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Auf Punktejagd mit neuer Route
Auf Punktejagd mit neuer Route
23.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Sarah Reith

Baden-Baden - Der Panoramaweg gehört zu den Pfunden, mit denen die Kurstadt wuchern kann: 2004 als "Deutschlands schönster Wanderweg" prämiert, bei Besuchern beliebt, schon früh als Premiumweg vom deutschen Wanderinstitut zertifiziert. Doch seit 2017 ist diese Zertifizierung abgelaufen, andere Regionen haben mit schönen Wegen nachgelegt. Grund genug, um an der Oos wieder aktiv zu werden.

Derzeit wird am Panoramaweg fleißig gearbeitet, berichtet Johannes Ebert vom städtischen Forstamt. Denn: Nach Ostern soll ein Prüfer des deutschen Wanderinstituts die Route unter die Lupe nehmen. Das Ziel ist dabei nicht nur, eine erneute Zertifizierung als Premiumweg zu erhalten - bei der Stadt strebt man auch eine höhere Punktzahl, also eine noch bessere Bewertung des Weges als beim letzten Mal an.

Ebert ist sich ziemlich sicher, dass das auch gelingen wird. Schließlich sei man einige zuletzt monierte Schwachstellen angegangen. Solche Schwachstellen seien zum Beispiel monotone Wegstrecken auf breiten Forstwegen, mit einer kontinuierlichen Steigung und ohne Ausblicke. Für derartige Abschnitte habe man versucht, abwechslungsreichere Alternativen zu finden. Auch lange Asphaltstrecken wurden reduziert. So sei die alte Querung durch die Stadt, die auf Wohnstraßen durch Oosscheuern, über den Verfassungsplatz und an der Bernharduskirche vorbei führte, sehr negativ bewertet worden. Deshalb wurde dieser Streckenteil gestrichen, und eine andere Route gewählt. Künftig geht es auf einem Waldweg entlang der Moltkestraße ins Tal, vorbei am Rosenneuheitengarten und der Stourdza-Kapelle zum Kurhaus und dann über das neue Schloss auf der anderen Seite wieder nach oben. Auch der Battert sei neu mit eingebunden, sagt Ebert.

Eine weitere Veränderung der nach wie vor rund 42 Kilometer langen Strecke: Sie wird in Zukunft in vier Etappen statt wie bisher in fünf unterteilt, die aber weiterhin alle auch mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind. Die erste Etappe führt von der Trinkhalle über den Battert bis zur Merkur-Talstation, die zweite von dort zum Forellenhof, die dritte vom Forellenhof zur Geroldsauer Mühle (auch Letztere wurde neu in die Route eingebaut) und die vierte von da aus zur Trinkhalle.

Wer den Panoramaweg derzeit abwandert, bemerkt von der neuen Streckenführung aber noch nichts: "An den Stellen, wo sich der Weg verändert, haben wir noch keine neuen Schilder angebracht", erläutert Ebert.

Insgesamt seien etwa zwei Drittel der Schilder schon befestigt, der Rest folge in den nächsten Wochen. Bis die Prüfung des Deutschen Wanderinstituts beginnt, werde zudem kontrolliert, ob die Wegeführung eindeutig sei, es Stolpersteine gebe und ob vielleicht irgendwo noch eine zusätzliche Bank oder ein Vesperplatz schön wäre.

Die Nachfrage nach dem Weg ist groß, weiß Matthias Trui, Leiter Werbung, Presse und Medien bei der Baden-Baden Kur und Tourismus GmbH. Deshalb werde es natürlich zur neuen Route auch eine neue Wanderkarte geben. Spätestens Ende März solle eine kleine Vorab-Auflage gedruckt werden, um zum Start in die Wandersaison gerüstet zu sein. Später werde die Karte dann noch um das Ergebnis der Zertifizierung ergänzt. "Jetzt hoffen wir, dass die Punktzahl höher wird", betonte Trui. Schließlich sei mit der Beschilderung und den neu eingebundenen Attraktionen viel geschehen, um den Weg zu optimieren.

Dass sich das positiv auswirken wird, meint auch Michael Jarmuschewski vom Deutschen Wanderinstitut, der für die Prüfung schon in den Startlöchern steht. Zuletzt hatte der Weg 48 sogenannte Erlebnispunkte. Die 50er Marke könnte also durchaus geknackt werden.

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