rose" aufführen können, zu dem am Sonntag sieben Schüler ein kurzes Text- oder Bildelement zum Besten gaben. Mit ihrer beeindruckenden Vorführung über die Geschichte der Geschwister Scholl machten sie tatsächlich Lust auf mehr: Premiere ist am 30. Juni im TiK (Bühne für junges Theater) im Theater.

Das neue, vielversprechende Projekt "Bewegte Bewerbung", das zusammen mit der Werkrealschule Lichtental realisiert wird, stellten die Vorstandsmitglieder Walter Klingler und Katrin Meckel vor. "Zuerst habe ich eigentlich nur aus Neugier mitgemacht", gestand Rektor Günter Gressel. "Doch jetzt bin ich begeistert von dem gigantischen Ergebnis." Im Rahmen dieses Projekts sollen Schüler zu Beginn ihrer Berufsorientierung Erfahrungen mit dem Dreh eines professionellen Videofilms machen, dadurch etwas über die eigene Wirkung in Wort und Bild erfahren und lernen, sich zu präsentieren. Zwei der ersten "Versuchskaninchen", die Schülerinnen Eliza Wiggenhauser und Michelle Wende, stellten ihre Videos vor und erzählten von ihren positiven Erfahrungen. Diese hätten unter anderem dazu geführt, dass sie jetzt bei Bewerbungen viel selbstbewusster und mutiger auftreten könnten.

Dass nicht jede Aufgabe allein gestemmt werden muss und kann, zeige das ebenfalls neue Projekt "Kids in die Vereine", das zusammen mit dem Caritasverband verwirklicht wurde. Kindern und Jugendlichen von sechs bis 18 Jahren aus einkommensschwachen Familien wird eine intensive Teilnahme im Vereinsleben ermöglicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Musik-, Sport- oder anderen Verein handelt. Hauptsache, man schließt Freundschaften und ist aktiv im Verein tätig. Um das Projekt auch nach der einjährigen Pilotphase weiterführen zu können, bedarf es weiterer finanzieller und ehrenamtlicher Unterstützung.

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