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Populismus im Gemeinderat: CDU ruft zum Dagegenhalten auf
26.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - 40 Bewerber und vier Nachrücker: Die CDU hat am Donnerstagabend in einem fünfstündigen Wahlmarathon die Kandidaten nominiert, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai um einen Sitz im Gemeinderat ins Rennen gehen. Fraktionschef Ansgar Gernsbeck ist von den 94 versammelten Mitgliedern mit 86 Ja-Stimmen zum Spitzenkandidaten bestimmt worden.

In seiner Bewerbungsrede hatte Gernsbeck die Kandidaten aufgefordert: "Lasst uns rausgehen und mit den Menschen diskutieren!" Selbst im Baden-Badener Gemeinderat werde mittlerweile "mit Populismus à la Trump" Politik gemacht. "Da gilt es für uns dagegenzuhalten", meinte er, "mit Verlässlichkeit und einem Blick für die Zukunft." Die Liste der Kandidaten bezeichnete Gernsbeck als gutes Angebot an die Wähler mit einer guten Mischung aus allen Gesellschaftsschichten und Altersklassen. "Unter den ersten zehn Plätzen sind fünf Frauen - und das haben wir erreicht, ohne ein festes Reglement oder Absprachen. Das finde ich klasse", sagte er.

Hinter Gernsbeck folgen auf der Liste 39 Bewerber. Die Zahl in der Klammer gibt an, wie viele der 94 anwesenden Parteimitglieder mit "Ja" gestimmt haben - bei Stimmengleichheit entschied eine geheime Stichwahl über die endgültige Platzierung: Cornelia von Loga (82), Ralf Müller (81) Klaus Bloedt-Werner (74), Anemone Bippes (71), Reinhilde Kailbach-Siegle (68), Ingrid Kath (67), Dijana Opitz (67), Sven Jäger (66), Hansjürgen Schnurr (66), Uwe Serr (65), Francesca Vallese (65), Cornelia Geiger-Markowsky (63), Armin Schöpflin (63), Anja Faehndrich (59), Alfons Seiterle (58), Christiane Scharer (57), Guido Heft (56), Markus Luithle (56), Arno Klein (52), Carmen Brenninger (51), Michael Schneider (50), Christian Schröder (50), Michaela Ketzel (49), Tanja Wäldele (48), Alexander Bleich (48), Björn-Alexander Pahls (47), Sigrid Hasenkamp (46), Lars Ramthun (46), Oliver Hintzen (43), Jan Augustin (43), Kai-Benedikt Frank (42), Elisabeth Serr (42), Thomas Schnetzer (41), Beate Wirth (40), Rudi Maier (39), Sonja Haase (38), Monika Spiegel (37), Christiane Bäumer (34), Alexander Bulazel (33). Ersatzkandidaten, die bereitstehen, falls ein Kandidat ausfällt, sind Martin Wittke (74), Patricia Schmid (72), Cornelia-Lyanne Theele (45) und Siglinde Gantner (44).

Ziel sei es, zu bewahren was gut ist und gleichzeitig Probleme zu beheben, sagte der Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker. Und Probleme gebe es in der Kurstadt einige. Es gehe in darum, preiswertere Wohnmöglichkeiten und bessere Kinderbetreuung zu schaffen, um die Bedingungen für junge Familien zu verbessern. Zudem müsse man "den Verkehr irgendwie bändigen und für mehr Sauberkeit kämpfen". Er wünschte, dass die CDU, die derzeit 13 Stadträte stellt, "erneut stärkste Kraft wird und eine Schippe obendrauf legt". Es gelte, "in den nächsten 123 Tagen mit Charakter, Zuversicht und Ideen zu überzeugen".

Oberbürgermeisterin Margret Mergen lobte die Parteikollegen dafür, dass sie eine "tolle, bunte Liste" zusammengestellt hätten. Die Kandidatenwerbung sei gelungen. Auch der Landtagsabgeordnete Tobias Wald freute sich über die "gute Mischung", die für die CDU kandidiere. Es sei ein Abend voller lebendiger Demokratie gewesen. Gemeinderäte seien "starke Quellorte des bürgerlichen Zusammenhalts".

Kurstadt-Spitzen

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