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Stadtquartier mit eigener Identität soll entstehen
Stadtquartier mit eigener Identität soll entstehen
21.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Schon im kommenden Monat sollen mit der Baustelleneinrichtung erste Arbeiten an einem neuen Stadtquartier Baden-Badens beginnen. Als Voraussetzung für die Realisierung des großen Bauprojekts "Wohnen am Tannenhof" mit 383 Wohneinheiten auf früherem SWR-Areal wurde gestern im Rathaus ein städtebaulicher Vertrag unterzeichnet, der die Rahmenbedingungen festlegt.

Mit wenigen Unterschriften durch OB Margret Mergen, Andreas Epple, Geschäftsführer der Epple GmbH als Bauträger, und Claus Schillmann, Geschäftsführer der SWR Media Services GmbH, wurde gestern an einem neuen Kapitel der Stadtentwicklung geschrieben. Darauf wies Mergen hin, die das Großprojekt hinsichtlich des Wohnraumbedarfs in Baden-Baden - bis zum Jahr 2030 fehlen 2 100 Wohneinheiten - sehr begrüßte. Neben der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum durch die stadteigene Baugesellschaft GSE brauche man auch Wohnraumentwicklung auf dem privaten Markt.

Investor verspricht bunt gemischtes Quartier

Gebaut und verkauft werden die Wohnungen am Tannenhof von der Heidelberger Firma Epple, für die Andreas Epple gestern betonte, dass man diese Immobilien nicht auf einmal auf den Markt bringen werde. Vielmehr sei eine Realisierung in mehreren Etappen bis zum Jahr 2027 geplant, im ersten Bauabschnitt sollen zunächst einmal "nur" 26 Wohnungen entstehen, die vor allem für Familien gedacht sind.

Insgesamt werde ein Quartier mit eigener Identität entstehen, wobei man auch Aspekte der Mobilität und der Nahversorgung im Auge habe. Konkretes zur eventuellen Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes konnte Epple aber noch nicht sagen: "Wir haben da verschiedene Ideen."

Nachdem in Baden-Baden zuletzt öfters die Meinung vertreten wurde, beim "Wohnen am Tannenhof" handle es sich um hochpreisige Immobilien, nahm Epple auch zu diesem Punkt Stellung. Man wolle hier ein "bunt gemischtes Quartier" mit Menschen aus unterschiedlichen Verdienstklassen. Daher werde es auch familiengerechten Wohnungen geben. Insgesamt müssten die Käufer hier nicht mehr bezahlen "als für vergleichbaren Wohnraum sonst wo in der Stadt".

Epple versprach auch, die Bevölkerung - und hier vor allem die Menschen in der Nachbarschaft - während der Arbeiten über die Baustellenlogistik offen zu informieren. Er betonte, dass man die bauliche Verdichtung des Gebiets gegenüber den ursprünglichen Planungen um 20 Prozent reduziert habe, um die Wohnqualität zu erhöhen. Der schöne Baumbestand werde erhalten, und bei der Stellplatzschaffung gehe man weit über die Mindestanforderungen hinaus. Es werde letztlich eine "einmalige" Wohnanlage entstehen, meinte der Geschäftsführer und zeigte sich überzeugt: "Der hiesige Verein Stadtbild wird sich einmal in der Zukunft dafür einsetzen, dass diese Anlage unverändert erhalten bleibt."

Bürgermeister Alexander Uhlig zeigte sich erfreut, dass bei der Planung qualitative Maßstäbe gesetzt worden seien. Als Beispiel dafür nannte er die weitgehende Verlagerung des ruhenden Verkehrs in Tiefgaragen.

OB Mergen hatte eingangs darauf hingewiesen, dass der SWR einen beträchtlichen Teil seines Geländes verkauft habe, um den rund 40 Millionen Euro teuren Neubau eines Medienzentrums zu ermöglichen. Es sei naheliegend gewesen, das ehemalige SWR-Areal als Wohnquartier weiterzuentwickeln.

Auch im Baugebiet "Wohnen am Tannenhof" ist der SWR weiter mit im Boot, denn einen kleinen Teil dieses Geländes hat man behalten, damit die Firma Epple hier ein neues Bürogebäude für den Sender baut, das Raum für 120 Arbeitsplätze bieten soll, wie Claus Schillmann berichtete. Außerdem solle es ein passendes Entree für das neue Stadtquartier werden.

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