http://www.spk-bbg.de
Wo das Licht zuletzt ausgeht
Wo das Licht zuletzt ausgeht
01.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Nina Ernst

Baden-Baden - "Das Herz von Baden-Baden": Mit diesem Superlativ hat am Mittwoch Harald Brill, Abteilungsleiter Informations- und Telekommunikationstechnik, die zentrale Netzleitstelle der Stadtwerke beschrieben. Denn: "Hier laufen alle Fäden zusammen." Die rundum erneuerte und modernisierte Netzleitstelle ist seit Mitte Dezember in Betrieb und wurde jetzt vorgestellt.



Nachdem die beiden Stadtwerke-Chefs Günter Heller und Helmut Oehler offiziell das rote Band durchschnitten hatten, fasste Oehler die Aufgaben dieser Einrichtung, die ihren Sitz in den Räumlichkeiten in der Waldseestraße hat, zusammen: An 365 Tagen im Jahr - und zwar rund um die Uhr - werden von dort die Netze und Anlagen der Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärme-Versorgung der Kurstadt überwacht und gesteuert. Harald Brill verbildlichte, dass wenn überall in der Stadt der Strom ausfalle, in der Netzleitstelle immer noch Licht brenne. Dafür sorge ein Notstromaggregat. Die Netzstelle nehme Störmeldungen aller Versorgungsbereiche an, und greife im Notfall sofort ein. Aus dem Netzleitstellen-Team seien tagsüber immer zwei Mitarbeiter vor Ort, nachts einer. Außerdem seien zehn Mitarbeiter "draußen" tätig, die Rufbereitschaft hätten und von den Innendienstlern zurate gezogen werden können, so Brill weiter.

Einige Stromleitungen im Stadtnetz seien von der Zentrale aus fernsteuerbar, am Großteil müsse jedoch manuell direkt vor Ort gearbeitet werden. Dies geschehe immer in Zusammenarbeit zwischen Leitstelle und den Mitarbeitern vor Ort. Probleme an den Stromleitungen ploppten in der Netzleitstelle automatisch auf, während man bei Störungen im Wassernetz auf Meldungen von Betroffenen angewiesen sei. Man habe aber eine Übersicht über alle Hochbehälter der Stadt vor sich.

Der Abteilungsleiter erläuterte, dass man außerdem den Michaelstunnel über die Monitore im Blick habe und städtische Gebäude aus der Ferne, im Fachjargon Objektschutz genannt, überwachen würde. Geschäftsführer Oehler fügte an, dass auch die Merkurbergbahn von der Waldseestraße aus überwacht und gesteuert werden könne. Auf den Bildschirmen wird unter anderem auch das Busdepot in Lichtental gezeigt.

Helmut Oehler sagte, dass die erste Netzleitstelle 1981 eingerichtet worden sei und nun eine Modernisierung gebraucht habe. Gerade einmal drei Wochen lang hätten die Handwerker für die Erneuerung gebracht. In diesem Zuge seien auch die Arbeitsplätze ergonomischer gestaltet worden, beispielsweise mit passenden Schreibtischstühlen und der Schallschutzdecke. In der Umbauphase hätten die Mitarbeiter von einer Notleitwarte im Untergeschoss aus gearbeitet. Laut Oehler hat die Maßnahme rund 230 000 Euro gekostet.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Umfrage

In Deutschland werden täglich rund 14.000 Blutspenden benötigt. Doch nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig Blut. Spenden Sie?

Ja, regelmäßig.
Ja, manchmal.
Ich würde gerne, erfülle aber die Anforderungen nicht.
Nein.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1